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Die Bedeutung von Grasland und Futterbau für Tiergesundheit und Tierwohl

Leiber, Florian (2026) Die Bedeutung von Grasland und Futterbau für Tiergesundheit und Tierwohl. In: Bullletin 35. 33. Jahresversammlung der Schweizerischen Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften SGPW "Die Bedeutung von Grasland und Futterbau in einer nachhaltigen Landwirtschaft". 17.3.2026, Reckenholz, Schweiz, Schweizerische Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften SGPW-SSA, p. 10.

[thumbnail of leiber-2026-sgpwBulletin2026-Nr35-p10.pdf] PDF - Published Version - German/Deutsch
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326kB

Document available online at: https://zenodo.org/records/18852310


Summary

Die grasende Kuh ist das Marketing-Icon für tierische Lebensmittel schlechthin, auch wenn in Europa der überwiegende Teil des Rindviehs, wie aller anderen Nutztierarten auch, längst im Stall steht, und dort oft nur noch mit dem physiologischen Minimum an Raufutter gefüttert wird. In der Schweiz ist das etwas anders, was nicht zuletzt am sehr grossen Grasland-Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt.
Das Bild der grasenden Kuh verweist die Konsumierenden auf eine Vorstellung von Nachhaltigkeit, Tiergesundheit und Tierwohl, und das nicht zu Unrecht. Das Rind ist ein Steppentier, ein Grazer, perfekt daran angepasst, das tendenziell eher proteinarme Gras zu verdauen und seine tägliche Diät zu ergänzen mit den vorhandenen Kräutern, sowie Laub von Sträuchern und Bäumen. Gesundheit könnte man in diesem Kontext so definieren, dass das Tier in der Lage wäre, seinen eigenen Metabolismus durch Grasen und selektives Fressen von wirkstoffreichen Kräutern und nährstoffreichem Laub so zu balancieren und zu steuern, wie es seiner evolutionär entwickelten Physiologie entspricht. Und Tierwohl hiesse analog, dass die Kuh ihre entsprechenden Verhaltensweisen vollständig ausleben könnte.
Dies ist im landwirtschaftlichen Kontext aufgrund der
Produktionsrahmenbedingungen, der Genetik und des Zugangs zu Flächen nur noch eingeschränkt möglich. Aber das eigentliche Fressverhalten und die ursprüngliche Verdauungsphysiologie könnten wieder mehr zur Grundlage einer Tierwohl- und Tiergesundheitsperspektive gemacht werden, mit dem Ziel, verhaltensbasierte Einsichten in die Tierfütterung zu bekommen und zu nutzen. Darauf basierend ist die Rolle des Graslands nicht nur eine Ressource sondern auch ein funktionales Element artgerechter Fütterung.
Ähnliche Überlegungen gelten im Übrigen auch für Geflügel und Schweine, die als Omnivoren natürlicherweise auch einen Teil ihrer Ration aus Raufutter aufnehmen.


EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Paper
Keywords:Artgerechte Tierhaltung, Tierernährung, Huhn, Wiederkäuer, Abacus, FiBL50064, Graslandbasierte Tierhaltung
Agrovoc keywords:
Language
Value
URI
German - Deutsch
Grünland
http://aims.fao.org/aos/agrovoc/c_3366
German - Deutsch
Tierwohl
http://aims.fao.org/aos/agrovoc/c_443
German - Deutsch
Fütterung
http://aims.fao.org/aos/agrovoc/c_2838
Subjects: Animal husbandry > Feeding and growth
Animal husbandry > Health and welfare
Research affiliation: Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Animal > Animal nutrition
Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Animal > Animal welfare & housing > Grassland-based livestock systems
Deposited By: Forschungsinstitut für biologischen Landbau, FiBL
ID Code:57356
Deposited On:18 Mar 2026 12:58
Last Modified:19 Mar 2026 13:05
Document Language:German/Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed

Repository Staff Only: item control page

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