relation: https://orgprints.org/id/eprint/32103/ title: Entwicklung von Gemüsesäulen als Element des City Farming und für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Marketinginstrument für die ökologische und nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft creator: Wolf, Birge creator: Heß, Jürgen subject: Vegetables subject: Education, extension and communication description: Von der Künstlerin Claire Pentecost initiiert und inspiriert durch die Arbeiten der CanYALove Stiftung in Nairobi, startete das Gemüsesäulen-Projekt als Kooperation zwischen Kunst und Wissenschaft auf der dOCUMENTA (13). Die Idee und auch die Umsetzung begeisterte viele Menschen im Sommer 2012 in Kassel auf der weltweit bedeutendsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst, wie durch Interviews der sog. „Worldly Companions“ - Laienführer für die dOCUMENTA - auch empirisch belegt wurde. „Kunst“ und Besucher waren zufrieden, die Wissenschaft nur bedingt, da die aufgebauten Säulen Probleme vor allem bei der Bewässerung und bei den physikalisch-chemischen Eigenschaften des verwendeten Substrates offenbarten. Im Winter 2012/13 wurde eine Auswahl von sechs Substratkompositionen und zusätzlich von zwei fertigen Dachgarten-Substrat-Mischungen im Labor und in Mini-Säulen auf ihre Eignung als Substrat für die Gemüsesäule untersucht. Drei dieser Substrate davon, selektiert anhand von verschiedenen Kriterien, wurden anschließend für einen Säulenversuch ausgewählt. Insgesamt wurden acht Säulen im Sommer 2013 auf dem Versuchsgelände der Universität Kassel in Witzenhausen aufgestellt. Dabei zeigte sich nur bei dem Substrat bestehend aus Lava, Bims, Torf und Kompost ein befriedigendes Pflanzenwachstum der Kohl-, Salat- und Buschbohnenpflanzen. In den anderen beiden Substraten trat eine Stickstofffixierung auf, die wahrscheinlich durch das in beiden Substraten eingesetzte Holzhäcksel verursacht wurde und das Pflanzenwachstum hemmte. Die eingesetzte Tröpfchenbewässerung mit Druckwasser erwies sich in der Lage, die Säulen gleichmäßig zu bewässern. Die zwei Säulen-Varianten mit druckloser Bewässerung und Wasservorratsbehälter lagen im Ertrag zurück. Ein sich anschließender Topfversuch der drei Substrate mit drei verschiedenen Düngestufen (auf Basis von Hornmehl und -späne) zeigte, dass auch bei den Substraten bestehend aus Ziegelsplitt, Kompost und Holzhäcksel bzw. Optigrün UrbanSoil, Kompost und Holzhäcksel mit höherer Aufdüngung ein gutes Pflanzenwachstum möglich ist. Bedingt durch das festgesetzte Projektende konnten die Substrate mit der höheren N-Düngung in der Großsäule nicht mehr geprüft werden. Aufbauend auf allen Ergebnissen wurde eine ausführliche Bauanleitung geschrieben, die es möglich macht, Gemüsesäulen nachzubauen und zu nutzen. Für den Projektträger BLE wurde zusätzlich eine spezielle Messesäule entwickelt und auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin Anfang 2014 ausgestellt. Auch hier zeigte sich durch die vielen positiven Rückmeldungen und interessanten Gespräche, dass die Gemüsesäule ein Blickfang ist, über den innovativ inhaltliche Themen transportiert werden können. So ist sie einsetzbar als Instrument in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und des Marketings für die ökologische und nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft. date: 2014 type: Report type: NonPeerReviewed format: application/pdf language: de identifier: /id/eprint/32103/1/32103-12NA048-uni-kassel-hesz-2014-gemuesesaeulen.pdf identifier: Wolf, Birge and Heß, Jürgen (2014) Entwicklung von Gemüsesäulen als Element des City Farming und für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie als Marketinginstrument für die ökologische und nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft. [Development and testing of vegetable pillars for city farming, as well as for education, public relations and marketing for the organic and sustainable food and farming sector.] Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Ökologischer Land- und Pflanzenbau, D-Witzenhausen .