@unpublished{orgprints9118, title = {Di\"atzusammensetzung und Ver\"anderungen im Lebensstil: Interaktionen mit der biologischen Produktion }, author = {Karin Kaiblinger and Rosemarie Zehetgruber}, year = {2006}, keywords = {gesunde Ern?hrung, Qualit?t, Di?tzusammensetzung, Ern?hrungsempfehlungen}, url = {http://orgprints.org/9118/}, abstract = {Bei der qualitativen Beurteilung von biologisch erzeugten Lebensmitteln sind sowohl die Produktionsweise als auch die Beschaffenheit der Produkte selbst relevant. Es ist heute weitgehend unbestritten, dass die biologische Lebensmittelproduktion ?kologischer, ressourcenschonender, ethischer ist. Es mehren sich aber auch die Hinweise darauf, dass Bio-Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft mit sorgf?ltiger Weiterverarbeitung ern?hrungsphysiologisch und sensorisch bessere Qualit?ten aufweisen und damit sehr wertvoll f?r die menschliche Ern?hrung sind. ? Eine gesundheitsf?rdernde Ern?hrung braucht sowohl eine bedarfsgerechte Zusammenstellung als auch beste Rohstoffqualit?t. Der Zusammenhang zwischen einer ung?nstigen di?tetischen Zusammenstellung der Kost und Erkrankungen ist bewiesen. Auch eine Ern?hrung mit biologischen Lebensmitteln kann ung?nstig zusammengestellt und damit ?ungesund? sein. Und umgekehrt: die Ern?hrungsempfehlungen lassen die Rohstoffqualit?ten (biologische oder konventionelle Produktion, Pestizidcocktail, N?hrstoffverluste durch Transporte, Lagerung oder Verarbeitung) bis dato g?nzlich au?er Acht. ? Nachhaltig ist ges?nder Die Hauptern?hrungsprobleme unserer mitteleurop?ischen Kost liegen in der ?berversorgung mit Energie, Fett, ges?ttigten Fetts?uren, Eiwei? ? zusammengefasst: zu vielen tierischen Lebensmitteln (Wurst, Fleisch, fettreiche Milchprodukte?) - und einer relativen und tu. auch absoluten Unterversorgung mit hochmolekularen Kohlenhydraten, Ballaststoffen, mehrfach unges?ttigten Fetts?uren und einigen Mikron?hrstoffen: Fols?ure, Vitamin D, Panthothens?ure, Magnesium, Calcium, Jod, Eisen (bei Frauen) ? zusammengefasst: zu wenig Obst, Gem?se, Getreide, Fisch. Bei einer ? ern?hrungsphysiologisch empfehlenswerten - Reduktion des Anteils tierischer Lebensmittel von 39% auf die in Mittelmeerl?ndern ?blichen 24% w?re eine biologische Produktion, jedenfalls in Deutschland, fl?chendeckend m?glich (Seem?ller, 2000). ? Essen wirkt ? auf verschiedene Weise Auch kognitive Konzepte beeinflussen die Wirkung bestimmter Ern?hrungformen. Es gibt bisher nur erste Ans?tze zur Erforschung der gesundheitlichen Wirkung von ?Bio-Ern?hrung? auf den Menschen. Dabei bisher unbeachtet sind die Wirkungen der Bilder und Vorstellungen, die Menschen zu ?Bio-Ern?hrung? haben. ? Bio umsetzen ? Verh?ltnisse ?ndern Die Instrumente der Ern?hrungsempfehlungen der letzten 50 Jahre haben weitgehend versagt. Die Zusammensetzung der Ern?hrung ist weit von den Empfehlungen entfernt, obwohl das Wissen um eine ?gesunde Ern?hrung? in der Bev?lkerung steigt. In weit h?herem Ma?e als diese bestimmen externe Faktoren, wie soziale Gruppe, Arbeits- und Freizeitwelt und das konkret verf?gbare Speisen-Angebot (in der Kantine, beim Schulbuffet, beim B?cker, im Gasthaus etc.) das Essverhalten der Menschen. Projekte wie ?Food Literacy?, ?Bio in der Gro?k?che? oder ?Das gute Schulbuffet? zeigen uns, dass ?ber die konkrete Angebotsver?nderung auch das Ern?hrungsverhalten der Menschen ver?ndert werden kann. Conclusio: ? In Ern?hrungsempfehlungen sollten sowohl Erkenntnisse ?ber die g?nstige di?tetische Zusammensetzung wie ?ber die Rohstoffqualit?ten miteinbezogen werden. ? Ern?hrungsempfehlungen sollten auch Erkenntnisse ?ber die ?kologische und ?konomische Umsetzbarkeit enthalten und umgekehrt sollte die Planung von Produktion und Vermarktung Erkenntnisse der Ern?hrungswissenschaft ber?cksichtigen. ? N?chste Forschungsvorhaben m?ssen darauf abzielen, die Wirkung einer di?tetisch optimierten Ern?hrung mit biologischen Lebensmitteln auf Menschen zu erforschen. Und zwar hinsichtlich der stofflich-biochemischen als auch der gustatorischen, psychologischen und kulturellen Einfl?sse. ? Ern?hrungs-Verh?ltnisse ?ndern, also konkrete Angebotsver?nderung dort, wo Menschen verpflegt werden. } }