%A D. Ulrich %A K. Borschel %A E. Hoberg %A R. Quilitzsch %A W. Sch?tz %T Vergleichende Qualit?tsuntersuchungen von alten und neuen Gem?sesorten zur Entwicklung von Zuchtzielen f?r den ?kologischen Gem?sebau %X Am Beispiel der Gem?searten M?hren und Kohl wurden alte und neue Sorten sowie Sorten aus biologisch-dynamischer Selektion auf ihre Qualit?tsmerkmale hin verglichen. Der Anbau erfolgte nach biologisch-dynamischen Landbaumethoden auf dem Dottenfelderhof in Bad Vilbel. Im Projekt kam ein breites Methodenspektrum zum Einsatz, das Geschmacksuntersuchungen mittels Humansensorik und instrumenteller Analytik umfasste. Diese Untersuchungen geben Aufschluss ?ber die Zusammenh?nge verschiedener ?u?erer und innerer Qualit?tsmerkmale von insgesamt 39 M?hren- und 30 Kohlsorten. Bei M?hren wurden durch die Humansensorik in beiden Jahren Hybridsorten (Espredo, Bolero) aufgrund ihrer hohen S??e als die jeweils beliebteste Sorte ermittelt. Diese Feststellung ist in ?bereinstimmung mit Ergebnissen der Ern?hrungswissenschaft, dass allgemein eine Pref?renz zu sehr s??en Nahrungsmitteln zu verzeichnen ist. Aus der Sicht des ?kologischen Landbaus werden allerdings samenfeste Sorten bevorzugt, die neben dem s??en Geschmack auch ein typisches Aroma charakterisiert aufweisen. Die am Dottenfelderhof angewendete Selektion auf Geschmack zeigt hierbei insbesondere bei den Rodelika-Typen einen deutlichen Z?chtungsfortschritt in Richtung auf eine h?here sensorische Qualit?t. Durch die Aromaanalytik mittels Festphasen-Mikroextraktion konnten die Terpene Myrcen und Caryophyllen als Negativkomponenten (Off-flavour) ermittelt werden. Hier sollte gepr?ft werden, inwieweit sich diese Inhaltsstoffe als Markersubstanzen f?r eine Geschmacksselektion eignen. Bei Kohl zeichnet sich die Sorte Holsteiner Platter durch die h?chste Beliebtheit aus. Zwischen dem Gehalt an Glusosinolaten (gesundheitlich positiv und negativ wirksame Inhaltsstoffe) und den anderen Qualit?tsparametern, insbesondere dem Geschmack, besteht kein strenger Zusammenhang. Im Ertrag stehen die samenfesten Sorten gleichrangig neben den Hybridsorten. Eine weitere Bearbeitung bez?glich der Uniformit?t der samenfesten Sorten w?re aber w?nschenswert. Auf Grundlage der Ergebnisse k?nnen Ziele f?r eine qualit?tsorientierte Z?chtung im ?kologischen Gem?sebau erarbeitet werden. %D 2004 %K B?L, BOEL, FKZ 02OE027, Gem?sesorten, M?hre, M?hren, Karotte, Karotten, Kohl, Kraut, biologisch-dynamische Selektion, Qualit?tsmerkmale, Sorten, qualit?tsorientierte Z?chtung %I Bundesanstalt f?r Landwirtschaft und Ern?hrung (BLE), Bonn %L orgprints7551