Sander, Marlene; von Saldern, Lena; Harrer, Felix; Schader, Christian; Schafhausen, Carola; Weber, Christina; Herzig, Christian; Franz-Wippermann, Rebecca; Lambertz, Christian and Niessen, Jan (editor): Umweltbundesamt (Ed.) (2025) Wie nachhaltig sind die deutschen Supermärkte? Texte, no. 07/2027. Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau.
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Kurzbeschreibung: Bewertung der Nachhaltigkeitsperformance des deutschen Lebensmitteleinzelhandels Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat mit seinem bedeutenden Einfluss auf die gesamte Wertschöpfungskette sowie den Konsum eine tragende Rolle als Gatekeeper an zentralen Stellschrauben des Ernährungssystems (Keller et al., 2022). Der deutsche Markt wird von den acht umsatzstärksten Unternehmen dominiert (ALDI Nord, ALDI SÜD, EDEKA, Netto Markendiscount (MD), Lidl, Kaufland, REWE, PENNY), die gemeinsam einen Marktanteil von über 75 Prozent haben (BMEL, 2020).
Das Ziel dieser Studie war es, die Nachhaltigkeitsperformance der acht umsatzstärksten LEHUnternehmen in Deutschland systematisch zu bewerten. Dabei wurden die Nachhaltigkeitsbereiche “Umwelt”, “soziale Verantwortung” und “Tierwohl” betrachtet. Mithilfe eines Bewertungsrasters bestehend aus 23 Handlungsfeldern, 90 Indikatoren und 103 Subindikatoren wurde die Nachhaltigkeitsperformance der LEH-Unternehmen für das Jahr 2023 bewertet. Eingeschlossen wurden alle Produkte des Food-Eigenmarken-Sortiments. Die Datengrundlage bestand aus öffentlich verfügbaren sowie vertraulichen, unternehmensinternen Daten, die die Unternehmen zur Verfügung gestellt haben. Im Bereich “Umwelt” konnten die Ergebnisse zusätzlich mit der vorangegangenen Studie mit Bezugsjahr 2020 von Keller et al. (2022) verglichen werden.
Zusammenfassend stellen wir fest, dass die Unternehmen des LEH viele Aktivitäten in den einzelnen Handlungsfeldern vorweisen können, wobei in den verschiedenen Handlungsfeldern teilweise große Unterschiede zwischen den Unternehmen festzustellen sind. Im Umweltbereich haben sich die Datengrundlage und die Bewertungen im Vergleich zu 2020 insgesamt verbessert. Allerdings weisen die Nachhaltigkeitsstrategien der Unternehmen und deren Umsetzung noch große Lücken auf. Dies gilt für den Bereich „Umwelt“, aber umso mehr für die Bereiche „soziale Verantwortung“ und „Tierwohl“. Im Großen und Ganzen unternimmt der LEH nach wie vor nicht genug, um seiner Rolle als Gatekeeper für eine notwendige Transformation des Ernährungssystems gerecht zu werden.
Wir können aus unseren Ergebnissen unmittelbar Handlungsmöglichkeiten ableiten. Diese sind einerseits an die LEH-Unternehmen gerichtet und betreffen viele Bereiche in der Lieferkette, in den eigenen Betriebsstandorten und hinsichtlich des Einflusses auf Verbraucher*innen.
Daneben adressieren wir auch den LEH-Sektor als Ganzen sowie Akteur*in
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