%A R. Kratochvil %A O. Kaliski %A L. Kirner %A B. Freyer %J Berichte ?ber Landwirtschaft %T Betriebs- und volkswirtschaftliche Effekte einer gro?fl?chigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des ?kologischen Landbaus, dargestellt am Beispiel der Milchproduktion in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (N?) %X Im vorliegenden Beitrag werden die betriebs- und volkswirtschaftlichen Effekte einer gro?fl?chigen Bewirtschaftung nach den Prinzipien des ?kologischen Landbaus am Beispiel der Milchproduktion in der Region Mostviertel-Eisenwurzen (A) diskutiert. Der Vergleich zwischen biologischer und konventioneller Produktionsweise erfolgt anhand sechs verschiedener Betriebsmodelle (Betriebstypen Milchkuhhaltung bzw. Milch- und Mutterkuhhaltung mit jeweils einem extensiven, mittelintensiven, intensiven Modellbetrieb). Mittels Linearer Planungsrechnung werden der Gesamt- sowie der Vergleichsdeckungsbeitrag, der systembedingte Mehrkosten im Biobetrieb (Verbands- und Kontrollkosten, Investitionen, Mehrarbeit) zus?tzlich ber?cksichtigt, errechnet. Anschlie?end werden f?r die Betriebsmodelle Bilanzen der Treibhausgasemissionen erstellt, die monet?r bewertet werden. Die Berechnungen dieser Arbeit zeigen, dass in biologisch wirtschaftenden Milchviehbetrieben bei entsprechend h?heren Marktpreisen f?r Milch und Rindfleisch bessere Gesamtdeckungsbeitr?ge erzielt werde k?nnen, als in vergleichbaren konventionellen Betrieben. Selbst bei Annahme eines konventionellen Preisniveaus liegt der Gesamtdeckungsbeitrag (mit Ausnahme des intensivsten der sechs Betriebsmodelle) in allen Betrieben ?ber dem konventionellen Ausgangswert. Der Vergleichsdeckungsbeitrag ist bei Bezahlung von Biopreisen zwar in allen Bio-Modellbetrieben gleich hoch oder h?her als im konventionellen Referenzbetrieb, ohne Premiumpreise sinkt er jedoch (mit Ausnahme des intensiven Milch-Mutterkuhbetriebes) unter den Vergleichsdeckungsbeitrag bei konventioneller Wirtschaftsweise ab. Bezogen auf MJ Output, sinkt der Vergleichsdeckungsbeitrag/MJ in beiden Betriebstypen bei zunehmender Bewirtschaftungsintensit?t ab (extensiv > mittelintensiv > intensiv). Die externen Kosten nehmen bei biologischer Bewirtschaftung v.a. durch den Verzicht auf leichtl?sliche mineralische Stickstoffd?nger und geringere zugekaufte Mengen an Kraftfutter um 28 % in den Milchkuh-, um 24 % in den Milch-Mutterkuh-Betrieben ab. Bezieht man die externen Kosten auf den Output des Betriebes (kg Milch bzw. MJ Output), so liegen auch hier die von den Biobetrieben verursachten Kosten unter jenen der konventionellen. Niedrigere externe Kosten bei ?kologischer Wirtschaftsweise unterst?tzen somit die Forderung nach einer vermehrten F?rderung des Biolandbaus sowie einer Verbesserung der Vermarktungs- und Absatzbedingungen biologischer Produkte zur Sicherung von Bio-Premiumpreisen und damit der betriebswirtschaftlichen Rentabilit?t der biologischen Landwirtschaft. %N 2 %K Umstellung, Deckungsbeitrag, biologische Landwirtschaft, ?kologischer, organischer, volkswirtschaftliche Effekte %P 223-253 %V 81 %D 2003 %I Landwirtschaftsverlag GmbH %L orgprints4096