Ehrlich, Dipl Ing. Maria Elisabeth (2006) Fettsäurenzusammensetzung (CLA, Omega-3-Fettsäuren) und Isotopensignatur (13C) der Milch ökologischer und konventioneller Betriebe und Molkereien. Wissenschaftliche Arbeit, Universität Kassel/ Witzenhausen, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften. [ Unveröffentlicht, ]
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Kurzfassung
In der vorliegenden Arbeit wurden 18 Konsummilchproben vom Februar 2006 von 15 Molkereien (6 ökologische und 9 konventionelle Milchproben) sowie 13 Tankmilchproben von 13 Milchviehbetrieben in drei definierten Regionen Deutschlands auf ihre Fettsäurezusammensetzung (u.a. CLA, Omega-3-Fettsäuren) und Kohlenstoffsignatur untersucht. Bei der Konsummilch wurde bevorzugt solche Milch ausgewählt, die mit besonderen Imagequalitäten beworben wird (z.B. „Alpenmilch“, „Bergbauernmilch“, „Landmilch“). Bei der Betriebsauswahl für die Tankmilchproben wurden pro Region jeweils zwei konventionelle und zwei ökologische Betriebe mit jeweils möglichst unterschiedlicher Bewirtschaftung ausgewählt (extensive versus intensive Bewirtschaftung). Die sofort nach Probenziehung tiefgefrorenen Proben wurden für die Fettsäurezusammensetzung extrahiert, mit TMSH verestert und gaschromatographisch (GC 6890, USA) bestimmt. Die Kohlenstoffisotope wurden mit einem Massenspektrometer(“continuous flow”- Gasisotopenverhältnis – Massenspektrometer, Delta Plus, Finnigan MAT, Bremen) gemessen.
Ökologisch erzeugte Milch hatte in dieser Untersuchung im Schnitt höhere Omega-3-Gehalte als konventionell erzeugte Milch (Konsummilch: 10,47 versus 7,72 mg/g Fett; Tankmilch: 11,2 versus 7,9 mg/g Fett). Hinsichtlich der CLA-Gehalte streuten die Werte sowohl bei Milch aus konventioneller als auch aus ökologischer Erzeugung sehr stark. Tendenziell wies die Milch aus Süddeutschland, sowohl Konsummilch als auch Tankmilch aus Einzelbetrieben, höhere CLA-Gehalte auf (Konsummilch: > 6 mg/g Fett, mit Ausnahme der Molkerei Allgäuer Alpenmilch; Tankmilch: > 9,5 mg/g Fett) als die Milch der anderen beprobten Molkereien (< 6 mg/g Fett) und Einzelbetriebe (< 5,5 mg/g Fett). Die Korrelation zwischen steigendem Maisanteil in der Ration und sinkenden Omega-3-Gehalten in der Milch war deutlich ersichtlich. Es wurde weiterhin festgestellt, dass beispielsweise die konventionelle „Alpenmilch“ der Molkerei Weihenstephan und die „Alpenfrische Vollmilch“ der Molkerei Allgäuer Alpenmilch zu einem erheblichen Anteil mit Hilfe von Mais und Maissilage erzeugt wurde (37 bzw. 43,5 %) und im Vergleich zu den anderen Milchproben mit die niedrigsten Gehalte an gesundheitlich wertvollen Fettsäuren aufwies (Omega-3-FS: 5,86 und 7,43 mg/g Fett; CLA: 6,7 und 5,08 mg/g Fett).
Milch und Milchprodukte können den Tagesbedarf an Omega-3-Fettsäuren und CLA nicht decken, jedoch einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Omega-3 und CLA-Versorgung des Menschen leisten.
| Art des Eintrags: | Hochschulschrift (Masterarbeit) |
|---|---|
| Schlagwörter: | Milch, Milchvieh, Omega-3-Fettsäuren, Konjugierte Linolensäuren, Isotopensignatur, Kohlenstoffisotopensignatur, gesundheitlich wertvolle Fettsäuren |
| Themengebiete: | Weitere > Lebensmittelsicherheit und -qualität, Gesundheit Tierhaltung > Nutztiere > Milchvieh Tierhaltung > Fütterung |
| Land/Organisation/Projekt: | Deutschland > Universität Kassel > Fachgebiet Ökologische Lebensmittelqualität und Ernährungskultur > Lebensmittelqualität Deutschland > Universität Kassel > Fachgebiet Tierernährung und Tiergesundheit > Rinder: Ernährung |
| Eingestellt von: | Ehrlich, Dipl.Ing. Maria |
| ID-Code: | 10446 |
| Eingestellt am: | 12 Feb 2007 |
| Letzte Änderung: | 20 Aug 2009 16:35 |
| Dokumentensprache: | Deutsch |
| Veröffentlichungsstatus: | Unveröffentlicht |
| Status wissenschaftlicher Begutachtung: | Eingereicht, noch nicht wissenschaftlich begutachtet |
| Ergänzende Informationen: | 1. Betreuer: Martin Hofstetter 2. Betreuer: Dr. Christian Schüler 3. Betreuer: Prof. Onno Poppinga |
Einstellende Person und Archivverwaltung: Kontrollseite des Eintrags




