@misc{orgprints6258, title = {Bodenentwicklung in der Umstellung auf biologisch-dynamische Landwirtschaft, Rheinau}, keywords = {Soil monitoring, transition, integrated farming, bio-dynamic farming, soil organic matter, soil nutrients, trace elements, microbial biomass, microbial activity, earthworm biomass, earthworm abundance, spade diagnosis, Bio-dyn }, url = {http://orgprints.org/6258/}, abstract = {Stand der Forschung: Seit Herbst 1998 wird der ehemalige Gutsbetrieb der Klinik Rheinau auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umgestellt. Bei der jetzigen Bewirtschaftung werden keine Minerald?nger mehr zugekauft und der Futtermittelzukauf wurde stark reduziert, was einen verminderten N?hrstoffinput in den Betriebskreislauf zur Folge hat. Die betriebseigene Futterbasis wurde dem reduzierten Futtermittelzukauf durch eine Ausdehnung des Kunstwiesenanbaus zugunsten der offenen Ackerfl?che angepasst. Mit dem Ziel den Boden zu beleben und den Humusgehalt zu steigern, wird seit der Umstellung Mistkompost und G?lle hergestellt, die mit biologisch-dynamischen Pr?paraten geimpft sind, w?hrend bei der integrierten Bewirtschaftung vorwiegend mit Vollg?lle und mineralisch ged?ngt wurde. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzen?behandlungsmittel macht mehr mechanische Beikrautregulierungsmassnahmen n?tig, was zu einer Beeintr?chtigung der Regenw?rmer und der Bodenstruktur f?hren k?nnte. Es stellt sich die Frage, wie sich diese ver?nderte Bewirt?schaftung auf die Bodenfrucht?barkeit auswirkt. Problemstellung: Der biologische Landbau wird vom Bund, basierend auf Artikel 1 der Direktzahlungsverordnung, gef?rdert weil er auf einem geringeren Intensit?tsniveau wirtschaftet als die integrierte und konventionelle Produktion. In zahlreichen Anbausystemvergleichsversu?chen zeigte sich, dass biologische Anbausysteme geringere l?sliche N?hrstoffgehalte aufweisen, was deren Auswaschungspotential und Umweltgef?hrdung ver?mindert. ?berdies waren biologisch bewirtschaftete B?den aktiver, was f?r die N?hrstoffumsetzung und Strukturbildung des Bodens von zentraler Bedeutung ist. Die Vorteile der biologischen Anbausysteme konnten in Erhebungs?untersuchungen auf Betrieben aber nur teilweise best?tigt werden. Der Grund daf?r liegt sehr wahrscheinlich in der Hetero?genit?t der Standorte und darin, dass biologische und konventionelle Betriebe ein breites Spektrum an Bewirtschaftungsintensit?ten auf?weisen. Seit Herbst 1998 wird der Landwirtschaftsbetrieb Gut Rheinau (Kanton Z?rich) von einem Integrierten Anbausystem auf biologisch-dynamische Landwirtschaft umgestellt. Tabelle 1 gibt einen ?berblick ?ber einige wichtige ?nderungen in der Betriebsstruktur und der Bewirtschaftung im Bereich Ackerbau. Es stellt sich die Frage, wie sich diese ?nderungen auf ausgew?hlte Indikatoren der Bodenfruchtbarkeit langfristig auswirken. Projektziele: Ziel der Untersuchungen ist, in einer Zeitspanne von 12 Jahren die Entwicklung der N?hrstoffgehalte und des Humus im Boden zu erfassen. Zudem werden die Mikroorganismen und Regenw?rmer als wichtige Indikatoren der Bodenfruchtbarkeit bestimmt. Zur Charakterisierung der Bodenstruktur werden der Eindringwiderstand und die Poren?gr?ssenverteilung der B?den gemessen. Mittels Spatenprobe wird der Boden visuell und mit F?hlproben bez?glich Struktur und biologischer Aktivit?t (Wurzelentwicklung, Regenwurmaktivit?t) beurteilt. Die Untersuchungen werden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsinstitut f?r biologischen Landbau (FiBL), der Fachstelle Boden?schutz (FaBo) und der Kantonalen Landwirtschaftlichen Schule Strickhof (LIB) vom Amt f?r Landschaft und Natur (ALN) des Kantons Z?rich sowie der Stiftung Fintan, P?chterin der Rheinau, durchgef?hrt. Die FaBo beabsichtigt, auf dem Betrieb Rheinau ein bis zwei Kantonale Boden?berwachungsstandorte einzurichten, wodurch sich zahreiche Synergien ergeben. Methode: Chemische Bodenanalyse, mikrobielle Biomasse, Bodenatmung, Dehydrogenaseaktivit?t, Spatenprobe, Regenwurmextraktion. Ergebnisse: Dieses Jahr wurden zum dritten Mal je vier Probefl?chen in drei ?ckern und einer Naturwiese beprobt und analysiert. } }