creators_name: Kratochvil, R. creators_name: Kaliski, O. creators_name: Dorninger, M. creators_name: Hambrusch, J. creators_name: Freyer, B. type: journalp datestamp: 2004-12-20 lastmod: 2009-08-20 14:25:00 metadata_visibility: show title: Betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus II - dargestellt am Beispiel von Veredelungsbetrieben in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (NÖ) ispublished: pub subjects: 8policy subjects: 1organics subjects: 2farmecon full_text_status: restricted keywords: biologische Landwirtschaft, Umstellung, externe Kosten, Deckungsbeitrag,Mastschweine, Zuchtsauen,Regionalentwicklung abstract: Im vorliegenden Beitrag werden die betriebs- und volkswirtschaftlichen Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des ökologischen Landbaus am Beispiel der Veredelungsbetriebe in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (NÖ) diskutiert. Der Vergleich zwischen biologischer und konventioneller Produktionsweise erfolgt anhand sieben verschiedener Betriebsmodelle (Betriebstypen Mastschweinehaltung, Zuchtsauenhaltung, kombinierte Mastschweine- & Zuchtsauenhaltung mit jeweils einem extensiven und einem intensiven Betriebsmodelle, ein Betriebsmodell des Betriebstyps Mastrinderhaltung). Mittels Linearer Planungsrechnung werden der Gesamt- sowie der Vergleichsdeckungsbeitrag, der systembedingte Mehrkosten im Biobetrieb (Verbands- und Kontrollkosten, Investitionen, Mehrarbeit) zusätzlich berücksichtigt, errechnet. Anschließend werden für die Betriebsmodelle Bilanzen der Treibhausgasemissionen erstellt, die monetär bewertet werden. Die Berechnungen dieser Arbeit zeigen, dass in biologisch wirtschaftenden Schweine haltenden Betrieben bei entsprechend höheren Marktpreisen bessere Gesamt- und Vergleichdeckungsbeiträge erzielt werden können, als in vergleichbaren konventionellen Betrieben. Demgegenüber ist der Mastrinder haltende Betrieb selbst bei Bezahlung von Biopremiumpreisen nicht in der Lage, seinen Gesamt- bzw. Vergleichsdeckungsbeitrag über das konventionelle Ausgangsniveau hinaus anzuheben. Bei Annahme eines konventionellen Preisniveaus sinken insbesondere in den Schweine haltenden Betrieben die Gesamt- und Vergleichdeckungsbeiträge weit unter den konventionellen Wert ab. Die externen Kosten nehmen bei biologischer Bewirtschaftung v.a. durch den Verzicht auf leichtlösliche mineralische Stickstoffdünger und geringere zugekaufte Mengen an Kraftfutter in den Mastrinderbetrieben um -58%, in den Mastschweinebetrieben um -61 %, in den Zuchtsauenbetrieben um -44 % und in den Mastschweine- & Zuchtsauenbetrieben um -19 % ab. Werden sämtliche Betriebsmodelle auf Regionsebene aggregiert, so können die externen Kosten durch die biologische Bewirtschaftung der Betriebe um rund -45 % gesenkt werden. Bezogen auf die produzierte Menge an Output in 1000 MJ Output werden aufgrund des Produktionsmengenrückgangs im ökologischen Landbau allerdings um +25 % höhere externe Kosten verursacht. Niedrigere absolute externe Kosten bei ökologischer Wirtschaftsweise unterstützen somit die Forderung nach einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Förderung der Ausbreitung des Biolandbaus, der Sicherung von Biopremiumpreisen und damit der betriebswirtschaftlichen Rentabilität der biologischen Landwirtschaft. date: 2004-01 date_type: published publication: Berichte über Landwirtschaft volume: 82 number: 1 publisher: Landwirtschaftsverlag GmbH pagerange: 101-129 refereed: yes referencetext: 1. ALTRICHTER, G., 2001: Persönliche Mitteilung zur Schweinehaltung im Biologischen Landbau, Landwirtschaftliche Fachschule Edelhof, April 2001. 2. AMBICHL, J., 2001: Lineares Planungsmodell für Investitionsentscheidungen in der Schweineproduktion. Dipl.arbeit, Univ. f. Bodenkultur, Wien. 3. BARTUSSEK, H., 1988: Haltung. In: HAIGER, A., STORHAS, R. & H. BARTUSSEK (Hrsg.): Naturgemäße Viehwirtschhaft. Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart, 147-237. 4. -, 1998: Tierhaltungssysteme. Vorlesung im Wintersemester 1997/98 an der Univ. f. Bodenkultur, Wien. 5. BAUMGARTNER, J., 2001: Zur Situation der Bio-Schweinehaltung in Österreich. In: Freilandverband (Hrsg.): Tagungsband 8. Freilandtagung „Tierische Lebensmittelqualität beginnt im Stall“. Freilandverband, Wien, S. 48-55. 6. -; LEEB, T.; GRUBER, T., 2001: Biologische Schweineerzeugung – Rahmenbedingungen und Situation in der Praxis. In: BAL Gumpenstein (Hrsg.): Bericht über die 28. Viehwirtschaftliche Fachtagung „Milchviehfütterung, Grundlagen und Praxisempfehlungen. BAL Gumpenstein, Irdning. 7. BMELF (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), 2001: Agrarbericht 2001. Agrar- und ernährungspolitischer Bericht der Bundesregierung. Drucksache 14/5326. s.l. 8. BMLF (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft), 2000c: Grundlagen zur Ermittlung der Futterkosten. Ergänzungsheft 2 zum Katalog von Standarddeckungsbeiträgen und Daten für die Betriebsberatung 1999/2000/2001. Wien. 9. -, 1993: Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 1992. Wien. 10. -, 1994: Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 1993. Wien. 11. -, 1995: Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 1994. Wien. 12. -, 1998: Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 1997. Wien. 13. BMLFUW (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft), 2002d: Grundlagen zur Ermittlung der Futterkosten. Ergänzungsheft 2 zum Katalog von Standarddeckungsbeiträgen und Daten für die Betriebsberatung 2002/2003. Wien. 14. -, 2000: Grüner Bericht. Beric ht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 1999. Wien. 15. -, 2001: Grüner Bericht. Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 2000. Wien. 16. -, 2002: Grüner Bericht. Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft 2001. Wien. 17. BORKEN, J.; PATYK, A.; REINHARDT, G. A., 1999: Basisdaten für ökologische Bilanzierungen. Einsatz von Nutzfahrzeugen in Transport, Landwirtschaft und Bergbau. Braunschweig/Wiesbaden, Vieweg. 18. CLINE, W. R., 1992: The Economics of Global Warming. Institute for International Economics. Washington. 19. DLG (Deutsche Landwirtschaftliche Gesellschaft), 1991: DLG-Futterwerttabellen – Schweine. 6., erw. u. völlig neu gestaltete Aufl. DLG-Veralg, Frankfurt/Main. 20. -, 1997: DLG-Futterwerttabellen – Wiederkäuer. 7., erw. u. überarb. Aufl. DLG-Verlag, Frankfurt/Main. 21. ERLACH, K., 2003: Persönliche Mitteilung zur Mastrinderhaltung im Biologischen Landbau, Verband Bio Ernte Austria - Niederösterreich, Jänner 2003. 22. EUROSTAT, s.t.: Handbuch zur landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Gesamtrechnung LGR/FGR 97 (Rev. 1.1). s.l. 23. EYRE, N.; DOWNING, T.; HOEKSTRA, R.; RENNINGS, K., 1999: Global Warming Damages. ExternE Externalities of Energy, Vol. 8 Global Warming. Office for Official Publications of the European Communities, Luxembourg. 24. FAO (Food and Agriculture Organisation), 2001: FAOSTAT Nutrition Data. Food Balance Sheet. http://apps.fao.org/lim.500/wrap.pl?FoodBalanceSheet&Domain=Food BalanceSheet&Language=english (17.08.2001). 25. FANKHAUSER, S., 1995: Valuing Climate Change. The Economics of the Greenhouse. Earthscan, London. 26. FREYER, B., 2003: Persönliche Mitteilung zum Umstellungshemmnissen in der ökologischen Landwirtschaft, 18.06.2003. 27. GERNIG, H., 2001: Auswirkungen einer Umstellung eines Schweinezucht- und Schweinemastbetriebes auf biologische Wirtschaftsweise. Dipl.arbeit, Univ. f. Bodenkultur Wien. 28. HAAS, G.; KÖPKE, U., 1994: Vergleich der Klimarelevanz ökologischer und konventioneller Landbewirtschaftung. In: Enquete-Kommission „Schutz der Erdatmosphäre“ des deutschen Bundestags, Bd. 1 Landwirtschaft, Studienprogramm, Teilband 2, Studie H. Economica, Bonn. 29. HAMBRUSCH, J., 2002: Modellrechnungen zur Prüfung der Wirtschaftlichkeit verschiedener Entwicklungsmöglichkeiten eines Stiermastbetriebes. Dipl.arbeit, Univ. f. Bodenkultur Wien. 30. HLAVA, A.; QUENDLER, T., ZEISER, W., 1997: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung nach Regionen. Schriften zur Regionalentwicklung und Raumordnung Nr. 29. Bundeskanzleramt, Wien. 31. INVEKOS (Integriertes Verwaltungs- und Kontrollsystem), 1998: Daten über flächen- und tierbestandsbezogene Förderungen landwirtschaftlicher Betriebe in der Region Mostviertel- Eisenwurzen. BMLFUW / LFRZ, Wien. 32. ISERMEYER, F.; NIEBERG, H.; DABBERT, S.; HEß, J.; DOSCH, T.; LÖWENSTEIN, F., 2001: Bundesprogramm Ökologischer Landbau. Entwurf der vom BMVEL beauftragten Projektgruppe. Braunschweig, http://www.verbraucherministerium.de/landwirtschaft/oekolog-landbau/ bundesprogramm-oeko-lang.pdf (15.11.2002). 33. KALISKI, O., 2003: Externe Kosten der Landwirtschaft – Vergleichende Analyse zwischen biologischem und konventionellem Anbausystem anhand von Treibhausgasemissionen. Diss., Univ. f. Bodenkultur Wien. 34. KALTENECKER, M., 2002: Ernährungssicherung durch Ökologischen Landbau am Beispiel der Region Mostviertel-Eisenwurzen. Dipl.arbeit, Univ. Wien. 35. KIRCHGEßNER, M., 1997: Tierernährung: Leitfaden für Studium, Beratung und Praxis. 10., neubearb. Aufl., VerlagsUnion Agrar, Frankfurt. 36. KIRNER, L., 2001: Betriebszweigauswertung in der Schweinehaltung in Österreich – biologische Kennzahlen der Ferkelproduktion aus dem Jahr 2000. Bundesanstalt f. Agrarwirtschaft, Wien, http://www.awi.bmlf.gv.at. 37. KONRAD, S., 1997: Die Rinder-, Schweine- und Legehennenhaltung in Österreich aus ethologischer Sicht. 2., überarb. Aufl., Inst. f. Nutztierwissenschaften, Univ. f. Bodenkultur, Wien. 38. KÖSTENBAUER, H., 2002: Persönliche Mitteilung zu Schweinehaltungssystemen im Biologischen Landbau, 07.08.2002. 39. KRATOCHVIL, R., 2003: Betriebs- und regionalwirtschaftliche Aspekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus am Beispiel der Region Mostviertel-Eisenwurzen. Diss., Univ. f. Bodenkultur Wien. 40. -; KALISKI, O.; KIRNER, L.; FREYER, B., 2003: Betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus – dargestellt am Beispiel der Milchproduktion in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (NÖ). Ber. ü. Ldw. 81 (2), S. 223-253. 41. KURZMANN, F., 2003: Mündliche Mitteilung. Verwaltung und Zuckerfabrik Tulln, AGRANA Zucker und Stärke AG. 42. LAMPKIN, N., 1999: Converting Europe – the potential for organic farming as mainstream. Paper presented to 11th National Organic Farming Conference, Cirencester, January 1999. Welsh Institute of Rural Studies, University of Wales, Aberystwyth. 43. LOTZ, G., 2003: Mündliche Mitteilung. AGRANA Zucker und Stärke AG, Gmünd. 35 44. LYNGGAARD, K.S.C., 2001: The Farmer Within an Institutional Environment. Comparing Danish and Belgian Orgnaic Farming. Sociologia Ruralis 41 (1), S. 85-111. 45. MINSCH, J., 2003: Mündliche Mitteilung, 15.07.2003. 46. NIEBERG, H., 2001: Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Ökobetrieben in Deutschland. Agrarwirtschaft Jg. 50 (2001), Heft 7, S. 428-432. 47. OFFERMANN, F.; NIEBERG, H., 2000: Economic performance of organic farms in Europe. University of Hohenheim, Department of Farm Economics, Stuttgart. 48. -; NIEBERG, H., 2001: Wirtschaftliche Situation ökologischer Betriebe in ausgewählten Ländern Europas: Stand, Entwicklung und wichtige Einflussfaktoren. Agrarwirtschaft, Jg. 50 (2001), Heft 7, S. 421-427. 49. OHEIMB, R. v., 1987: Energie und Agrarwirtschaft. Direkter und indirekter Energieeinsatz im agrarischen Erzeugerbereich in der Bundesrepublik Deutschland. In: KTBL (Hrsg.): Energie und Agrarwirtschaft, KTBL-Schrift 320. Landwirtschaftsverlag GmbH, Münster-Hilltrup, S. 50-92. 50. OMELKO, M., 2001: Kalkulationen zur Bioschweinehaltung. Kostenvergleich verschiedener Stallund Fütterungssyteme. Dipl.arbeit, Univ. f. Bodenkultur, Wien. 51. -; SCHNEEBERGER, W., 2002: Kalkulationen für Neueisteiger. Bioschweine in Österreich. Blick ins Land 10/2002, S. 32-33. 52. PADEL, S.; LAMPKIN, N.H., 1994: Farm-level Perfomrance of Organic Farming Systems: An Overview. In: LAMPKIN, N.H.; PADEL, S. (Hrsg.): The Economics of Organic Farming. CAB International, Wallingford, S. 201-219. 53. PATYK, A.; REINHARDT, G. A., 1997: Düngemittel- Energie- und Stoffstrombilanzen. Vieweg, Braunschweig/Wiesbaden. 54. RÖVER, M.; MURPHY, D.P.L.; HEINEMEYER, O., 2000: Bewertung von Verfahren der ökologischen und konventionellen landwirtschaftlichen Produktion im Hinblick auf den Energieeinsatz und bestimmte Schadgasemissionen. Studie als Sondergutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bonn. Landbauforschung Völkenrode, Sonderheft 211. 55. SCHEUERLEIN, A., 1997: Finanzmanagement für Landwirte. Beispiele, Anwendungen, Beurteilungen. BLV Verl. GmbH, München/Wien/Zürich. 56. WALTER, M., 2003: Mündliche Mitteilung. Hawo ökologische Rohstoffe GmbH & Co. KG, Hohenbucko. 57. WILLER, H.; YUSSEFI, M., 2000: Ökologische Agrarkultur weltweit - Organic Agriculture World- Wide. SÖL-Sonderausgabe Nr. 74, Stiftung Ökologie & Landbau, Bad Dürkheim. 58. YUSSEFI, M.; WILLER, H., 2002: Ökologische Agrarkultur weltweit - Organic Agriculture World- Wide. SÖL-Sonderausgabe Nr. 74, Stiftung Ökologie & Landbau, Bad Dürkheim. 59. ZOLLITSCH, W.; WAGNER, E.; WLCEK, S., 2002: Ökologische Schweine/Geflügelfütterung. Österreichischer Agrarverlag, Leopoldsdorf. citation: Kratochvil, R.; Kaliski, O.; Dorninger, M.; Hambrusch, J. and Freyer, B. (2004) Betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte einer großflächigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des Ökologischen Landbaus II - dargestellt am Beispiel von Veredelungsbetrieben in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (NÖ). [Farm management and economic effects of organic intensive livestock farming in the region Mostviertel-Eisenwurzen (A).] Berichte über Landwirtschaft, 82 (1), pp. 101-129. document_url: http://orgprints.org/4097/1/RK_VeredBerLdw_2004.pdf