@misc{orgprints2476, number = {16}, month = {April}, title = {Sind \"okologisch angebaute Lebensmittel ges\"under? }, author = {Wiebke Harms}, publisher = {\"Oko-Institut e.V., Freiburg}, year = {2004}, journal = {Gentechnik-Nachrichten Spezial}, keywords = {Lebensmittelqualit?t, Qualit?t, Vergleich, Produktqualit?t, Gesundheit, Qualit?tsanalyse, Analysemethoden}, url = {http://orgprints.org/2476/}, abstract = {Einleitung Die Spezial-Ausgaben der Gentechnik-Nachrichten vertiefen mehrmals im Jahr einen speziellen Aspekt der Gentechnik in der Landwirtschaft. Diese Ausgabe widmet sich der Betrachtung einer Alternative zur Agro-Gentechnik: dem ?kologischen Landbau. Der ?kologische Landbau erf?llt zahlreiche, von VerbraucherInnen f?r die Lebensmittelherstellung gew?nschte Attribute, z. B. landschafts-, ressourcen- und naturschonende Erzeugungsprozesse und tiergerechte Haltungsformen. Ein Gro?teil der VerbraucherInnen h?lt Bio-Lebensmittel deshalb heute f?r wohlschmeckender, ges?nder und sicherer als die Erzeugnisse der konventionellen Landwirtschaft. Dieses Spezial befasst sich mit der Frage, ob aus der h?heren Prozessqualit?t im ?kolandbau tats?chlich auch eine h?here Produktqualit?t resultiert. Da gerade auf dem Gebiet der Qualit?tsforschung im Nahrungsmittelbereich erst wenige gesicherte Ergebnisse vorliegen, beschr?nkt sich diese Ausgabe auf Qualit?tsuntersuchungen im Bereich der pflanzlichen Nahrungsmittel, speziell Obst und Gem?se. Fazit Bislang kann die Produktqualit?t von Lebensmitteln aus unterschiedlichen Produktionsverfahren insgesamt nicht abschlie?end vergleichend bewertet werden. Es fehlen Studien, die gezielt m?gliche Unterschiede im gesundheitlichen Wert von ?kologisch und konventionell hergestellten Produkten, untersucht am Zielorganismus Mensch, darstellen k?nnen. Dennoch gibt es einige signifikante Unterschiede zwischen den Produkten der beiden Anbaumethoden. Biogem?se und -obst ist nur in sehr geringem Umfang mit Pestizidr?ckst?nden belastet. Zwar werden in konventionell angebauten Produkten die R?ckstandsh?chstmengen f?r Pestizide nur selten ?berschritten ? womit sie dem Gesetz nach gesundheitlich unbedenklich sind ?, vor immer wieder auftretenden Verst??en gegen die R?ckstands-H?chstmengenverordnung ist der Biolandbau jedoch besser gesch?tzt. Au?erdem enth?lt Obst und Gem?se aus ?kologischem Anbau deutlich weniger Nitrat. Der erh?hte Anteil sekund?rere Pflanzenstoffe in Bioprodukten kann zur Zeit noch nicht eindeutig beurteilt werden, da unter anderem Untersuchungen zur Bioverf?gbarkeit fehlen. Die gesundheitsf?rdernde Wirkung der SPS ist jedoch unbestritten, so dass vergleichende Untersuchungen auf diesem Gebiet n?tzlich w?ren. Bisher k?nnen landwirtschaftliche Erzeugnisse nur unzureichend mit chemisch-analytischen Methoden nach ihren Anbaumethoden unterschieden werden. Komplement?re Analysemethoden scheinen jedoch eine solche Unterscheidung treffen zu k?nnen; sie sind allerdings gegenw?rtig naturwissenschaftlich nicht anerkannt. Auch wenn eine Qualit?tsaussage aufgrund g?nstiger ?innerer Struktur und Ordnung? fraglich scheint, so k?nnten die komplement?ren Methoden doch entscheidend dazu beitragen, dass in Zukunft landwirtschaftliche Produkte nach ihrer Anbauart unterschieden werden k?nnen. Eine umfassende Validierung der Methoden hinsichtlich Pr?zision, Robustheit etc. ist jedoch n?tig. Zum Schluss bleibt anzumerken, dass jedes Produkt aus ?kologischem Landbau aufgrund der Anbauform zur Ressourcen- und Umweltschonung beitr?gt und damit der gesamten Gesellschaft zugute kommt. Dieser Effekt tr?gt zum individuellen Wohlbefinden beim Lebensmittelkonsum bei und kann somit indirekt Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. INHALT Einleitung Begriffe Qualit?tsuntersuchungen in Lebensmitteln Gesetzlich vorgeschriebene Qualit?t Ern?hrungsphysiologische Qualit?t Sensorische Qualit?t Komplement?re Ans?tze zur Erfassung der Lebensmittelqualit?t Kupferchloridkristallisation Ultraschwache Photonenemission Nachernteverhalten Futterwahltests und F?tterungsversuche Stichwort Gentechnik Fazit Quellen} }