@inproceedings{orgprints7183, editor = {Marcus Boos}, title = {Herbstapplikationen mit Schwefel ? eine neue M\"oglichkeit zur Bek\"ampfung der Birnenpockenmilbe Eriophyes pyri}, author = {Claudia Daniel and Christian Linder and Eric Wyss}, publisher = {F\"ordergemeinschaft \"Okologischer Obstbau e.V. (F\"OKO), Traubenplatz 5, D-74189 Weinsberg}, year = {2006}, pages = {47--54}, journal = {ecofruit - 12th International Conference on Cultivation Technique and Phytopathological Problems in Organic Fruit-Growing: Proceedings to the Conference from 31st January to 2nd February 2006 at Weinsberg/Germany}, keywords = {Entomologie Obstbau, Birnenpockenmilbe, Herbstapplikation, Schwefel, Birne, sulphur, Eriophyes pyri, Phytoptus pyri, Acari, Eriophydae}, url = {http://orgprints.org/7183/}, abstract = {Trotz ihrer geringen K?rpergr?sse von nur 0.16 - 0.20mm kann die Birnenpockenmilbe, Eriophyes pyri (Pagenstecher) (Acari: Eriophyidae) starke Sch?den an Bl?ttern und Jungfr?chten von Birnen verursachen. Die befruchteten Weibchen ?berwintern in Kolonien unter den Knospenschuppen und besiedeln schon im zeitigen Fr?hjahr die sich entfaltenden Bl?tter (Jeppson et al. 1975). Durch die Einwanderung der Milben ins Blattmesophyll wird die Bildung von Blattpocken ausgel?st (Baillod & H?hn 1991). Gesch?tzt im Inneren der Pocken findet die Eiablage und Juvenilentwicklung statt. Die jungen Adulten der n?chsten Generation verlassen die Pocken, um neue Bl?tter zu besiedeln. Pro Jahr k?nnen 2-4 Generationen beobachtet werden (Alford 1992, Bovey et al. 1979, Friedrich & Rode 1996). Bei starkem Befallsdruck werden auch Bl?tenkelche und Jungfr?chte angegriffen, was zu Deformationen, Berostungen und vorzeitigem Fruchtfall f?hrt (Easterbrook 1996). Im Sp?tsommer beginnen die Weibchen mit der R?ckwanderung zu den Winterverstecken. Durch ihre versteckte Lebensweise im Inneren der Blattpocken sind die Milben sehr gut vor dem Einfluss von Pflanzenschutzmitteln gesch?tzt. Bisher wurden Bek?mpfungsma?nahmen nur im zeitigen Fr?hjahr durchgef?hrt, wenn die Milben ihre Winterverstecke verlassen und die jungen Bl?tter besiedeln (Stadium 51- 53 BBCH, Meier et al. 1994). Zur Wirksamkeit dieser Austriebsspritzungen gibt es mehrere Untersuchungen: Laffi & Ermini (1989) erreichten mit Mineral?lapplikationen beim Knospenschwellen Wirkungsgrade von 34% bis 93%. Easterbrook (1996) erw?hnt einen Wirkungsgrad von 72-78% bei Schwefelspritzungen im zeitigen Fr?hjahr, stellt jedoch fest, dass die Wirkung stark von den Temperaturbedingungen abh?ngig ist. Klett (1965) und Auger et al. (2003) zeigen, dass f?r eine akarizide Wirkung von Schwefel ein Temperaturminimum von 17?C n?tig ist. Weiterhin konnten Auger et al. (2003) nachweisen, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit die akarizide Wirkung von Schwefel unterst?tzt. Im Schweizer ?ko-Anbau werden Mineral- oder Raps?lspritzungen bei Knospenaufbruch angewendet, um den Befallsdruck zu senken. Eine ausreichende Kontrolle der Birnenpockenmilbe wird damit jedoch oft nicht erreicht. Schwefel kommt nicht zum Einsatz, da die Temperaturen zu diesem Zeitpunkt oftmals noch sehr niedrig sind. Im Fr?hjahr 2003 wurde ein Kleinparzellenversuch angelegt,um die Wirkung der herk?mmlichen Mineral?lspritzungen zu evaluieren. Ausgehend von der ?berlegung, dass die Milben ihre sch?tzenden Pocken im Herbst wieder verlassen m?ssen, um zu den Winterverstecken zu gelangen, wurde im Herbst 2003 ein weiterer Kleinparzellenversuch mit Schwefel, Mineral?l und Kaolin angelegt. Die Behandlungen wurden direkt nach der Ernte durchgef?hrt, um noch von den milden Temperaturen im September zu profitieren. Zur Verifizierung der Ergebnisse wurde im Herbst 2004 ein Grossparzellenversuch durchgef?hrt.} }