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Erarbeitung eines Code of Practice (CoP) für die ökologische Lebensmittelverarbeitung (ProOrg)

Hüppe, Ronja and Zander, Katrin (2021) Erarbeitung eines Code of Practice (CoP) für die ökologische Lebensmittelverarbeitung (ProOrg). Abschlussbericht. Universität Kassel - Agrar- und Lebensmittelmarketing
Steinstr. 19
37213 Witzenhausen , Witzenhausen.

[thumbnail of Abschlussbericht] PDF - Published Version - German/Deutsch (Abschlussbericht)
584kB


Summary

Ziel des Gesamtprojekts war es, einen „code of practice“ (CoP) für die ökologische Verarbeitung von Lebensmitteln zu erarbeiten. Der CoP wendet sich an Hersteller von Bio-Lebensmitteln und an Verbände des Öko-Landbaus. Gegenstand dieses Projektteils ist die Analyse der Verbrauchererwartungen an ökologische Lebensmittel.
Die Ergebnisse aus der Verbraucherforschung zeigen, dass Verbraucher_innen wenig über Lebensmittelverarbeitung wissen und mit ihrer Beurteilung häufig überfordert sind. Die Verarbeitung spielt jedoch indirekt eine wichtige Rolle, da sie die für die Verbraucher_innen wichtigen Produkteigenschaften Geschmack, Frische und Haltbarkeit beeinflusst. Betrachtet man spezifische Produkteigenschaften, so werden Produkte mit mittlerem bis niedrigem Verarbeitungsgrad und positiven Informationen über die Verarbeitung stärker mit ökologischen Lebensmitteln assoziiert, als Produkte mit hohem Verarbeitungsgrad und ohne zusätzliche Informationen. Wenn man die Wahrnehmung der Verarbeitungsqualität von Bio-Lebensmitteln vergleicht, bevorzugen sowohl Verarbeiter als auch Verbraucher_innen Technologien mit wenigen Verarbeitungsschritten, mit geringen Auswirkungen auf die Nährstoffqualität und natürlichen Schwankungen des Rohmaterials. Verbraucher_innen assoziieren „schonende“ oder ökologische Verarbeitung mit Umweltfreundlichkeit, Natürlichkeit und einem höheren Gehalt an Nährstoffen. Verarbeitern hingegen kann eine Definition von „schonender Verarbeitung“ helfen, die ökologische Lebensmittelverarbeitung ganzheitlicher und im Einklang mit Verbrauchererwartungen zu gestalten. Dafür ist es wichtig, dass
• die Verarbeiter_innen die Zielgruppe bestimmen und so eine für diese passende Verarbeitungstechnologie auswählen,
• die Verarbeiter_innen die Vorteile der Verarbeitungstechnologie für Verbraucher_innen klar und ehrlich kommunizieren, um die Transparenz zu erhöhen.
Da für die Bio-Konsument_innen Transparenz grundsätzlich eine wichtige Rolle spielt, sollte auch der gesamte Biosektor eine führende Position in der transparenten Verbraucherkommunikation einnehmen und die Vorteile der Verarbeitungstechnologien als Teil einer nachhaltigen Wertschöpfungskette kommunizieren. Dies könnte zu einer weiteren positiven Abgrenzung und Positionierung von Bio-Lebensmitteln gegenüber konventionellen Lebensmitteln und damit langfristig zur Erhöhung der Nachfrage von Bio-Lebensmitteln führen.


EPrint Type:Report
Keywords:Verbraucherpräferenzen, ökologische Lebensmittelverarbeitung, HPP, Milch, Saft, schonende Verarbeitung, ProOrg, Code of Practice
Agrovoc keywords:
Language
Value
URI
German - Deutsch
UNSPECIFIED
UNSPECIFIED
Subjects: Food systems > Food security, food quality and human health
Food systems > Processing, packaging and transportation
Values, standards and certification > Consumer issues
Research affiliation: European Union > CORE Organic Cofund > ProOrg
Related Links:https://www.proorgproject.com/
Deposited By: Hüppe, Ronja
ID Code:42734
Deposited On:10 Nov 2021 09:07
Last Modified:10 Nov 2021 09:07
Document Language:German/Deutsch
Status:Submitted
Refereed:Not peer-reviewed

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