%A Stefan Bergleiter %A J?rg P?tzold %A Andreas Stamer %A Jennifer Teufel %T ?kologische Fischproduktion: Struktur, Entwicklung, Probleme, politischer Handlungsbedarf %X Deutschland belegt weltweit den ersten Platz beim Umsatz mit Produkten aus der ?kologischen Aquakultur (mehrere Millionen Euro), gefolgt von Gro?britannien und der Schweiz. Anders dagegen die heimische Erzeugung in ?kologischer Aquakultur, die nur ca. 3% zu weltweit 9.000 t (vor allem ?ko-Lachs und ?Shrimps) beitr?gt. Die ?kologische Aquakultur hat sich also in den letzten zehn Jahren zu einer interessanten Gr??e in der internationalen Fischwirtschaft entwickelt, aber deutsche Aquakulturbetriebe nehmen die Option der ?ko-Zertifizierung bisher kaum wahr. Umfragen bei 76 Firmen bzw. Personen ergaben, dass kleinere bzw. extensive Teichwirtschaften in der ?kologischen Aquakultur zwar ein Potential sehen, aber Hindernisse bei der Etablierung von geeigneten Vermarktungswegen bestehen: Vor allem die kleinen Mengen, das unregelm??ige Angebot und hohe Erzeugerpreise schrecken den Handel ab. Weitere kritische Aspekte betreffen vor allem die Qualit?t der ?ko-Futtermittel f?r Salmoniden sowie den hohen Aufwand f?r die ?ko-Zertifizierung als solche (Kontrollkosten, Dokumentation). Verglichen wurde dieses Problemszenario mit F?llen, bei denen sich f?r Produkte aus ?kologischer Aquakultur g?nstigere Produktions- und Vermarktungsbedingungen ergeben: - ?ko-Lachs und ?Shrimps kommen von gro?en Betrieben (meist >100 t/a). Die Unternehmen sind vertikal integriert (Produktion, Verarbeitung, Export, zum Teil Futtermittel). Der Umstellung auf ?kologische Aquakultur gehen Marktstudien voraus, der Markteinf?hrung entsprechende Ma?nahmen (z.B. Messeauftritte). Kosten m?ssen nicht ?sofort? ?ber das ??ko-Premium? kompensiert werden, sondern es wird langfristig kalkuliert. Der Umfang der Produktion f?rdert bei Zulieferern und Kunden stabile Gesch?ftsbeziehungen (?Joined Marketing Venture?). - In der Schweiz sind die gro?en Supermarktketten die wichtigsten Verteiler von Produkten aus ?kologischer Aquakultur. F?r die ?ko-Forellenbetriebe der Schweiz er?ffnet sich so ein stabiler Marktzugang. ?hnlich wichtig ist die Rolle der Superm?rkte in Gro?pritannien, Schweden und Frankreich. - L?nder, f?r die Aquakultur ein Standbein des Au?enhandels ist, sehen ?kologische Aquakultur als f?rderungsw?rdige Initiative (?Diversifizierung?), und ?ffentliche Institutionen engagieren sich entsprechend (z.B. durch Bereitstellung von Forschungs- und Entwicklungskapazit?t). Die Ergebnisse aus dem Vergleich national/international flossen in Handlungsempfehlungen f?r die Betriebe, den Handel, ?ffentliche Stellen sowie Organisationen des ?kolandbaus ein. %D 2004 %K B?L, BOEL, FKZ 02OE314, Aquakultur, Fisch, Fischproduktion, Salmoniden, Forellen, Lachs, Shrimps, Status Quo %I Bundesanstalt f?r Landwirtschaft und Ern?hrung (BLE), Bonn %L orgprints4200