home    about    browse    search    latest    help 
Login | Create Account

Bekämpfung der Blutlaus durch Freilassung von Blutlauszehrwespen aus Massenzucht

Downloads

Downloads per month over past year

View more statistics



Zimmer, J. and Hetebrügge, K. (2006) Bekämpfung der Blutlaus durch Freilassung von Blutlauszehrwespen aus Massenzucht. [Control of Woolly Apple Aphid by releasing Aphelinus mali from artificial rearing.] DLR Rheinpfalz, Kompetenzzentrum Klein Altendorf, D-Bad Neuenahr-Ahrweiler .

[img]
Preview
PDF - German/Deutsch (Schlussbericht)
670kB

Summary

Ziel des Projektes war die Erarbeitung eines Verfahrens zur Regulierung der Blutlaus (Eriosoma lanigerum), eines wirtschaftlich bedeutenden Schädlings im ökologischen Obstbau, gegen den es momentan keinerlei wirksame Bekämpfungsmöglichkeiten gibt. Hierzu wurde versucht, aus der Erfahrung vorangegangener Versuchsergebnisse ein Verfahren zur Bekämpfung der Blutlaus durch den Einsatz von Blutlauszehrwespen (Aphelinus mali) aus einer Nützlingszucht zu entwickeln und zur Praxisreife zu bringen. Die Zehrwespe ist ein natürlich vorkommender Gegenspieler, dem es aufgrund mangelnder Synchronisation zwischen Schädling und Nützling nicht rechtzeitig gelingt, den Schaden durch die Blutlaus zu verhindern. 2004 konnten mit dem Einsatz von parasitierten Blutlausmumien keine zufrieden stellenden Ergebnisse erzielt werden. Die Produktion der Mumien war für den Nützlingsproduzenten mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden. Die wünschenswerte Lagerung der Mumien führte zu hoher Mortalität und Verzögerungen im Schlupfverlauf. Die Versuche mit adulten Zehrwespen 2005 zeigten im Gegensatz zu den Versuchen mit Mumien im Vorjahr auswertbare Ergebnisse. Allerdings reichten auch hier die erzielten Wirkungsgrade nicht für eine vollständige Bekämpfung und damit der Vermeidung von Schäden an den Bäumen aus. Die Parasitierungsleistung von A. mali wird im Wesentlichen von zwei Faktoren beeinflusst: der Temperatur und der vorhandenen Lichtmenge. Unter normalen Witterungsbedingungen macht daher der zeitige Einsatztermin im Frühjahr keinen Sinn, da A. mali in der Regel keine geeigneten Vermehrungsbedingungen vorfindet. Zudem ist A. mali der Blutlaus in Bezug auf die Vermehrungsrate unterlegen. Ein Kombinationsverfahren mit einer Ölspritzung und nachfolgender Freilassung von Zehrwespen unter klimatisch günstigeren Bedingungen wurde 2006 durchgeführt und brachte mit Wirkungsgraden von etwa 60 % ähnliche Ergebnisse wie 2005. Die Blutlauszehrwespe A. mali ist in der Lage, den Befall durch die Blutlaus zu reduzieren, jedoch nicht zu regulieren und Schäden an den Bäumen vollständig zu verhindern.

Summary translation

The main goal of this project was the development of a strategy to control woolly apple aphid. Woolly apple aphid is an important destructive insect in organic apple production, which can hardly be controlled. A. mali is a natural enemy of woolly apple aphid. As there is a lack of synchronisation between host and beneficial insect, A. mali is not able to prevent the damage caused by woolly apple aphid. In 2004 the release of cards with parasitized mummies wasn´t successful. Producing mummies was difficult and their storage led to high mortalities and delayed hatching. Setting free adult A. mali in 2005 showed better results, but they were not good enough to control woolly apple aphid completely. The fertility of A. mali depends on temperature and light intensity. Under normal weather conditions in spring A. mali doesn´t find optimal conditions for its reproductions. As a result, a release of A. mali doesn´t make sense in spring. In 2006 the application of T-S forte (plant oil) in early spring reduced the growth of the aphid population and A. mali was released later when climatic conditions were suitable. Possible phytotoxic effects, however, must be taken into consideration whenever this plant oil is used. A. mali is able to reduce the woolly apple aphid population, but it cannot regulate it and totally prevent any damage to the trees. Lime sulphur has a high contact toxicity on A. mali, but it does not influence the population in the orchard. Artificial rearing of A. mali is possible, but much more expensive than 250€/ha which was set as a price limit.

EPrint Type:Report
Keywords:BÖLN, BOELN, BÖL, BOEL, FKZ 03OE524/1, Aphelinus mali, Blutlaus, Eriosoma lanigerum HAUSM., ökologischer Obstbau, Bekämpfung, Blutlauszehrwespen, Schädlinge, Nützlinge
Subjects: Crop husbandry > Production systems > Fruit and berries
Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Research affiliation: Germany > Federal States > Rheinland-Pfalz > DLR
Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenschutz
Related Links:http://www.bundesprogramm.de, https://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=03OE524&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen
Deposited By: Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
ID Code:33923
Deposited On:02 Oct 2018 09:37
Last Modified:02 Oct 2018 09:37
Document Language:German/Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.
Projektleitung: Dipl.-Ing. Jürgen Zimmer, DLR Rheinpfalz, Kompetenzzentrum Klein-Altendorf

Repository Staff Only: item control page