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Aufzucht von Junghennen ausgewählter Hybridlinien im ökologischen Landbau

Gerlach, Florian (1999) Aufzucht von Junghennen ausgewählter Hybridlinien im ökologischen Landbau. [Rearing a selection of hybrid laying hens under the conditions of organic agriculture.] Thesis, Universität-Gesamthochschule Kassel, Fachbereich Landwirtschaft, Internationale Agrarentwicklung und Ökologische Umweltsicherung, Fachgebiet angewandte Nutztierethologie und artgemäße Nutztierhaltung. . [Unpublished]

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677Kb

Summary

Für den Bereich der Züchtung und Aufzucht von Legehybriden im ökologischen Landbau wird die Diskrepanz zwischen Zielen und Entwicklungsstand aufgezeigt. Die Zuchtfirmen der Legehybriden beginnen, den Markt alternativer Haltungssysteme wahrzunehmen. Die ökologische Aufzucht befindet sich in Bezug auf Umfang und Tiergerechtheit noch in den Kinderschuhen.
Im Rahmen eines mehrjährigen Projekts, das Legehybriden unter Praxisbedingungen des ökologischen Landbaus vergleicht, werden Bedingungen und Leistungen einer Aufzucht dargestellt und ausgewertet. Je eine Gruppe brauner Legehybriden der Linien Dekalb Gold, Shaver Starcross 577-SL und Tetra-SL wurde auf einem Aufzuchtbetrieb des ökologischen Landbaus aufgezogen. Am Versuch waren 3099 Tiere beteiligt (Dekalb: 1244, Shaver: 699, Tetra: 1156). Die Aufzuchtbedingungen wurden detailliert aufgenommen. Körpergewicht, Befiederung und Verletzungen wurden von der ersten bis zur achten Lebenswoche wöchentlich, danach in zweiwöchigem Abstand stichprobenartig erhoben.
Die Haltungsbedingungen wiesen Mängel in Hinblick auf Tiergerechtheit und Beeinflussung der Leistungsentwicklung auf. Die Tierentwicklung weist auf einen deutlichen Einfluss der Haltungsunterschiede hin, die zwischen den Gruppen bestanden. Der Zustand vor allem des Gefieders spiegelte die unterschiedlichen Haltungsbedingungen der Gruppen wider. Die Gruppe Shaver mit den besten Bedingungen u.a. in Bezug auf Besatzdichte, Einstreu, Stalleinrichtung und Stallklima hatte ein relativ gutes Federkleid ohne Verletzungen. Tetra und Dekalb mit untereinander vergleichbaren Haltungsbedingungen zeigten eine wesentlich schlechtere Befiederung und wiesen im Verlauf der Aufzucht Verletzungen auf. Alle drei Gruppen blieben bezüglich Gewichtsentwicklung und Gleichmäßigkeit hinter den Zielgewichten der Zuchtfirmen zurück. Die Gewichtsdifferenz zur 20. Lebenswoche war bei Tetra am geringsten, bei der Gleichmäßigkeit schnitt Dekalb am günstigsten ab. Die Gewichtsentwicklung gibt einige Hinweise auf Haltungseinflüsse, wies aber keine übermäßigen Unterschiede auf. Neben möglichen Herkunftsunterschieden ist vor allem die Gestaltung der Aufzucht für eine Bewältigung der in der ökologischen Geflügelhaltung verbreiteten Schwierigkeiten entscheidend.
Bemerkungen zu Praxisversuchen und Hinweise auf den weiteren Verlauf des Projekts schließen die Arbeit ab.

Summary translation

This thesis demonstrates the difference between aims and status quo of breeding and rearing hybrid laying hens in organic agriculture. Breeding companies are only beginning to apprecia-te the market potential of hybrid layers for alternative husbandry systems. Organic rearing of pullets is still in its early stages concerning its extent as well as issues of animal welfare.
In the context of a four-year-project comparing hybrid layers under on-farm conditions of organic agriculture, husbandry conditions and performances are described and evaluated for one rearing period.
One group each of brown layer hybrids of the breeding lines „Dekalb Gold“, „Shaver Starc-ross 577-SL“ and „Tetra-SL“ were reared on an organic farm. 3099 animals (Dekalb: 1244, Shaver: 699, Tetra: 1156) were reared for the trial. Rearing conditions were recorded in detail. A random sample of pullets was weighed and examined for injuries and plumage condition (weekly between the first and eighth week, fortnightly afterwards).
The recording of rearing conditions revealed deficiencies regarding animal welfare and in-fluence on animal performance.
Differences in the development of the pullets indicate a clear influence of husbandry coditions which differed between the groups. The different husbandry conditions of the groups were particularly reflected in differences in plumage condition. The group „Shaver“ which was subjected to the most favourable conditions (concerning stocking density, provision of litter, provision of feeders/drinkers and climatic conditions) showed relatively good plumage condi-tion without injuries. „Terta“ and „Dekalb“, with less favourable husbandry conditions clearly showed worse plumage condition and injuries in the course of the rearing period.
Neither of the three groups reached the objectives for body weight and weight uniformity provided by the breeding companies. At week 20, „Tetra“ was the group with the smallest difference in average weight compared with the objectives, while Dekalb was the most uni-form group concerning body weight. The development of body weight gave some indication of an influence of husbandry conditions, but did not show large discrepancies.
Apart from differences between breeds and strains, it is vital for to focus on the quality of the rearing period of pullets in order to solve the problems of organic poultry farming.
The thesis ends with remarks on on-farm experiments and on the further development of the ongoing research project.

EPrint Type:Thesis
Thesis Type:Diplomarbeit
Keywords:Junghennen, Aufzucht, Federpicken, Kannibalismus, Hybridzüchtung, Legehennen, Küken.
Subjects: Animal husbandry > Production systems > Poultry
Animal husbandry > Breeding and genetics
Animal husbandry > Health and welfare
Research affiliation: Germany > University of Kassel > Department of Farm Animal Behaviour and Husbandry
Deposited By: Gerlach, Florian
ID Code:781
Deposited On:24 Jun 2003
Last Modified:12 Apr 2010 07:27
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:1. Betreuer: Prof. Dr. habil. D. Fölsch und Dipl. Biol. C. Keppler
2. Betreuer: Prof. Dr. habil. G. Biedermann
Die in der Arbeit beschriebene Junghennenaufzucht erfolgte im Rahmen eines Projekts des Ökoring Schleswig-Holstein (Kontakt: Romana Holle, E-Mail oekoring.s-h@t-online)

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