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    <addtitle>Hybrid species for organic cereals ? Perspectives and acceptance of hybrid breeding for organic farming</addtitle>
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          <given>Christine</given>
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    <title>Hybridsorten im Bio-Getreide? Perspektiven und Akzeptanz der Hybridzüchtung für den Bio-Anbau</title>
    <ispublished>unpub</ispublished>
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      <item>7plantbreed</item>
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    <keywords>Biosaatgut, COOP Biosaatgut, Hybridsorten</keywords>
    <abstract>Zusammenfassung&#13;
Der vorliegende Bericht möchte am Beispiel des Roggens Informationen und Argumente für die Diskussion bereitstellen, ob Hybridsorten mit den Prinzipien des biologischen Landbaus vereinbar sind oder nicht. Während sich bei Mais und Gemüse Hybridsorten im biologischen Landbau schon ohne eine grundsätzliche Entscheidungsfindung eingebürgert haben, ist in der Schweiz beim Getreide eine grundsätzliche Meinungsbildung und Entscheidung noch möglich. Dies betrifft aktuell vor allem den Roggen.&#13;
Hybridsorten entstehen aus einer gelenkten Kreuzung zweier verschiedener reinerbiger Zuchtlinien, deren gemeinsame Nachkommen die Eltern im Ertrag übertreffen. Sie sind im Nachbau nicht genetisch stabil, das Saatgut muss daher jedes Jahr neu zugekauft werden. Zur Erzeugung von Hybridsorten sind beim Roggen und anderen Fremdbefruchtern drei Schritte notwendig: Erstens die Erstellung von Inzuchtlinien in den verschiedenen Ausgangspopulationen, zweitens Testkreuzungen zwischen den Inzuchtlinien, drittens die Erzeugung der Hybridsorten für den Markt durch gelenkte Bestäubung. Hierfür muss die Selbstbestäubung der Mutterlinie verhindert werden. Beim Roggen und vielen anderen Pflanzenarten arbeitet man daher mit Mutterlinien, die durch zytoplasmatische Vererbung pollensteril sind. Beim Selbstbefruchter Weizen wird die Pollenausbildung mit chemisch-synthetischen Gametoziden verhindert. Da dies den Richtlinien zur Erzeugung von Bio-Saatgut widerspricht, kommt Hybridweizen gegenwärtig im biologischen Landbau noch nicht in Frage.&#13;
Die Hybridzüchtung ist zu Beginn des 20. Jh. in den USA zuerst beim Mais eingeführt worden. Durch das Zusammenwirken von neuen Sorten, Mechanisierung und Intensivierung haben sich im Laufe des 20. Jh. die Maiserträge in den USA versechsfacht.&#13;
Gegenwärtig erzielen Hybridsorten beim Roggen 10-20% höhere Erträge als Populationssorten. In unseren Streifenversuchen 2003/04 beobachteten wir zudem eine bessere Standfestigkeit und eine bessere Auswuchsfestigkeit (Fallzahl) gegenüber Populationssorten. Eine Beispielrechnung zeigt, dass ein Biobauer in der Schweiz gegenwärtig mit Hybridroggen – konservativ gerechnet – einen Mehrerlös von ca. 260 bis 400 sFr./ha erreichen kann (vorausgesetzt, der Roggen kann überhaupt verkauft werden).&#13;
Die generellen Vorteile von Hybridsorten gegenüber Populationssorten bei Fremdbefruchtern&#13;
wie Roggen und Mais sind: Höhere Erträge, Einheitlichkeit, schneller Zuchtfortschritt und – als Vorteil für den Züchter – ihre Nicht-Nachbaufähigkeit.&#13;
An der Hybridzüchtung werden vier Aspekte kritisiert. Erstens: eine Beeinträchtigung der subtileren inneren Qualität durch fortgesetzte Inzucht und pollensterile Mutterlinien im Züchtungsgang. Zweitens: die Abhängigkeit der Bauern von der Saatgutindustrie. Drittens: aus ethischen Gründen die Eingriffe in die Blühbiologie der Pflanzen und der Bedeutungswandel des Saatgutes vom Kulturgut zum Betriebsmittel. Viertens: die genetische Verarmung durch den Verlust rezessiver Gene und durch die Verwendung des uniformen Pollensterilität tragenden Zellplasmas.&#13;
Alle diese Argumente weisen in die Zukunft. Sie betreffen die Prinzipien des biologischen&#13;
Landbaus. Besonders in der Qualitätsfrage besteht grosser Forschungsbedarf. Das Problem der genetischen Verarmung hat bei Fremdbefruchtern (Roggen) mehr Gewicht als bei Selbstbefruchter-Hybriden (Raps, Gerste, in fernerer Zukunft evtl. auch Weizen).&#13;
&#13;
Ein Verzicht auf Hybridsorten im Bio-Brotgetreideanbau der Schweiz wäre ein klares Signal an die vor- und nachgelagerten Bereiche (Züchter/Handel und Konsumenten), dass der biologische Landbau langfristige und zukünftige Aspekte der Unabhängigkeit, Qualität und Vielfalt zu berücksichtigen versucht und dafür auf gegenwärtige agronomische Vorteile verzichtet.</abstract>
    <date>2005-06</date>
    <date_type>published</date_type>
    <series>Schlussbericht, Juni 2005, Coop Naturaplan-Fonds Biosaatgutprojekt Modul 1.4</series>
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