%0 Generic %A Abel, Hansjörg %A Pawelzik, Elke %A Breves, Gerd %D 2004 %F orgprints:6008 %K BÖL, BOEL, FKZ 02OE209, FKZ 02OE209/F, ernährungsphysiologische Wirkungen, Ökofuttermittel, Körnerleguminosen, Nährstoffanalysen, Fermentationsprodukte, Lactat, mikrobielle Aktivität, Adenylate-Energy-Charge AEC, batch-Kulturen, Colon-Simulationstechnik (Cositec), Fermentationsgase, nourishment physiological effects, organic feed, grain legumes, nutrient analysis, fermentation products, lactate, microbial activity, batch cultures, Colon-simulation technique, fermentation gases, Schwein, Schweine, Schweinefütterung, Schweinefutter, Futtermittel, Nährstoffanalyse, Stoffwechselversuch %T Ernährungsphysiologische Bewertung von Öko-Futtermitteln für Schweine %U http://orgprints.org/6008/ %X Es wurden Nährstoffanalysen an ökologisch und konventionell angebauten Weizen-, Gerste- und Ackerbohnensorten durchgeführt. Im Vergleich zum konventionellen Anbau führte der ökologische Anbau bei Weizen und Gerste zu niedrigeren Rohprotein- sowie höheren Stärke- und Fasergehalten. Bei Ackerbohnen ergaben sich tendenziell ähnliche Veränderungen, die Stärkegehalte wurden jedoch bei ökologischer Anbauweise gesenkt. In Stoffwechselversuchen wurden „Schwäbisch Hällische“ (SH), „Bunte Bentheimer“ (BB) und moderne Gebrauchskreuzungsschweine (CB) mit jeweils einer Grundration und einer Zulageration (+Zuckerrübentrockenschnitzel) versorgt. Mit der Grundration erhielten die Schweine 80% des Energie- und 100% des Aminosäurenbedarfs für tägliche Zunahmen von 700g. Das Energiedefizit sollte durch die Schnitzelzulage gedeckt werden. Am Ende der Stoffwechselperioden wurden die Schweine geschlachtet, Fermentationsintensitäten im Caecum bestimmt und für transportphysiologische Messungen (Ussing-Kammer-Verfahren) Mucosaproben vom mittleren Jejunum und Colon entnommen. Die Nicht-Stärke-Polysaccharide der Faserzulage waren hoch verdaulich und bewirkten niedrigere Verdaulichkeiten aller übrigen Nährstoffe. Die N-Ausscheidungen über den Harn wurden gesenkt und die über den Kot gesteigert. CB retinierten höhere N-Mengen als SH und BB. Die Fermentationsintensität im Caecum stieg bei faserreich ernährten Schweine an. Die Schweineherkünfte unterschieden sich im Faserverwertungsvermögen. SH verdauten die geringsten Fasermengen. Die verdauungs- und transportphysiologischen Messungen deuten auf Unterschiede zwischen den Schweineherkünften im praecaecalen Verdauungstrakt hin. Aufgrund der erzielten Ergebnisse ist nicht – wie häufig unterstellt - davon auszugehen, dass Schweine alter Landrassen besser als moderne Gebrauchskreuzungsschweine für die Verwertung faserreicherer Futterrationen im Ökologischen Landbau geeignet sind.