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Die Ökozüchtung bei KWS mit besonderem Focus auf den Mais – Wie große Züchterhäuser Ökozüchtung betreiben

Schmidt, Walter (2008) Die Ökozüchtung bei KWS mit besonderem Focus auf den Mais – Wie große Züchterhäuser Ökozüchtung betreiben. Paper at: Bioland Wintertagung, Kloster Plankstetten, D-Berching, 11.-14. Februar 2008. [Unpublished]

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3660Kb

Summary

Zusammenfassung 1
- KWS will jedem Mais anbauenden Landwirt die für seinen Betrieb optimale Sorte anbieten
- Dies gilt für die konventionell wirtschaftenden Betriebe ebenso wie für die Ökobetriebe
- Die Ansprüche an die Sorten sind im Ökolandbau höher als in der konventionellen Landwirtschaft:
-- Die Sorten müssen eine exzellente Keimfähigkeit und Triebkraft besitzen, da nicht gebeizt wird
-- Da auch kein Mesurol als Repellents eingesetzt werden kann, müssen die Sorten mit einer deutlich tieferen Saatgutablage zurechtkommen
-- Die Sorten müssen eine viel bessere Konkurrenzkraft gegenüber dem Unkraut aufweisen, da keine Herbizide eingesetzt werden
-- Sie müssen auch (temporären) Stickstoffstress abpuffern können, da der Stickstoff erst spät zur Verfügung steht, weil keine, schnell wirksamen mineralischen Dünger eingesetzt werden dürfen
Zusammenfassung 2
- Aufgrund der unterschiedlichen Ansprüche an die Sorten ist die Rangierung der Sorten in der Ertragsleistung im Ökolandbau eine andere als auf konventionell bewirtschafteten Flächen
- Dies macht eine Sortenprüfung unter Ökobedingungen erforderlich
- Verfügt ein Ökozüchter auch über ein umfangreiches konventionelles Zuchtprogramm, dann ist es sinnvoll, dies für die Ökozüchtung mit zu nutzen
- Aufgrund der schwachen Konkurrenzfähigkeit von Inzuchtlinien gegenüber dem Unkraut ist eine Linienentwicklung auf Ökoflächen nur schwer möglich
- Deshalb bietet es sich an, die Linienselektion konventionell durchzuführen und die Ökoprüfungen erst auf dem Hybridniveau beginnen zu lassen
Zusammenfassung 3
- Es ist sicher ideal, wenn bereits während des Tests auf Allgemeine Kombinationsfähigkeit (GCA-Test) Ökostandorte in das Prüfnetz integriert werden, weil zu diesem Zeitpunkt noch auf annähernd die volle GCA-Varianz zugegriffen werden kann
- Dies setzt allerdings voraus, dass die Ökoprüfungen risikolos und mit großer Perfektion durchgeführt werden können
- KWS 5133 ECO ist in dieser Testphase entdeckt worden
- Wenn in einem Zuchtprogramm jedoch noch zu wenig Erfahrungen in der Durchführung von Ökoprüfungen vorliegen, ist es sinnvoller, die Ökoprüfungen ein oder zwei Jahre später einsetzen zu lassen, um Ausfälle von Prüforten vorzubeugen
- Selektiert man parallel das Zuchtmaterial sowohl unter Öko- wie auch konventionellen Bedingungen, erhält man für beide Wirtschaftsweisen optimale Sorten
- Die Ökozüchtung kann kostengünstig auf vorselektiertes Zuchtmaterial aus der konventionellen Sortenentwicklung zugreifen
- Die konventionelle Sortenentwicklung wird um Zuchtmaterial bereichert, das zusätzliche positive Eigenschaften besitzt, die eine höhere Ertragsstabilität gewährleisten


EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Paper
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 03OE651/2, Ökozüchtung, Zuchtprogramm, Mais, Sorten, Keimfähigkeit, Triebkraft, ökologischer Maisanbau
Subjects: Crop husbandry > Breeding, genetics and propagation
Crop husbandry > Production systems > Root crops
Research affiliation: Germany > Other organizations
Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenzüchtung
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=03OE651/2, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=03OE651/2&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen
Deposited By: Burger, Dr. Henriette
ID Code:15792
Deposited On:06 Jul 2009
Last Modified:12 Apr 2010 07:39
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed

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