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Verbesserung der Heubergetechnik

Bohne, Björn and Hensel, Oliver (2016) Verbesserung der Heubergetechnik. [Improvement of hay processing.] Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Agrartechnik, D-Witzenhausen .

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PDF - German/Deutsch (Schlussbericht)
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Summary

Die Trocknung von Grüngut ist die die älteste Methode um den Haustieren während der vegetationslosen Wintermonate eine Futterkonserve in der Stallhaltung vorzulegen.
Diese Konvervierungsart wurde im Laufe der Zeit als Heubereitung definiert.
Grundlegende Voraussetzungen für den Erfolg der Heubereitung ist eine ausreichend lange Schönwetterperiode um den notwendigen Wasserentzug zu gewährleisten und eine schonende Grüngutbehandlung um das Abbröckeln von Pflanzenteilen zu minimieren.
Dies sind auch gleichzeitig die Herausforderungen, welche in der Vergangenheit dazu geführt haben, dass der Anteil der Heubereitung an der Grundfutterproduktion stetig zu Gunsten der im Feld einfacher durchzuführenden Silagebereitung zurückgegangen ist. Seit geraumer Zeit ist jedoch ein gegenläufiger Trend zu beobachten und das Interesse an der Heubereitung nimmt aufgrund der Vorteile dieses Futtermittels wieder zu. Als Gründe sind zu nennen: Tiergesundheitliche Vorteile, steigende Nachfrage nach Heumilchprodukten und gezielte öffentliche Förderung.
Ziel dieses Verbundprojektes war es daher die Heubereitung beispielhaft an verschiedenen Verfahrensschritten zu untersuchen und so zu einer „Verbesserung der Heubergetechnik“ beizutragen und einen aktuellen Stand des Wissens zu vermitteln. Die Projektstruktur war so angelegt, dass möglichst alle Teilarbeitsschritte der Verfahrenskette betrachtet wurden. Diese begannen bei der Werbetechnik, gingen über das Pressen und endeten bei der Untersuchung der Trocknungseigenschaften der Ballen. Ergänzt wurden die Untersuchungen um eine betriebswirtschaftliche Verfahrensbewertung welche insbesondere bei der Heutrocknung die Vielzahl unterschiedlicher Techniken zur Luftanwärmung einbezieht, wie Unterdachabsaugung, Luftanwärmung über Biogasabwärme, Hackschnitzelofen und die Entfeuchtertechnik. Als Informations- und Entscheidungshilfe für interessierte Betriebe zu erstellen, wurde das KTBL-Heft 113 „Belüftungsheu -Qualität, Verfahren, Kosten-“ erstellt, in dem das Thema Belüftungsheu in fundierter Form zusammengefasst wurde und so eine Grundlage für den interessierten Personenkreis darstellt.
Die Ergebnisse zeigen, dass mit einer an den jeweiligen Trocknungszustand des Grüngutes angepassten Maschineneinstellung eine Minimierung der Werbungsverluste bei raschem Wasserentzug möglich ist. Die Bauart der eingesetzten Technik ist dabei weniger entscheidend. Zudem besteht noch Entwicklungsbedarf bei den Methoden, welche zur Bestimmung der Verluste eingesetzt werden. die noch relativ neue Bürstenmethode erscheint dabei sehr vielversprechend. Zudem ist zur Absicherung der Heuqualität der Einsatz einer zumindest teilweisen Unterdachtrocknung unerlässlich.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit dem Verfahren Belüftungsheu eine hochwertiges Grundfutter bei gleichzeitig geringen Verlusten erzeugt werden kann. Einer angepassten Maschineneinstellung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Weitere Untersuchungen sind jedoch im Bereich der eingesetzten Methoden und bei der Bestimmung der Wirtschaftlichkeit notwendig.

Summary translation

In Germany, the interest in ventilation drying of hay has increased constantly for several years due to different reasons. On the one hand, there is a continuous increasing demand of hay milk products by customers as well as it is promoted by government-financed programs. On the other hand, there is a general interest on the farmers side in high-quality hay to feed increased ratio of hay in the diet of cows to improve animal health and thus to gain an economic benefit. In addition, many farms dispose of low-priced exhaust heat from biogas production. Conventional processing of hay has still to face the challenge to be dependent on the weather conditions throughout the subsequent solar drying in the field. An artificial, partially ventilation drying can reduce the field retention time and thus the risk of weather. Research on hay production ended in the 1970´s, nevertheless, since this time a lot of new machines for field curing and artificial drying hit the market. In this study the conventional field drying and the artificial drying of round bales from alfalfa were evaluated. The objective was the investigation of different methods for hay drying to optimize hay harvest and drying procedure. Measurements were carried out in drying time, leaf losses and air distribution in the round bales. In several field tests, the important technical parameters driving speed, implement speed etc. were modified and shattering losses, sward geometry, sorting effects and bale density were studied. In addition, the drying characteristics of large round bales were evaluated on a lab dryer and a large scale dryer.
To minimize the losses during on field drying time, knowledge about the fodder mixture is necessary. This knowledge combined with well-adjusted machines leads to a reduction of losses and to a uniform and accelerated process. The difficulty to reach decent moisture contents regarding product stability in highly compressed zones in the bale results in longer drying times. The influence on drying characteristics strongly depends on the air distribution throughout the bale. A dryer with two air inlets into the bale gave the best results. Temperature measurements at different positions and depths have been investigated to be useful to determine the progress and uniformity of the drying process. In general, a well-coordinated process during field and artificial drying leads to reduced quality losses due to climatic conditions and mechanical treatment. Nevertheless, more research in this area is needed, including implementation of test methods for shattering losses and drying progress.
One part of the results were published in the KTBL Heft Nr. 113 “Belüftungsheu –Qualität, Verfahren, Kosten-“

EPrint Type:Report
Keywords:BÖLN, BOELN, BÖL, BOEL, FKZ 12NA033, 12NA117, Heu, Belüftung, Bröckelverluste, Wirtschaftlichkeit
Subjects: Crop husbandry > Production systems > Pasture and forage crops
Farming Systems > Buildings and machinery
Research affiliation: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenbau
Germany > University of Kassel > Department of Agricultural Engineering and Agricultural Engineering in the Tropics and Subtropics
Related Links:http://www.bundesprogramm.de, https://orgprints.org/cgi/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=12NA033&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen, https://orgprints.org/id/saved_search/1506
Deposited By: Bohne, Björn
ID Code:30792
Deposited On:18 Nov 2016 10:17
Last Modified:09 Mar 2017 08:39
Document Language:German/Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.
Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Hensel, Universität Kassel, FB Ökologische Agrarwissenschaften, Fachgebiet Agrartechnik
Bei dem Vorhaben "Verbesserung der Heubergetechnik" handelt es sich um ein Verbundprojekt. Der Schlussbericht des Projektpartners FKZ 12NA117 wurde separat erstellt kann im Volltext unter https://orgprints.org/30790/ heruntergeladen werden.

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