%A Institut f?r Epidemiologie und Resistenz Bundesanstalt f?r Z?chtungsforschung an Kulturpflanzen %T Verbesserung der Resistenz gegen den Erreger des Braunrostes (Puccinia triticina) in Weizenformen des ?kologischen Landbaus, Einkorn (Triticum monococcum), Emmer (Triticum dicoccum) und Dinkel (Triticum spelta) %X Genetisch unterschiedliche Weizenarten wurden auf Resistenz gegen den Erreger des Braunrostes evaluiert. Diploide (Einkornreihe), tetraploide (Emmerreihe) und hexaploide (Dinkelreihe) Weizenarten aus Genbanken und von Z?chtern des konventionellen und ?kologischen Landbaus wurden gesammelt und auf Resistenz untersucht. In die Untersuchungen wurde in der Einkornreihe noch Wildeinkorn und in der Emmerreihe noch Rauweizen eingeschlossen. Von 1051 Akzessionen wurden 733 einer eingehenden Resistenzpr?fung unterzogen, die restlichen Genotypen schieden wegen zu geringer Frosth?rte im Feld oder hoher Anf?lligkeit aus. In Einkorn wurden 13 Genotypen mit einem hohen Grad von pr?haustorieller Resistenz ausgelesen. Die pr?haustorielle Resistenz bewirkt, dass der Pilz noch vor der Bildung von Haustorien sein Wachstum einstellt. Die Pflanze bleibt v?llig gr?n, weil der Pilz nicht eindringen kann, und sie sich nicht durch Hypersensitivit?tsreaktionen wehren muss. Die pr?haustorielle Resistenz wirkt unspezifisch gegen?ber Pilzisolaten, da sie eine breite genetische Grundlage hat. Es wird vermutet, dass sie eine dauerhafte Wirkung besitzt. Diese Resistenzform w?rde besonders in Hart- und Weichweizen einen Z?chtungsfortschritt bewirken, da dort eine solche Resistenzform bislang nicht genutzt wird und die Dauerhaftigkeit ein wichtiges Problem darstellt. Bei Emmer und Rauweizen wird partielle Resistenz h?ufig beobachtet. Bei dieser Resistenzform werden nicht an allen Infektionsstellen Rostpusteln entwickelt, so dass je nach Genotyp ein unterschiedlicher Befall auftreten kann. Die selektierten Genotypen k?nnen nach Leistungspr?fungen direkt genutzt werden. Eine ?bertragung dieser Resistenzform in andere Weizenarten ist f?r Hartweizen interessant. Auch die Selektion resistenter Genotypen bei Dinkel war erfolgreich. Ihre H?ufigkeit ist allerdings sehr gering, da nur 2 Linien ein hohes Resistenzniveau besitzen. Um die Resistenz in breiterem Umfang in der Z?chtung verwenden zu k?nnen, ist ihre ?bertragung in mehrere Dinkellinien mit guten agronomischen Eigenschaften sinnvoll. Die entdeckte pr?haustorielle Resistenz wird durch Gene gesteuert, die neu und z?chterisch besonders interessant sind. Gene f?r partielle Resistenz sind bereits von unserem Brotweizen bekannt. Die Neuheit der in Emmer und Rauweizen identifizierten Resistenzgene muss deshalb erst nachgewiesen werden. Das gleiche trifft f?r Dinkel zu, nachdem eine resistente Sorte zugelassen wurde und sich weitere resistente St?mme in der Wertpr?fung befinden. In jedem Fall setzt die effektive Verwendung der neuen Resistenzgene in der Z?chtung umfangreiche genetische Analysen voraus. %D 2003 %K B?L, BOEL, FKZ 02OE028, Braunrost, Resistenzz?chtung, Resistenz, Getreidez?chtung, Puccinia triticina %I Bundesanstalt f?r Landwirtschaft und Ern?hrung (BLE), Bonn %L orgprints7830