home    about    browse    search    latest    help 
Login | Create Account

Die Auswirkung eines positiven Handlings auf die Ausweichdistanz und die Fleischqualität extensiv gehaltener Rinder

Probst, Johanna K.; Hillmann, Edna; Leiber, Florian; Kreuzer, Michael and Spengler Neff, Anet (2013) Die Auswirkung eines positiven Handlings auf die Ausweichdistanz und die Fleischqualität extensiv gehaltener Rinder. In: Frühjahrstagung 2013 - Schweizerische Vereinigung für Tierproduktion, p. 15.

[img] PDF - Published Version - German/Deutsch
Limited to [Depositor and staff only]

308kB

Summary

In der Studie wurde untersucht, wie sich eine Handling Methode (basierend auf TTouch®) auf extensiv gehaltene Limousin Kreuzungstiere (15 Monate alt) auswirkt. Vor Beginn des Handlings wurde der erste Ausweichdistanztest (AWD-Test) durchgeführt. Anhand dieser Ergebnisse wurden zwei Gruppen mit jeweils ähnlichen Ausweichdistanzen gebildet: eine Handlinggruppe (HG = 1♀, 4♂) und eine Kontrollgruppe (KG =2♀, 3♂). Das “head-neck-region Handling” wurde 10-mal für je 8 min innerhalb von 5 Wochen vor der Schlachtung durchgeführt und beinhaltete die Anwendung der TTouch® Methode an der Kopf-Hals Region der Tiere. Ein zweiter AWD-Test wurde nach allen Handlingsessions, kurz vor dem Schlachttermin durchgeführt. Blutserumproben wurden während des Entblutens am Schlachthof gesammelt und anschliessend hinsichtlich der Konzentrationen von Cortisol, Glukose und Laktat analysiert. Fleischproben des M. longissimus dorsi wurden nach drei Wochen Reifung hinsichtlich Fleischqualitätsparameter (Scherkraft, Garverlust, Fleischfarbe) untersucht. Die Daten wurden mit einem zweiseitigen Mann-Whitney-U-Test (exakt) statistisch überprüft. Unterschiede zwischen dem ersten und dem zweiten AWD-Test waren tendenziell grösser bei den Tieren der Handling Gruppe (W = 67, P = 0.056). Die Ausweichdistanz war bei den HG Tieren im zweiten AWD-Test geringer (mean = 70 cm, SE = 58.31) als bei KG Tieren (mean = 160 cm, SE = 62.29; p<0.05). Bei der Analyse der Blutparameter, der Fleischfarbe und den Garverlusten wurden keine Unterschiede zwischen den Beiden Gruppen gefunden. Die Scherkraft war jedoch tendenziell geringer bei HG Tieren (W = 4, P < 0.1; mean = 28.71 N, SE = 0.29) als bei KG Tieren (mean = 30.66 N, SE = 0.79). Ein positives Handling, 12 Wochen vor der Schlachtung bei extensiv gehaltenen Tieren angewandt, resultiert in einer verminderten Ausweichdistanz und in tendenziell zarterem Fleisch.


EPrint Type:Conference paper, poster, etc.
Type of presentation:Poster
Keywords:Kälberhandling, Schlachtung, schlachten, Fleischqualität
Agrovoc keywords:
LanguageValueURI
German - DeutschFLEISCHQUALITAEThttp://aims.fao.org/aos/agrovoc/c_12459
German - DeutschSCHLACHTENhttp://aims.fao.org/aos/agrovoc/c_7107
Subjects: Animal husbandry > Production systems > Beef cattle
Animal husbandry > Health and welfare
Research affiliation: Switzerland > FiBL - Research Institute of Organic Agriculture Switzerland > Animal Husbandry and Breeding
Switzerland > ETHZ - Agrarwissenschaften
Deposited By: Grand, Mr Gregor
ID Code:25670
Deposited On:07 May 2014 12:40
Last Modified:07 May 2014 12:40
Document Language:German/Deutsch
Status:Published
Refereed:Not peer-reviewed

Repository Staff Only: item control page