@unpublished{orgprints6221, title = {Bestandesbetreuung und antibiotikaminimiertes Tiergesundheitsmanagement(BAT)}, author = {Christophe Notz and Peter Klocke and J\"org Spranger}, year = {2004}, keywords = {Mastitis, Antibiotikareduzierung, Tiergesundheitsmanagement, Milchkuh, Hom?opathie}, url = {http://orgprints.org/6221/}, abstract = {Da in der Biologischen Landwirtschaft der Schweiz die Milchproduktion den h?chsten ?konomischen Stellenwert hat und Eutererkrankungen beim Milchvieh weltweit ein grosses Problem darstellen, war das Ziel des BAT-Projektes die Pr?fung der Machbarkeit einer Antibiotikaminimierung in der Eutergesundheit bei gleichzeitigem Erhalt oder Verbesserung der Herdeneutergesundheit unter Beachtung ?konomischer Gegebenheiten. Das Konzept wurde auf drei Kernbetrieben entwickelt und getestet und in f?nf Pilotbetrieben unter Praxisbedingungen umgesetzt. Die Anforderungen an diese Betriebe waren folgende: ? Zertifiziert nach den Richtlinien von BIOSUISSE, Demeter oder IP ? Regionaler Standort ? Regelm?ssige Milchleistungspr?fungen (MLP) ? Mitarbeit des Hoftierarztes ? Bestandesgr?ssen mindestens 10 K?he Zur Beurteilung der Eutergesundheit auf den Betrieben wurden sie gem?ss der Ergebnisse der Milchleistungspr?fungen im Vorjahr in Eutergesundheitskategorien eingeteilt. Als weitere Parameter dienten auf Betriebsebene die Anzahl und Menge der durchgef?hrten Euter- und Trockenstellbehandlungen, die Anzahl antibiotischer Behandlungen, die Abgangsrate und die Milchleistung. Ein Sanierungskonzept auf Betriebsebene wurde individuell f?r jeden Projektbetrieb erstellt (Korrekturen der Haltung, der F?tterung, der Melkarbeit, des Betriebsmanagements und von Hygienem?ngeln). Klinische Euterentz?ndungen wurden generell hom?opathisch mit Standard-Kombinationspr?paraten und nur in besonderen Ausnahmenf?llen antibiotisch behandelt. Daneben wurden die Tiere prophylaktisch mit Hom?opathika (Konstitutionsmittel) zum Trockenstellen und nach der Kalbung behandelt. Alle Behandlungen wurden durch die Hoftier?rzte verschrieben bzw. durchgef?hrt. Die Abgangsrate aufgrund der Herdensanierung normalisierte sich bei allen Herden nach einem anf?nglichen Anstieg wieder auf dem Ausgangsniveau. Die durchschnittliche Tagesmilchleistung stieg in allen Betrieben trotz der stattgefundenen Herdenverj?ngung an. Obwohl nur zwei der acht teilnehmenden Betriebe zu Beginn der Studie eine befriedigende Eutergesundheit aufwiesen, konnten in f?nf Betrieben der Stand der Eutergesundheit erhalten oder sogar verbessert werden. Die gesamte Reduktion des Einsatzes von Antibiotika betrug 80% gegen?ber dem Projektvorjahr. Sowohl bez?glich der klinischen Heilungsrate als auch des l?ngerfristigen Heilungsverlaufes lag die hom?opathisch behandelte Gruppe besser als die antibiotisch therapierte. Generell konnte im Verlauf der Projektzeit anhand der bakteriologischen Befunde ein Trend zu ges?nderen Tieren und einer Steigerung der Milchleistung festgestellt werden. Die Absenkung des durchschnittlichen Laktationsalters durch die Ausmerzung unheilbar euterkranker Tiere konnte im zweiten Projektjahr wieder ausgeglichen werden. Mit dem BAT-Projekt konnte aufgezeigt werden, dass die Umsetzung eines auf der Schweizerischen Bioverordnung basierenden Tiergesundheitskonzeptes in der Praxis m?glich ist. } }