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Reduzierung des Blattlausbefalls an ausgewählten Gemüsekulturen durch Mulchen mit verschiedenen Materialien und Farben

Hommes, Martin; Siekmann, Gitta; Piepenbrock, Olaf; Baur, Ursula; Fricke, Andreas and Thieme, Thomas (2003) Reduzierung des Blattlausbefalls an ausgewählten Gemüsekulturen durch Mulchen mit verschiedenen Materialien und Farben. [Reducing aphid infestations in selected field vegetables with mulches of different materials and colours.] Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Bonn, Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau.

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Summary

Ziel des Projekts war die Prüfung von Mulchmaterialien im ökologischen Pflanzenschutz zur Reduzierung des Blattlausbefalls in Freilandgemüse. Weizenstroh und farbige Polypropylenvliese wurden in diversen Gemüsekulturen auf mehreren Standorten in Norddeutschland eingesetzt. Versuchsdurchführung und Datenerhebung wurden durch extreme Niederschläge und durch Trockenheit und Hitze erheblich beeinflusst. Bei dem Einsatz von Strohmulch in Brokkoli, Buschbohne und Dicker Bohne war der Blattlausbefall auf einem von zwei Versuchsstandorten bis zu 50 % vermindert. Die Wirkung war auf einen verringerten Einflug von Blattläusen in strohgemulchte Parzellen zurückzuführen. Strohmulch zeigte in Kopfsalat keine Wirkung auf den Blattlausbefall. In Möhren war die Anzahl Blattläuse zu gering, um zur Auswertung beizutragen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Wirkung von Strohmulch von der Stärke des Blattlauseinflugs, der Blattfarbe der Pflanzenart sowie dem Bodentyp und der Witterung abhängig ist. Das Auftreten weiterer tierischer Schädlinge wie Raupen oder Gemüsefliegen als auch Krankheiten oder Nützlinge wurde durch Strohmulch nicht beeinflusst. Auch die Erträge von strohgemulchtem Gemüse unterschieden sich nicht oder nur geringfügig von ungemulchtem Gemüse. Der Einsatz von farbigen Mulchvliesen (Schwarz, Weiß, Grün, Rot, Blau, Dunkelblau, Silber) wurde in den Kulturen Brokkoli, Kopfsalat und Buschbohne getestet. Der Befall mit Blattläusen war in den Mulchfarben Silber, Rot und Weiß bis zur Hälfte reduziert. Dagegen schienen diese Farben attraktiv auf Schmetterlinge zu wirken. Jedoch waren die Unterschiede zur Ernte nicht mehr statistisch abzusichern. Die Anbauvarianten Kontrolle, Grün und Schwarz waren zeitweise am stärksten mit Blattläusen befallen. Ein Einfluss auf nützliche Antagonisten wie Parasitoide und Schwebfliegen wurde nicht festgestellt. Pflanzenbaulich befriedigten die Materialien Rot und Weiß mangels Unkrautunterdrückung nicht und verhinderten eindeutige Aussagen zum Ertragsvergleich. Das aluminiumbedampfte Silbervlies zeigte neben einem geringen Blattlausbefall auch die höchste Ertragssteigerung.

Summary translation

The aphid repelling properties of wheat straw and coloured polyethylene fleece in field vegetables were tested at several locations throughout Northern Germany during 2002 and 2003. Unfortunately, adverse weather conditions in both years affected the results and made their interpretation difficult. Straw mulch reduced the number of aphids in broccoli, bush bean and broad bean by up to 50 % compared to an unmulched control treatment, but this was not the case at all field sites. The positive effect is attributed to the change of colour contrast and the reflection of plant background. This discourages immigrating aphids from alighting. However, no effect of straw mulch could be found in head lettuce and carrots. The success of mulching seems to depend on the number of immigrating aphids, vegetable leaf colour, soil type and weather conditions. Straw mulch did not have an effect on other occurring pest insects such as lepidoptera or root flies and similarly for beneficial insects. Crop yields were almost the same in mulched and unmulched plots. Coloured fleece in black, white, green, red, blue and silver were tested in broccoli, head lettuce and beans. The number of aphids was reduced with silver-, red- and white coloured materials, whereas lepidoptera appeared to be attracted by these colours. At harvest any differences in aphid numbers were no longer statistically different. The highest number of aphids was occasionally found in vegetables mulched with green and black fleece as well as in the control. As with straw mulch no measurable effects were observed on beneficial insects such as parasitoids and syrphids. Red and white mulching materials were found to be problematic in suppressing weeds. The aluminium treated silver fleece was not only the most successful colour against aphids but also supported the highest yields.

EPrint Type:Report
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 02OE097, Mulch, ökologischer Pflanzenschutz, Blattlausbefall, Freilandgemüse, Weizenstroh, Polypropylenvlies
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Production systems > Vegetables
Research affiliation: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenschutz
Germany > Federal Research Centre for Cultivated Plants - JKI > Institute for Plant Protection in Horticulture and Forests
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=02OE097, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=02OE097&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen
Deposited By: Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
ID Code:16630
Deposited On:07 Jan 2010 10:59
Last Modified:12 Apr 2010 07:42
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Finanziert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.
Auftragnehmer: Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, D-Braunschweig
Projektleitung: Dr. Martin Hommes, Julius Kühn-Institut (JKI), Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst
Projektbearbeitung: Dr. Martin Hommes, Dr. Gitta Siekmann, Dipl. Forst W. Olaf Piepenbrock, Dr. Ursula Baur, Dr. Andreas Fricke, Dr. Thomas Thieme

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