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Betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus, dargestellt am Beispiel der Milchproduktion in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (NÖ)

Kratochvil, R.; Kaliski, O.; Kirner, L. and Freyer, B. (2003) Betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus, dargestellt am Beispiel der Milchproduktion in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (NÖ). [Farm management and economic effects of organic milk production in the region Mostviertel- Eisenwurzen (A).] Berichte über Landwirtschaft, 81 (2), pp. 223-253.

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Summary

Im vorliegenden Beitrag werden die betriebs- und volkswirtschaftlichen Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus am Beispiel der Milchproduktion in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (A) diskutiert.
Der Vergleich zwischen biologischer und konventioneller Produktionsweise erfolgt anhand sechs verschiedener Betriebsmodelle (Betriebstypen Milchkuhhaltung bzw. Milch- und Mutterkuhhaltung mit jeweils einem extensiven, mittelintensiven, intensiven Modellbetrieb). Mittels Linearer Planungsrechnung werden der Gesamt- sowie der Vergleichsdeckungsbeitrag, der systembedingte Mehrkosten im Biobetrieb (Verbands- und
Kontrollkosten, Investitionen, Mehrarbeit) zusätzlich berücksichtigt, errechnet. Anschließend werden für die Betriebsmodelle Bilanzen der Treibhausgasemissionen erstellt, die monetär bewertet werden.
Die Berechnungen dieser Arbeit zeigen, dass in biologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieben bei entsprechend höheren Marktpreisen für Milch und Rindfleisch bessere Gesamtdeckungsbeiträge erzielt werde können, als in vergleichbaren konventionellen Betrieben. Selbst bei Annahme eines konventionellen Preisniveaus liegt der Gesamtdeckungsbeitrag (mit Ausnahme des intensivsten der sechs Betriebsmodelle) in allen Betrieben über dem konventionellen Ausgangswert. Der Vergleichsdeckungsbeitrag ist bei Bezahlung von Biopreisen zwar in allen Bio-Modellbetrieben gleich hoch oder höher als im konventionellen Referenzbetrieb, ohne Premiumpreise sinkt er jedoch (mit Ausnahme des intensiven Milch-Mutterkuhbetriebes) unter den Vergleichsdeckungsbeitrag bei konventioneller Wirtschaftsweise ab. Bezogen auf MJ Output, sinkt der Vergleichsdeckungsbeitrag/MJ in beiden Betriebstypen bei zunehmender Bewirtschaftungsintensität ab (extensiv > mittelintensiv > intensiv). Die externen Kosten nehmen bei biologischer Bewirtschaftung v.a. durch den Verzicht auf leichtlösliche mineralische Stickstoffdünger und geringere zugekaufte Mengen an Kraftfutter um 28 % in den Milchkuh-, um 24 % in den Milch-Mutterkuh-Betrieben ab. Bezieht man die externen Kosten auf den Output des Betriebes (kg Milch bzw. MJ Output), so liegen auch hier die von den Biobetrieben verursachten Kosten unter jenen der konventionellen.
Niedrigere externe Kosten bei ökologischer Wirtschaftsweise unterstützen somit die Forderung nach einer vermehrten Förderung des Biolandbaus sowie einer Verbesserung der Vermarktungs- und Absatzbedingungen biologischer Produkte zur Sicherung von Bio-Premiumpreisen und damit der betriebswirtschaftlichen Rentabilität der biologischen Landwirtschaft.


Summary translation

The objective of the contribution presented is to evaluate a widespread adoption of organic milk production in the region Mostviertel-Eisenwurzen from a farm management and economic point of view.
The comparison between conventional and organic milk production is based on Linear Programming (LP) Models drawn up for six different dairy farms (farm types dairy farming and dairysuckling-cow farming, each of it with a model for extensive, middle -intensive and intensive farming).
The results of the LP-Models show differences in marginal income and the marginal income less additional costs caused by conversion to organic farming like investments, inspection fee etc. Based on the LP-Models, the potential emissions of greenhouse gases of each farm model are quantified. In a next step, the external costs of different farming systems are assessed by linking the emissions to cost factors. In the case of premium prices for organic produce, marginal incomes are as a rule higher in the organic dairy farms. When assuming conventional prices, marginal incomes are usually still higher due to higher subsidies for organic farming. Reducing marginal income by additional costs occurring in organic farming, the figures for the organic model farms are less than those for the conventional ones. Due to the avoidance of N fertilizer and a lower input of bought in concentrates, organic dairy farms cause less external costs than conventional ones.
The aggregation of findings for the single farm models to the regional level results in a 28 % (dairy farming) and 24 % (dairy-suckling-cow farming) reduction in external costs under organic cultivation.

EPrint Type:Journal paper
Keywords:Umstellung, Deckungsbeitrag, biologische Landwirtschaft, ökologischer, organischer, volkswirtschaftliche Effekte
Subjects: Food systems > Policy environments and social economy
"Organics" in general
Farming Systems > Farm economics
Research affiliation:Austria > Univ. BOKU Wien > Sustainable Agr. Systems - IfÖL
Deposited By: Dorninger, michael
ID Code:4096
Deposited On:20 Dec 2004
Last Modified:12 Apr 2010 07:30
Document Language:German/Deutsch
Status:Published
Refereed:Peer-reviewed and accepted

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