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Intensivierung der Produktion und der Verbesserung der Qualität bei Säzwiebeln durch Sortenwahl und Düngungsstrategie - Zwischenbericht 2005

Weier, Ulrike and Rau, Florian (2006) Intensivierung der Produktion und der Verbesserung der Qualität bei Säzwiebeln durch Sortenwahl und Düngungsstrategie - Zwischenbericht 2005. [Intensification of the production and the improvement of the quality of seed onion by the selection of variety and strategy of fertilisation.] Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, D-Visselhövede , Gemüsebau.

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Summary

Teilversuch 1: "Entwicklung einer standortgerechten Nährstoffversorgung von Speisezwiebeln"
Bei relativ niedrigem Ertragsniveau (265 bis 300 dt/ha) reichte bei Säzwiebeln 'Profit' im Kulturjahr 2005 eine Aufdüngung des Nmin-Vorrat des Bodens auf insgesamt 90 kg N/ha (16 kg N/ha in 0-30 cm zur Saat) + N-Mineralisation zur Deckung des Stickstoffbedarfes aus.
Trotz langjährig viehlosem Betrieb ohne Misteinsatz und niedrigem Phosphatversor-gungsgrad (Klasse B) konnte bei weder durch Phosphatdüngung noch durch Spurenelementdüngung eine Ertragssteigerung erzielt werden.
Auch eine Variation des Kalium- oder des Schwefelangebotes hatte keinen Einfluss auf den Ertrag.
Die Versuchsergebnisse sind vor dem Hintergrund des relativ niedrigen Ertragsniveaus und aufgetretener Störungen im Bestand durch Nematoden zu interpretieren.
Teilversuch 2: "Feststellen der Sorteneignung für den ökologischen Anbau unter Berücksichtigung bestimmter Herkünfte"
Die Saatgutbelastung mit Fusarium ssp. bei zwei Sorten hatte keinen Einfluss auf den Feldaufgang dieser Sorten und führte auch nicht zu einem erhöhten Anteil fauler Zwiebeln zur Ernte. Es handelte sich vermutlich nicht um Fusarium oxysporum f. sp. cepae, den Erreger der Zwiebelbasalfäule.
In dem geprüften Sortiment von 12 Sorten Säzwiebeln Rijnsburger Typen bzw. Rijnsburger x Amerikaner gab es keine Resistenzen oder Toleranzen gegen Falschen Mehltau. Dies bestätigt die Ergebnisse des Jahres 2004.
Das Ertragsniveau 2005 lag bei 300 bis gut 400 dt/ha. Ertragsunterschiede ließen sich statistisch nicht absichern.
Teilversuch 3: "Beurteilung eines Vergleichs von Steckzwiebelanbau und des Anbaus gepflanzter Säzwiebeln"
Das Ausgangsmaterial – sowohl Steckzwiebeln als auch Saatgut – war im Versuchsjahr 2005 hinsichtlich Falschem Mehltau (Peronospora destructor) und Zwiebelbasalfäule (Fusarium oxysporum) gesund. Allerdings waren die Steckzwiebeln der Sorte 'Summit' von schlechter Qualität (ausgetrieben, vertrocknet, faul) und mussten vor der Verwendung im Versuch stark sortiert werden. Im Bestand trat Falscher Mehltau ab Anfang Juli auf, bei den Steckzwiebeln etwas früher und stärker als bei den gepflanzten Säzwiebeln. Ein Einfluss der Bestandesdichte war nicht feststellbar. Der Befall breitete sich rasch aus, ab Mitte Juli begann starker Schlottenknick und Anfang August war sowohl bei den Steckzwiebeln als auch bei den Säzwiebeln das Laub vollständig abgestorben.
Das Ertragsniveau war mit ca. 400 – 600 dt/ha insgesamt gut, bei 90 Pflanzen/m² tendenziell höher als bei 60 Pflanzen/m². Bei 'Sturon' erzielten die Steckzwiebeln höhere Erträge als die gepflanzten Säzwiebeln, bei 'Summit' lagen die gepflanzten Säzwiebeln deutlich über den Steckzwiebeln.
Insgesamt zeigte sich auch im zweiten Versuchsjahr, dass mit gepflanzten Säzwiebeln gegenüber Steckzwiebeln vergleichbare oder auch höhere Erträge erzielt werden können. Es scheint aber Unterschiede in der Eignung der Sorten für eine Vorkultur im Topf und anschließender Pflanzung zu geben. Der Frage der Sorteneignung und der optimalen Aussaatstärke pro Topf muss noch weiter nachgegangen werden. Auf jeden Fall bietet die Pflanzung vorkultivierter Säzwiebeln eine größere Sicherheit für den Anbauer. Probleme wie sie bei der Qualität der Steckzwiebeln durch die Vermehrungsbedingungen im Vorjahr oder auch die Lagerung auftreten können sind bei der Verwendung von Saatgut sehr viel geringer.
Teilversuch 4: "Einfluss der Sorte und der Düngung auf die Lagerungsfähigkeit und den Austrieb der Zwiebeln nach der Auslagerung"
Die Zwiebeln aus den Versuchen des Jahres 2004 wiesen insgesamt eine gute Lagerfähigkeit auf. Ein Einfluss der Stickstoffversorgung auf den Anteil marktfähiger Zwiebeln nach der Auslagerung war nicht festzustellen, ein Einfluss der Sorte deutet sich hinsichtlich des Anteils ausgetriebener Zwiebeln im Lager an.
Nach der Auslagerung trieben die Zwiebeln aus dem Sortenscreening relativ schnell und stark aus. Dabei waren Unterschiede zwischen den Sorten abzusichern. Ein Einfluss der Stickstoffversorgung während der Kulturzeit auf den Austrieb nach der Auslagerung war nicht festzustellen. Das Austriebsverhalten von Zwiebeln der Sorte 'Summit' aus dem Sortenscreening und aus dem Düngungsversuch war sehr unterschiedlich. Dies bedeutet möglicherweise, dass Einflüsse während der Kulturzeit größere Unterschiede im Austrieb nach der Auslagerung bewirken, als ein Einfluss der Sorte.


EPrint Type:Report
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 03OE056/1, Zwiebel, Zwiebeln, Säziebeln, Speisezwiebeln, Zwiebelsorte, Zwiebelsorten, Zwiebeldüngung, Spurenelementdüngung, Sortenscreening, Zwiebelnährstoffversorgung, Steckzwiebeln, Mehltau-Toleranz, gepflanzte Säzwiebeln, Lagerfähigkeit, Austrieb, Austriebsverhalten
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Breeding, genetics and propagation
Crop husbandry > Production systems > Vegetables
Crop husbandry > Composting and manuring
Research affiliation: Germany > Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen - KÖN
Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenbau
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=03OE056/1, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=03OE056/1&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen, http://www.oeko-komp.de, http://www.oekoring.de
Deposited By: Buck, Dipl. Ing. agrar Holger
ID Code:8213
Deposited On:18 May 2009
Last Modified:12 Apr 2010 07:33
Document Language:German/Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.
Projektleitung: Florian Rau, Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen GmbH
Der Schlussbericht des Projekts, in dessen Rahmen der vorliegende Zwischenbericht erarbeitet wurde, kann im Volltext unter http://www.orgprints.org/10768/ heruntergeladen werden.

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