@misc{orgprints6048, title = {Einfluss von Pestiziden auf die Bodenfruchtbarkeit}, keywords = {Bodenlebewesen, microorganisms, pesticide, Bodenfruchtbarkeit, ?kotoxikologie}, url = {http://orgprints.org/6048/}, abstract = {Stand der Forschung: In diesem Projekt werden die kurz- und langfristigen Auswirkungen von praxis?blichen Pflanzenschutzmittelspritzfolgen, die in der integrierten Produktion (IP) gebr?uchlich sind, auf die Bodenlebewesen gemessen. Dazu werden in einem Feld, das zuvor langfristig biologisch bewirtschaftet wurde, chemische Pflanzenschutzmittel in einer Fruchtfolge angewendet. Des weiteren werden auf einem anderen Betrieb die Auswirkungen einer Umstellung von IP auf biologischen Landbau (Bio) auf ausgew?hlte Parameter der Bodenfruchtbarkeit erfasst. Auf diesem Betrieb werden vier Schl?ge in vierfacher Wiederholung (10 x 10 m Teilfl?chen) alle drei Jahre nach Referenzmethoden beprobt und analysiert. Die Ergebnisse von vorangestellten Modellversuchen in einer Klimakammer liegen vor. Die Felderhebungen werden in einem Anschlussprojekt fortgesetzt. Die Auswirkungen von Pestiziden auf Nicht-Ziel-Organismen werden im Rahmen von Zulassungs?verfahren normalerweise f?r jede Einzelsubstanz gepr?ft. Dieses Projekt hat zum Ziel, die kumulative Wirkung der Pestizide, die in der landwirtschaftlichen Praxis eingesetzt werden, auf definierte Parameter der Bodenfruchtbarkeit zu ermitteln. Zun?chst wurden in einem Klimakammerversuch zwei typische Kartoffelspritzfolgen simuliert, deren Unterschied darin bestand, dass in einem Fall Dinoseb, im anderen Glufosinat als Totalherbizid zur Krautvernichtung verwendet wurde. Zum Vergleich wurde eine Kontrolle parallel nur mit Wasser bespr?ht. Kurzfristige (21 Tage nach der Krautvernichtung) Nebenwirkungen auf mikrobielle Biomasse, Dehydrogenaseaktivit?t und Basalatmung waren bei der Dinoseb-behandelten Variante st?rker als bei der Glufosinat-Variante. Langfristig (135 Tage nach der Krautvernichtung) konnten sich die B?den weitgehend erholen im Hinblick auf die obengenannten Parameter. Die mikrobielle Gemeinschaft hat sich jedoch in ihrer katabolischen Vielseitigkeit nachhaltig ver?ndert, was anhand eines ver?nderten Substratnutzungsspektrum festzustellen war (Biolog?- Test). Ausgehend vom Klimakammerversuch wurde eine mehrj?hrige Feldstudie geplant, deren Ziel es war, die kumulativen Nebenwirkungen von Pestiziden unter den Bedingungen im Feld zu ermitteln. Zu diesem Zweck wurde bei einem organisch-biologisch wirtschaftenden Landwirt im Kanton Aargau eine Ackerfl?che gepachtet, auf der im Jahr 2002 ein Feldversuch mit vier Pflanzenschutz-Verfahren (IP1, IP2, Bio, Kontrolle) mit vier Wiederholungen angelegt wurde. Im ersten Jahr wurden analog zum vorj?hrigen Klimakammerversuch Kartoffeln angebaut, darauf folgte Winterweizen und danach Winterraps. Zehn und 100 Tage nach Kartoffeln wurden dieselben mikrobiellen Parameter der Bodenfruchtbarkeit wie im Modellversuch ermittelt. Die Wirkungen waren weniger deutlich als im Klimakammerversuch, aber in ihrer Essenz ?hnlich: mikrobielle Biomasse und Aktivit?tsparameter zeigten kaum Effekte an, aber der Substratnutzungstest best?tigte auch bei der Feldstudie eine nachhaltig ver?nderte katabolische Vielseitigkeit der mikrobiellen Gemeinschaft des Bodens. Problemstellung Auswirkungen kumulierter Pestizidanwendungen auf die Bodenqualit?t Projektziele Pestizidnebenwirkungen Zielgruppe Anwender, Zulassungsadministration, Risikoindikation Methode Feldversuch, Mikrobielle Biomasse, Bodenatmung, Mikrobielle Diversit?t, Dehydrogenaseaktivit?t } }