%A Esther Zeltner %A Helen Hirt %J DGS-Magazin %T Legehennen im Biolandbau l?nger nutzen %X Legehennen werden heute normalerweise im Jahresumtrieb gehalten. Die Umstellung vom Aufzuchtstall in den Legehennenstall bedeutet f?r die H?hner eine Belastung, die umso gr?sser ist, je mehr sich das Aufzuchtsystem vom Legehennensystem unterscheidet. Mit 68 Alterswochen ist das Leben der meisten Hennen zu Ende. Die kurze Nutzungsdauer ist aus technischen und ethischen ?berlegungen nicht unproblematisch. Die j?hrliche Eingew?hnungsphase der H?hner an den Stall ist f?r den Legehennenhalter immer mit dem Risiko verbunden, dass eine Herde in ihrer Anpassungsf?higkeit ?berfordert ist. Die Folge davon kann Federpicken oder sogar Kannibalismus sein. Mit einer verl?ngerten Legedauer k?nnen die gut im Stall eingelebten Hennen l?nger genutzt werden und die Zahl der m?nnlichen K?ken, die in der Br?terei get?tet werden, wird vermindert. So werden insgesamt weniger Tiere ben?tigt. Die Verl?ngerung der Nutzungsdauer kann mit einer Legepause (Mauser) erreicht werden. Bei der Mauser wird einerseits das Gefieder erneuert und der Legeapparat kann sich regenerieren. Nach der Mauser ist das Gefieder wieder voller und die Legeleistung und Eiqualit?t verbessert sich. Eine nat?rliche Mauser findet nach 12 bis 15 Legemonaten statt. Da vor allem in grossen Herden nicht alle H?hner gleichzeitig in die Mauser fallen, kann dies zu Problemen f?hren. Die sich in der Mauser befindenden Hennen sind geschw?cht und k?nnen von den noch nicht mausernden Hennen wegen des fehlenden Gefieders als Attraktion betrachtet und bepickt werden. So wird die Herde "zerrissen" und in ihrer sozialen Struktur gest?rt. Daher ist in grossen Herden die k?nstliche Ausl?sung der Mauser erforderlich. Stressfaktoren wie Lichtreduktion und Futterrestriktion bringen die Hennen gleichzeitig in Mauser. Bei der heute ?blichen Zwangsmauser wird das Licht auf 5-6 Stunden reduziert und w?hrend etwa 12 Tagen erhalten die Hennen als Futter nur Kleie und Kalk, was den Magen besch?ftigt ohne N?hrstoffe zuzuf?hren. In dieser Mauserphase verlieren die Hennen Federn und stellen die Leget?tigkeit ein. Die Lichtdauer wird anschliessend allm?hlich verl?ngert. Nach der Phase mit Kleief?tterung erhalten sie wieder Legehennenmehl zur freien Verf?gung und neue Federn wachsen nach. Die Legeleistung beginnt wieder zu steigen und liegt nach zirka vier bis sechs Wochen auf 50 Prozent der Normalleistung. Suche nach bio-kompatibler Mauser In der Schweiz ist im Biolandbau die k?nstliche Ausl?sung der Mauser nicht erlaubt, weil die Einschr?nkungen f?r die H?hner eine Belastung darstellen. Da aber die Vorteile des Mauserumtriebes (l?ngere Nutzung der Hennen, weniger m?nnliche K?ken t?ten) dem Gedanken einer nachhaltigen Nutzung der Ressourcen entspricht, sollte eine ?biokompatible? Mauser gesucht werden, bei der die Belastung m?glichst gering gehalten werden kann. Daher wurde vom FiBL mit Unterst?tzung der hosberg ag und des Migros-Genossenschafts-Bundes ein Projekt zu diesem Thema durchgef?hrt. Aus den bisherigen Resultaten l?sst sich keine starke Belastung der Hennen durch die k?nstlich ausgel?ste Legepause erkennen. Nun soll in der Schweiz die Diskussion in Gang gesetzt werden, ob und unter welchen Bedingungen eine k?nstliche Ausl?sung der Mauser im Biolandbau zugelassen werden kann. %N Woche 9 %K Legehennen, Biogefl?gelhaltung,Mauser %P 46-47 %D 2005 %L orgprints6448