%A Fritz Heil %A Silvia Ivemeyer %A Peter Klocke %A Christophe Notz %A Ariane M?schli %A Claudia Schneider %A J?rg Spranger %A Michael Walkenhorst %T pro-Q: F?rderung der Qualit?t biologisch erzeugter Milch in der Schweiz durch Pr?vention und Antibiotikaminimierung. Abschlussbericht Mai 2003 bis April 2006 %X Zusammenfassung Ziel des pro-Q-Projektes ist die fl?chendeckende Tiergesundheits- und Milchqualit?tssicherung in der Biomilcherzeugung unter Bioverordnungs-konformen Bedingungen. Die Milch soll mit einem minimalen Einsatz chemischer Arzneimittel produziert werden. Dabei soll eine gute Eutergesundheit gew?hrleistet werden. Um diese Ziele zu erreichen, werden wichtige Negativfaktoren speziell f?r die Eutergesundheit im Betrieb definiert. Sanierungskonzepte werden mit der Landwirtin / dem Landwirt und dem Tierarzt / der Tier?rztin erarbeitet. Zur Darstellung der aktuellen Eutergesundheit werden die K?he und ihre Euter klinisch, die Milch zytobakteriologisch untersucht. Gemeinsam mit den Bestandesveterin?ren wird ein Therapiekonzept f?r erkrankte K?he erstellt, welches auf vorwiegend hom?opathischer Behandlung in Verbindung mit zus?tzlichen Massnahmen (z.B. h?ufigerem Ausmelken) beruht. Wesentliches Ziel ist dabei, das Therapiesystem derart umzustellen, dass der Einsatz von Antibiotika weitgehend vermieden wird. Ein wesentlicher Teil des Projektes ist die stetige Analyse aller verf?gbaren Daten mit darauf basierenden umfangreichen Informationen f?r Landwirt und Tierarzt. Die Ergebnisse der 78 mind. einj?hrig und 16 ?ber zwei Jahre betreuten Betriebe sind sehr unterschiedlich und m?ssen im Kontext der betriebsindividuellen prim?ren Sanierungsstrategien gesehen werden. W?hrend die Eutergesundheit sowie die Milchleistung im ersten Jahr kaum Unterschiede zeigen, werden die Herden im Durchschnitt etwas ?lter, insbesondere diejenigen mit prim?r besserer Eutergesundheit. Nach zwei Jahren zeigen sich in Betrieben mit schlechterer Eutergesundheit deutliche Verbesserungen der Zellzahl, w?hrend die euterges?nderen Betriebe sich verschlechtern. Dies ist in erster Linie auf die Umstellung auf antibiotikafreie Therapie zur?ckzuf?hren, wobei der Trend zum 3. Jahr hin wieder r?ckl?ufig ist. Es konnten bereits im ersten Jahr 15 von 19 Betrieben mit S. aureus-Problematik teilsaniert werden, 5 Herden davon sind vollst?ndig saniert. Ebenso erfolgreich gestaltet sich das Konzept in Betrieben mit gelbem Galt (Sc. agalactiae), die alle nach einem Jahr Galt-negativ waren. Die Zahl der antibiotischen Mastitisbehandlungen stieg insgesamt im ersten Projektjahr aus Sanierungsgr?nden, sank aber im zweiten deutlich unter das Niveau des Vorprojektjahres. Im zweiten Projektjahr werden 3 von 16 Herden antibiotikafrei gef?hrt. Das pro-Q-Projekt zeigt anhand von 5 Beispielbetrieben, dass sich das Programm wirtschaftlich f?r die meisten Betriebe bezahlt macht. Insgesamt gesehen weisen die Daten zudem darauf hin, dass sich ein relevanter Erfolg bez?glich der verschiedenen Kernziele vermutlich ab dem dritten Jahr einstellen wird. Dies ber?cksichtigend stellt das Projekt einen Erfolg f?r die TeilnehmerInnen dar und kann ?ber den Biolandbau hinaus empfohlen werden. Das hom?opathische Therapieprinzip hat zu keinen gravierenden Einbr?chen in der Eutergesundheit gef?hrt. Betriebe, deren Situation eine sofortige Umstellung auf das antibiotikafreie Therapiesystem gestattete, zeigten sehr positive Betreuungseffekte. Das Therapiesystem ist daher in den meisten F?llen als erfolgreiche Alternative zur Antibiose zu betrachten. Die Einf?hrung des Konzeptes im Biolandbau soll beispielgebend f?r andere Produktionsausrichtungen (z.B. integrierte Produktion) sein, die durchaus auch an dem Programm teilnehmen k?nnen. %D 2006 %K Mastitis, preventive veterinary medicine, Bestandes- und Komplemet?rmedizin, pro-Q %I Forschungsinstitut f?r biologischen Landbau FiBL, CH-Frick %L orgprints9924