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Möglichkeiten des Gemengeanbaus von Wintererbsen zur Körnernutzung – Effekte von Sorten, Saatstärken und Saatzeiten

Quendt, Ulrich (2014) Möglichkeiten des Gemengeanbaus von Wintererbsen zur Körnernutzung – Effekte von Sorten, Saatstärken und Saatzeiten. Abschlussbericht. Getreidezüchtungsforschung Darzau, D-Neu Darzau.

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Summary

In den Versuchsjahren 2013 und 2014 wurden 12 bzw. 8 Wintererbsengenotypen im Gemenge mit Triticale zu 4 Saatterminen (Mitte September, Ende September, Mitte Oktober und Ende Oktober) auf Überwinterungseignung, Bodendeckung, Standfestigkeit und Ertrag getestet. Im Versuchsjahr 2013 wurden in den Gemengen die Saatstärken für Erbsen von 60 kf. Kö/m² und für die Triticale von 100 kf. Kö/m² gewählt und im Versuchsjahr 2014 wurden die Erbsen mit 50 und 70 kf. Kö/m² mit jeweils 130 kf. Kö/m² Triticale angebaut. Es wurden vier hochwüchsige, weißblühende, halbblattlose Linien/Sorten (D6, C3, Afila, Stamm61), eine kurzwüchsige, weißblühende, halbblattlose Sorte (James), drei hochwüchsige, vollblättrige Linien/Sorten (I3, Stamm61, Karolina) und vier hochwüchsige, buntblühende, vollblättrige Linien/Sorte/genetische Ressourcen (L1, EFB33, Nischkes, Griechische) getestet. Als Gemengepartner wurde die Triticalesorte „Benetto“ verwendet. Neben den buntblühenden, vollblättrigen Genotypen haben sich auch weißblühende, vollblättrige und halbblattlose Genotypen als ebenbürtig in der Winterhärte und im Ertrag erwiesen. Lediglich der sehr kurzwüchsige, weißblühende, halbblattlose Genotyp James hat sich nur im Merkmal Standfestigkeit als vorteilhaft erwiesen. Für die späteren Saattermine war die Überwinterungsleistung höher als für die früheren. Eine frühe Saat beförderte die Bildung von Biomasse mit höheren Beständen, welche eine geringe Standfestigkeit aufwiesen. Zu den späteren Terminen waren die Bestände kürzer und der Erbsenreinertrag höher. Der höchste Erbsenreinertrag wurde in Abhängigkeit der Genotypen im Versuchsjahr 2013 zu den Saatterminen Ende September und Mitte Oktober erreicht und im Versuchsjahr 2014 zu den Saatterminen Mitte Oktober und Ende Oktober. Tendenziell ist eine höhere Aussaatstärke der Erbsen bei späteren Saatterminen zu bevorzugen, aufgrund der geringeren basalen Verzweigung und des witterungsbedingt schlechteren Feldaufgangs. Im Hinblick auf einen hohen Erbsenanteil im Erntegut hat sich die Aussaatstärke von 60 kf. Kö/m² Erbsen mit 100 kf. Kö/m² Triticale als gut erwiesen. Jedoch wurden für die Saattermine Mitte September und Ende September keine ausreichenden Standfestigkeiten erreicht. Durch die Erhöhung der Triticalesaatstärke auf 130 kf. Kö/m² sollte die Standfestigkeit verbessert werden. Aber aufgrund des starken Gelbrostbefalls im Versuchsjahr 2014 war der Getreidegemengepartner zu geschwächt, so dass auch bei höherer Saatstärke keine ausreichende Standfestigkeit erreicht wurde. Daher kann eine abschließende Empfehlung für die optimale Saatstärke der Gemengepartner für einen hohen Erbsenanteil im Erntegut noch nicht gegeben werden.


EPrint Type:Report
Keywords:Wintererbsen, Saatzeiten, Saatstärken, Sorten, Gemengeanbau
Subjects: Crop husbandry > Crop combinations and interactions
Crop husbandry > Production systems > Cereals, pulses and oilseeds
Research affiliation: Germany > Cereal Breeding Research Darzau
Deposited By: Quendt, Ulrich
ID Code:28491
Deposited On:24 Mar 2015 11:38
Last Modified:24 Mar 2015 11:38
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed

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