@misc{orgprints804, number = {1/03}, title = {Legehennen bevorzugen langsame Mauser}, author = {Esther Zeltner}, publisher = {Stiftung oekologie \& Landbau}, year = {2003}, pages = {31--32}, journal = {SOEL-Berater-Rundbrief}, keywords = {Legehennen, Mauser, H?hnerhaltung, Freilandhaltung}, url = {http://orgprints.org/804/}, abstract = {Legehennen werden zunehmend nur noch ein Jahr gehalten. Was sich wirtschaftlich lohnt, ist technisch und ethisch nicht unproblematisch. Bei l?ngerer Nutzungsdauer erfolgt nach einem Legejahr die Mauser, wo sich das Tier regeneriert. Diese heikle Phase, die auch gezielt ausgel?st werden kann, hat das FiBL genauer unter die Lupe genommen. Legehennen werden heute normalerweise mit zirka 20 Alterswochen vom Aufzuchtstall in den Legehennenstall umgestallt. Diese Umstellung bedeutet f?r die H?hner Stress. Im Legehennenstall bleiben die H?hner ein Jahr lang. Anschliessend werden sie geschlachtet. Mit 68 Alterswochen ist somit das Leben der meisten Hennen zu Ende. Die kurze Nutzungsdauer ist aus technischen und ethischen ?berlegungen nicht unproblematisch. Beim Jahresumtrieb m?ssen jedes Jahr neue H?hner an den Stall gew?hnt werden. Was f?r den Betriebsleiter immer mit dem Risiko verbunden ist, dass eine Herde in ihrer Anpassungsf?higkeit ?berfordert ist. Die Folge davon kann Federpicken oder sogar Kannibalismus sein. Zudem werden in der Br?terei die m?nnlichen K?ken (zirka 50 Prozent) als Eintagesk?ken get?tet, da sie nicht f?r die Mast geeignet sind. Eine Verl?ngerung der Legedauer w?rde bedeuten, dass weniger m?nnliche K?ken get?tet werden m?ssen und die gut im Stall eingelebten Hennen l?nger genutzt werden k?nnen und somit ebenfalls weniger Tiermaterial ben?tigt wird. In einem ersten Versuch wurde ein Mauserprogramm gesucht, das m?glichst wenig Einschr?nkungen und somit m?glichst wenig Stress verursachen, aber trotzdem effektiv sein soll. Dazu wurden drei verschiedene Mauserprogramme getestet, nachfolgend schnelle Mauser, langsamere Mauser und Legepause genannt. Alle drei Mauserprogramme haben funktioniert, das heisst, die Legeleistung ist gesunken und hat sich nach der Mauser verbessert. Am st?rksten hat sie sich bei der schnellen Mauser verbessert. Allerdings war bei diesem Programm und bei der Legepause die Mortalit?tsrate sehr hoch. Bei der Legepause ist die Legeleistung stufig abgesunken und wieder angestiegen und die Erholphase mit Legeleistung null war sehr kurz. Dies deutet daraufhin, dass die Mauser bei diesem Programm nicht einheitlich ausgel?st wurde. Die Bruchfestigkeit der Eier und die Qualit?t des Eiklars konnte mit dem Programm mit Zugang zum Aussenklimabereich am st?rksten verbessert werden. Diese Gruppe hatte nach der Mauser auch das beste Gefieder. Beim Verhalten konnten keine grossen Unterschiede festgestellt werden. Anhand der bereits wieder auftretenden Gefiedersch?den bei der schnellen Mauser und der Legepause scheinen aber die Hennen nach der langsamen Mauser weniger aggressiv und daher vermutlich auch weniger gestresst zu sein. Das Projekt wird auf der Basis der langsamen Mauser mit Zugang zum Aussenklimabereich weitergef?hrt. Auf einigen Biobetrieben werden Mauserumtriebe durchgef?hrt, um die Umsetzung in grossen Herden und die Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. } }