@inproceedings{orgprints921, title = {Mais in der Futterration von Schweinen}, author = {Albert Sundrum}, year = {2002}, journal = {Fachtagung zur Erzeugung und Verwertung von Mais im \"Okologischen Landbau (Maistagung)}, keywords = {Mais, Futtermittel, Schweinefutter, Futterration}, url = {http://orgprints.org/921/}, abstract = {In der ?kologischen Landwirtschaft basiert die F?tterung der Nutztiere vorrangig auf der Nutzung wirtschaftseigener Futtermittel. Die Maispflanze kommt mit dem hohen Energieertrag pro Fl?che der begrenzten Verf?gbarkeit von energiereichen wirtschaftseigenen Futtermitteln sehr entgegen. In der konventionellen Schweineproduktion beschr?nkt sich die Nutzung der Maispflanze weitgehend auf die F?tterung von Corn-Cob-Mix (CCM). Wertgebender Inhaltsstoff ist dabei die St?rke, welche den hohen Gehalt an Umsetzbarer Energie (ME) von bis zu 16 MJ/kg T bedingt. CCM findet insbesondere in den Bundesl?ndern Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen eine breite Anwendung auf spezialisierten Schweinemastbetrieben. Die F?tterung von CCM setzt einen hohen Grad der Technisierung bei Ernte, Konservierung und Lagerung sowie bei der Futterzuteilung (v.a. bei Fl?ssigf?tterung) voraus, welches die Einsatzm?glichkeiten einschr?nkt. Auf ?kologisch wirtschaftenden Betrieben werden derzeit weder die Gr??enordungen bei den Tierbest?nden noch die Spezialisierungs- bzw. Technisierungsgrade erreicht, die den Einsatz von CCM wirtschaftlich machen. Dagegen kann unter den Zielsetzungen der ?kologischen Landwirtschaft dem Einsatz von Mais als Ganzpflanzensilage ein ma?gebliches Nutzungspotential zugesprochen werden. Der N?hrstoffgehalt der Maissilage spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr sind die di?tetischen Wirkungen von Maissilage als Zusatzfuttermittel im Hinblick auf die Optimierung von Tiergesundheit, Tierverhalten, Schlachtk?rperqualit?t und Umweltvertr?glichkeit von Belang. Die Rahmenbedingungen der ?kologischen Landwirtschaft schreiben eine t?gliche Vorlage von Raufutter vor. Maissilage besitzt im Vergleich zu anderen Raufuttermitteln wie Klee-(Gras)silage oder Heu eine hohe Attraktivit?t und Akzeptanz bei den Schweinen. Selbst bei Jungtieren werden die f?r di?tetische Wirkungen relevanten Mengen an Raufutter verzehrt. Als faserreiches Futtermittel kommt die Maissilage dem Nahrungsaufnahmeverhalten sowie dem Kau- und S?ttigungsbed?rfnis der Schweine entgegen. Eine erh?hte Speichelbildung, eine verbesserte Sekretion von Verdauungsenzymen und eine verbesserte Digestapassage beugen verschiedenen Verdauungsst?rungen insbesondere bei Absatzferkeln und Sauen vor. So kann durch die Aufnahme von Raufutter Verstopfungen entgegengewirkt und das Auftreten des Mastitis-Metritis-Agalaktie-Komplexes nach der Geburt drastisch reduziert werden. Bei der praxis?blichen rationierten Kraftfutterf?tterung in der Endmast zwecks Vermeidung einer ?berm??igen Verfettung wirkt die Maissilage den unterschiedlichen Folgewirkungen unzureichender S?ttigung wie dem Kannibalismus entgegen. Dar?ber hinaus kann mittels rohfaserhaltiger Futtermittel die organische Bindung im Kot erh?ht werden. Aufgrund verringerter Emissionspotentiale resultiert daraus eine erh?hte N?hrstoffverf?gbarkeit der wirtschaftseigenen D?ngemittel f?r das Pflanzenwachstum. Die verschiedenen Vorteile der Maissilage in der Schweinef?tterung k?nnen derzeit nur im Gesamtkontext der ?kologischen Landwirtschaft amortisiert werden. Unter konventionellen Rahmenbedingungen rentieren sich die Mehraufwendungen in der Regel nicht. Den diversen Vorteilen stehen verschiedene Nachteile gegen?ber. Neben den f?tterungstechnischen und arbeitswirtschaftlichen Mehraufwendungen geh?rt dazu insbesondere das erh?hte Risiko hinsichtlich des Pilzwachstums und damit einhergehende Belastungen mit Mykotoxinen. Die Aussch?pfung der mit der Maissilage verbundenen Nutzungspotentiale setzt eine Optimierung der Silier- und F?tterungstechnik sowie eine angemessene Honorierung der Zusatzleistungen voraus.} }