%A Silvia Ivemeyer %A Peter Klocke %A Fritz Heil %J ?kologie und Landbau %T pro-Q-Projekt in der Schweiz. Bestandsbetreuung von Milchviehbetrieben %X Mastitis beeinflusst sehr stark die Lebensdauer von Milchk?hen und die Wirtschaftlichkeit der Milchviehhaltung. Zur Behandlung und Vorbeugung werden h?ufig Antibiotika eingesetzt.Verbraucher erwarten jedoch, dass in der Tierhaltung im Bio-Landbau auf diese verzichtet wird. Eine Minimierung des Einsatzes chemisch-synthetischer Arzneimittel ist in der Schweizer wie in der EU-Bio-Verordnung vorgeschrieben. Pr?vention und Komplement?rmedizin sind den herk?mmlichen Therapiemethoden, also auch Antibiotika, vorzuziehen. Letztere sind nur im Notfall erlaubt, wenn die anderen Ma?nahmen nicht greifen. Der pr?ventive Einsatz von Antibiotika ist verboten. In der Praxis wird dieses Kaskadenmodell nicht auf allen Bio-Betrieben umgesetzt ? viele praktizierende Tier?rzte sind nicht komplement?rmedizinisch ausgebildet und behandeln deshalb in erster Linie nach herk?mmlichen Methoden. Viele Landwirte, die lieber hom?opathisch behandeln wollen, bilden sich mithilfe von Fachb?chern und Kursen fort und nehmen die Behandlung ihrer Tiere selbst in die Hand. An diesem Konfliktpunkt setzt das pro-Q-Projekt an, das seit Mitte 2003 am Forschungsinstitut f?r biologischen Landbau (FiBL), Frick, durchgef?hrt wird.1 Ziel des Projekts ist die Verminderung des Antibiotikaeinsatzes in der Eutergesundheitskontrolle unter Beibehaltung beziehungsweise Verbesserung der Milchqualit?t durch ges?ndere K?he. Dies soll gemeinsam mit Landwirten und Hoftier?rzten realisiert werden. Erste Auswertungen der Betriebsentwicklung zeigen, dass meist schon im ersten Jahr leichte Verbesserungen der Eutergesundheitssituation zu verzeichnen sind. Dabei sind bei Betrieben mit schlechter Ausgangslage die Effekte deutlicher als bei denen mit zu Beginn relativ guter Eutergesundheit. Die durchschnittliche Milchleistung stieg gr??tenteils leicht an, die durchschnittliche Nutzungsdauer verl?ngerte sich in den meisten Betrieben bereits im ersten Jahr und sank nur in wenigen Betrieben aufgrund von Sanierungsma?nahmen (Klocke et al., 2005).Vergleicht man diese Ergebnisse mit denen des Vorg?ngerprojekts, sind deutliche Parallelen in der Entwicklung zu sehen. ?berdies werden st?rkere Effekte im zweiten Projektjahr erwartet (Notz et al., 2005). %K Mastitis, Pro-Q, Bestandes- und Komplement?rmedizin %P 30-31 %V 136, 4/2005 %D 2005 %I Stiftung ?kologie und Landbau %L orgprints6294