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Gesichtspunkte zum Rind in der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise und in der anthroposophischen Literatur

Kremer, Hans-Josef (2002) Gesichtspunkte zum Rind in der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise und in der anthroposophischen Literatur. Thesis, Universität Gesamthochschule Kassel, Fachgebiet Angewandte Nutztierethologie und Artgemäße Tierhaltung. Arbeitsmaterialien des Forschungsring, no. 11. Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V..

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Summary

Vor dem Hintergrund, daß im biologisch-dynamischen Landbau dem Rind als Haustier eine besondere Wertschätzung zukommt, beschäftigt sich diese Diplomarbeit mit den verschiedenen Gesichtspunkten, unter denen das Rind in der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise und in der anthroposophischen Literatur beschrieben wird.
Bei den verschiedenen Themen, unter denen das Rind „behandelt“ wird, hat man es oftmals mit Erfahrungen zu tun, die über die gewöhnlichen naturwissenschaftlichen Gesichtspunkte hinausgehen. Will man sie verstehen und in ihrem Wert beurteilen, muß man sich zuerst mit den Erkenntnismethoden, mit denen diese Anschauungen gewonnen wurden, auseinandersetzen. Sowohl die von Goethe entwickelte Methode des Studiums der organischen Natur, als auch Steiners Erkenntnis der „Dreigliederung des Organismus“, sowie Steiners weitere geistigen Forschungsresultate, zielen auf eine wissenschaftliche Erforschung der lebendigen, seelischen und geistigen Realitäten.
Aus den verschiedenen Gesichtspunkten zum Rind geht hervor, daß es seine wichtigste Bedeutung als Verdauungstier hat. Das Rind ist „ganz Verdauung“. Auch die Hörner dieses Wiederkäuers dienen vorzugsweise dazu, eine möglichst gründliche Verdauung sicherzustellen. Bei keinem anderen Tier, kommt der Bildungsprozeß des Stoffwechsels so stark zur Geltung, und gibt dem ganzen Wesen sein Gepräge, in seiner Gestalt, in der Form seiner Organe, in den Lebensprozessen und im Verhalten. Und das Produkt dieses Stoffwechselspezialisten, der Rinderdünger, bildet die „Ich-Anlage“ des landwirtschaftlichen Organismus. So wie jedes Tier „für die Welt“ eine Bedeutung hat, so auch das Rind: Als gründlichster Wiederkäuer nimmt es fortwährend „Erdenmaterie“ in sich auf und „vergeistigt“ diese. Wenn das Rind dann stirbt, wird seine „geistige Substanz“ von der Erde aufgenommen und „erneuert“ deren „innere Lebendigkeit“.
Bei der Tierhaltung geht es im biologisch-dynamischen Landbau nicht um extreme Einzeltierleistungen. Der möglichst in sich geschlossene landwirtschaftliche Organismus ist hier das Leitbild. Alle Maßnahmen der Haltung, Fütterung und Zucht sollten der Stoffwechsel-Betonung des Rindes möglichst gerecht werden, damit es durch seine Dünger-Qualität seine Aufgabe als „Ich-Anlage“ dieses landwirtschaftlichen Organismus möglichst gut erfüllen kann. Außerdem kommt der engen Mensch-Haustier-Beziehung eine besondere Bedeutung zu.


EPrint Type:Thesis
Thesis Type:Diplomarbeit
Keywords:Rind, Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise, Haustier, Tierzucht
Subjects: Animal husbandry > Production systems > Beef cattle
Research affiliation: Germany > University of Kassel > Department of Farm Animal Behaviour and Husbandry
Related Links:http://www.Forschungsring.de/literatur/
Deposited By: Kremer, Dipl. Ing. Agrar Hans-Josef
ID Code:2492
Deposited On:30 Apr 2004
Last Modified:08 Jul 2010 10:50
Document Language:German - Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed

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