@misc{orgprints6326, title = {Die systemkompatible Ern\"ahrung von Schweinen im biologischen Landbau - Untersuchungen zum Aufkommen und Futterwert von Nebenprodukten aus der Verarbeitung biologisch erzeugter Lebensmittel}, keywords = {Tierern?hrung, Tierproduktion, Schwein, Futtermittel, Nebenprodukte, Aminos?uren, Protein, F?tterung}, url = {http://orgprints.org/6326/}, abstract = {In der Biologischen Landwirtschaft werden m?glichst geschlossene N?hrstoffkreisl?ufe angestrebt. Dazu kann die R?ckf?hrung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelverarbeitung einen Beitrag leisten. Daher sollte untersucht werden, ob und in welcher Menge in ?sterreich bei der Produktion von Bio-Lebensmitteln Nebenprodukte anfallen, die sich f?r die Bio-Schweinef?tterung eignen. Um F?tterungsalternativen f?r die Biologische Landwirtschaft aufzuzeigen, sollte eine Sch?tzung des N?hrstoffbedarfs aller Bio-Schweine und eine m?gliche Bereitstellung (fehlender) N?hrstoffe durch die Nebenprodukte vorgenommen werden. Im ersten Schritt ?bermittelten alle ?sterreichischen Lebensmittelbeh?rden und Bio-Kontrollstellen Adressen der lebensmittelverarbeitenden Betriebe, die 1998 einen Kontrollvertrag mit einer Bio-Kontrollstelle aufwiesen. 360 Betriebe verschiedener Sparten wurden mit spartenspezifischen Frageb?gen beschickt. Von den in den retournierten Frageb?gen angef?hrten Mengen an Nebenprodukten wurde auf gesamt?sterreichische Mengen hochgerechnet. Im zweiten Schritt wurden bei jenen Nebenprodukten, die sich aufgrund von Literaturstudien als f?r die Schweinef?tterung geeignet darstellten, der Gehalt an Futtermittelinhaltsstoffen, Mengenelementen und Aminos?uren analysiert. Diese N?hrstoffgehalte bildeten dann gemeinsam mit dem Mengenanfall die Berechnungsgrundlagen f?r jene N?hrstoffmengen, die von den Nebenprodukten bereitgestellt werden k?nnten. Die mengenm??ig bedeutendesten Bio-Nebenprodukte stellen die Kleien dar (2.400 t Weizen- und 990 t Roggenkleie pro Jahr). Jene j?hrlich etwa 1.300 t Bio-Ausputzgetreide werden wie die Kleien gro?teils in der F?tterung verwertet. Weiters fallen in ?sterreich etwa 510 t Bio-Altbrot als hochwertiges Schweinefuttermittel an. Der Anfall an Futterkartoffeln ist ebenfalls bedeutend: ?ber 11.000 t Frischmasse oder etwa 2.000 t Trockenmasse sind davon j?hrlich in ?sterreich vorhanden und werden mangels sonstiger Verwendung kompostiert. Allein dadurch gehen der ?sterreichischen Bio-Landwirtschaft ?ber 27.000 GJ Umsetzbarer Energie pro Jahr verloren. Zus?tzlich st?nden etwa 12.900 t Bio-Labmolke j?hrlich zur Verf?gung, womit bei Molkenmast theoretisch 14.000 Schweine ern?hrt werden k?nnten. Dagegen nehmen sich die Mengen an eiwei?reichen Nebenprodukten bescheiden aus: Nur etwa 80 t K?rbiskernkuchen und 63 t Sonnenblumenkuchen fallen pro Jahr in den 12 ?sterreichischen Bio-?lm?hlen an. Der Bedarf aller ?sterreichischer Bio-Schweine an Rohprotein k?nnte durch Verwertung der f?r die Schweinef?tterung geeigneten Nebenprodukte zu etwa 21 %, jener an Lysin zu 17 % und jener an Umsetzbarer Energie zu 22 % gedeckt werden. Ohne Ber?cksichtigung der Futterkartoffeln sinkt dieser Prozentsatz allerdings auf 13 % Bedarfsdeckung bei Rohprotein, 11,5 % bei Lysin und 12 % bei Umsetzbarer Energie. Dies unterstreicht das Potential der Futterkartoffeln. Futterkartoffeln werden aber von Seiten der schweinehaltenden Bio-Bauern kaum akzeptiert: Nur 18 % w?rden dieses Nebenprodukt in ihren Schweinerationen einsetzen. Dagegen w?re Bio-K?rbiskernkuchen, der nur in geringen Mengen vorhanden ist, ein ?u?erst gefragtes Schweinefuttermittel. Zur umfassenden Verwertung derzeit noch nicht in der Bio-Schweinef?tterung eingesetzter Nebenprodukte ist also Aufkl?rungsarbeit von Seiten der Beratung und damit einhergehend die Durchf?hrung von F?tterungsversuchen (z. B. f?r Altbrot oder Futterkartoffeln) notwendig.} }