@inproceedings{orgprints9044, title = {Wie kann der Einfluss biologischer Lebensmittel auf den Menschen bewertet werden? Erfahrungen aus einer Klosterstudie.}, author = {Dr. Florian Leiber and Dr. Karin Huber and Dr. G.E. Dlugosch and Dr. Nikolai Fuchs}, year = {2006}, keywords = {Ern?hrung, Lednice 2006, Ern?hrungsversuch, Klosterstudie, Gesundheit}, url = {http://orgprints.org/9044/}, abstract = {Sofern der Wert biologischer Lebensmittel nicht ausschlie?lich durch ethische und ?kologische Standards definiert wird, muss er in Bezug auf den Menschen erfasst werden. Die Vergleichsuntersuchung einzelner N?hrstoffe ist wenig erfolgreich, da biologische Lebensmittel im Bereich wertgebender Inhaltsstoffe nicht systematisch besser sind als konventionelle Produkte (Strube & Stolz, 2005). Der Hauptgrund besteht jedoch darin, dass die quantitative Bewertung einzelner Substanzen nicht dem ganzheitlichen Ansatz der biologischen Produktion entspricht. Einige Bio-Forscher sind der Meinung, dass der Einfluss von Lebensmitteln auf die menschliche Gesundheit aus analytischer Sicht generell nicht verst?ndlich ist (Busscher et al., 2005), sondern eher mittels kontextabh?ngiger Konzepte wie z.B. dem Konzept der ?Inneren Qualit?t? (van der Burgt et al., 2005). In der Ern?hrungsforschung k?nnen einzelne N?hrstoffe oder Produkte sowie Gesamtdi?ten aus biologischen Lebensmitteln untersucht werden. Weiters muss die Erforschung des Menschen auf verschiedenen Ebenen, die von biologischen Lebensmitteln beeinflusst werden k?nnten, erfolgen. Das hei?t, wir m?ssen zwischen physischen, psychischen und geistigen Auswirkungen unterscheiden, wenn wir ein umfassendes Verst?ndnis der Komplexit?t erreichen wollen. Eine zukunftsweisende Ern?hrungsstudie zur Erfassung des Einflusses einer biologisch-dynamischen Gesamtdi?t auf das menschliche Wohlbefinden wurde durchgef?hrt, um erste Erfahrungen in diesem komplizierten und kaum ausgearbeiteten Forschungsbereich zu sammeln. Die Testpersonen waren 32 Nonnen in einem katholischen Kloster. In 3 aufeinander folgenden Testserien von jeweils 2 Wochen erhielten sie konventionelle Fertiggerichte, frisch zubereitete konventionelle und ebenfalls frisch zubereitete biologisch-dynamische Speisen und anschlie?end dasselbe in umgekehrter Reihenfolge. Am Ende jeder Testserie wurde eine breite Palette von Blutparametern analysiert sowie ein umfassender Fragebogen zum Wohlbefinden beantwortet. Der Fragebogen entsprach den Standardverfahren f?r die Erfassung psychologischen Wohlbefindens und k?rperlicher Beschwerden und enthielt Skalierungen f?r die spezifischen Untersuchungsthemen. Mittels des Fragebogens wurden folgende Ergebnisse gesammelt: demographische Daten, Erwartungen und Motivationen bez?glich der Ern?hrungsumstellung, Auswirkungen der Lebensmittel, Aktivit?ten und Ruhezeiten sowie psychisches und physisches Wohlbefinden. Trotz einer signifikanten Abnahme des systolischen Blutdruckes zu Beginn der biologisch-dynamischen Di?t, konnte keine weitere Ver?nderung der physiologischen Parameter beobachtet werden; eine deutliche Zunahme der immunologischen Aktivit?t wurde bei der Umstellung von Fertiggerichten auf frisch zubereitete Speisen nachgewiesen. Aus den Frageb?gen ging aber hervor, dass die biologisch-dynamischen Testperioden signifikante Verbesserungen des subjektiven geistigen, psychischen und physischen Wohlbefindens bewirkten. Es gibt keine Ergebnisse, die diese subjektiven Erfahrungen im Wohlbefinden auf physiologische Daten zur?ckf?hren k?nnten. Der Wert solcher Ergebnisse muss daher diskutiert werden. Einerseits fehlen objektive und von emotionalen Einfl?ssen unabh?ngige Daten, andererseits k?nnten gerade diese emotionalen und geistigen Ver?nderungen die wichtigsten Ergebnisse f?r eine ganzheitliche Betrachtung von Organismen und auch des Menschen sein. Diese Gegebenheit m?ssen im Zusammenhang mit den Methoden und Ergebnissen der Klosterstudie diskutiert werden. } }