@unpublished{orgprints685, month = {June}, title = {Mastitisdisposition in Abh\"angigkeit von wesenstypischen Verhaltens- und Verdauungseigenschaften in einer Milchviehherde }, school = {Universit\"at Kassel, Fachbereich \"Okologische Agrarwissenschaften}, author = {Silvia Ivemeyer}, year = {2002}, keywords = {Wiederkaut?tigkeit, Verdauung, Mastitis, Milchvieh,Tiergesundheitsf?rdernde Rahmenbedingungen, Konstitution }, url = {http://orgprints.org/685/}, abstract = {Die Gesundheit der Kuh ist auf biologisch-dynamischen Betrieben aufgrund der Stellung der Kuh im Betriebsorganismus und der Qualit?t der Milch als Lebensmittel ein zentrales Anliegen. Die Mastitis ist das gr??te Gesundheitsproblem des Milchviehs. In jeder Herde gibt es aber K?he, die gar nicht oder weniger an Mastitis erkranken als ihre Herdengef?hrtinnen. Somit liegt es nahe, zu fragen, wodurch diese individuellen Unterschiede in der Mastitisdiposition begr?ndet sind. Die Verdauungst?tigkeit ist eine wesentliche arttypische Eigenschaft des Rindes und wird im Dissertationsprojekt "Wesentliche arttypische Eigenschaften und Mastitisdisposition beim Rind" von Anet Spengler Neff als entscheidender Einflussfaktor auf die Konstitution der Kuh betrachtet. Um einen Vergleich mit der Mastitisdisposition anstellen zu k?nnen, m?ssen individuelle Unterschiede der K?he bez?glich der Verdauungseigenschaften gefunden werden. Dies ist am besten bei Tieren innerhalb einer Herde m?glich, da diese K?he unter den gleichen Haltungs- und F?tterungsbedingungen leben und sich somit individuelle Unterschiede zeigen k?nnen. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, diesen Zusammenhang von Mastitisdiposition und Verhaltens- und Verdauungseigenschaften anhand der aus 30 rot- und schwarzbunten K?hen bestehenden Milchviehherde der biologisch-dynamischen Hofgemeinschaft Gut Rothenhausen zu pr?fen. Hierzu wurden anhand von Verhaltensbeobachtungsmethoden mit sechs Parametern zur Wiederkaut?tigkeit und einem zum Fre?verhalten und anhand der K?rperkondition (Body condition scoring) und der Mistbeurteilung die Verdauungseigenschaften der Tiere dargestellt und individuelle Unterschiede gesucht. Die sechs Parameter zur Wiederkaut?tigkeit sind Gesamtwiederkauzeit/ Tag, mittlere H?ufigkeit und Dauer der Wiederkauperioden, Zeit/ Wiederkaubissen, Kieferschl?ge/ Wiederkaubissen und Zeit/ Kieferschlag (Kaugeschwindigkeit). Die Mastitisdisposition wurde durch den Zellgehalt und die Leitf?higkeit der Milch beschrieben. Um ein umfassendes Bild der einzelnen Tiere der Herde darzustellen, wurden zudem von allen K?hen Charakterbeschreibung, Krankheitsgeschichte, Stellung in der Rangordnung, Widerristh?he und Hornform aufgef?hrt. Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich ?ber ein halbes Jahr von Oktober 2001 bis April 2002. Mit Hilfe von Unterlagen des Betriebes konnten zu Zellgehalt der Milch und Krankheitsgeschichte auch Ergebnisse ?ber diesen Zeitraum hinaus verwertet werden. Bei allen Parametern der Wiederkaut?tigkeit zeigten sich individuelle Unterschiede der Tiere dadurch, dass die interindividuellen Unterschiede gr??er waren als die durch die Wiederholungen der Untersuchungen bedingten intraindividuellen Unterschiede der K?he. Bis auf die Gesamtwiederkauzeit/ Tag erwiesen sich die Parameter zur Wiederkaut?tigkeit als stabil, d.h. die Ergebnisse waren im Untersuchungszeitraum der Winterf?tterung wiederholbar. Die Untersuchungen des Fre?verhaltens und der Mistbeurteilung lieferten keine verwertbaren Ergebnisse. Durch Korrelationspr?fungen zeigte sich, dass einige Verdauungseigenschaften mit Alter und Gewicht der Tiere in Zusammenhang stehen. Dies trifft vor allem f?r die Kaugeschwindigkeit, aber abgeschw?cht auch f?r die H?ufigkeit/ der Wiederkauperioden und die Zeit/ Wiederkaubissen zu. Ein Zusammenhang von Mastitisdisposition und Verdauungseigenschaften l?sst sich signifikant lediglich zwischen der K?rperkondition und dem Zellzahlgehalt der Milch finden, wobei die K?rperkondition wiederum signifikant mit der Kaugeschwindigkeit korreliert. Tiere mit geringerer K?rperkondition haben sich in der untersuchten Herde als vermehrt an Mastitis erkrankt gezeigt. Ob dieser Zusammenhang allgemeing?ltig oder herdenspezifisch ist, ist noch ungekl?rt. } }