%0 Thesis %A Jung, Ruediger %B Fakultät für Agrarwissenschaften %D 2003 %F orgprints:2241 %I Georg-August-Universität Göttingen %K symbiotische Stickstoff-Fixierung, Stickstoff-Flächenbilanz, Futterleguminosen, Medicago sativa, Trifolium pratense, Trifolium resupinatum %T Stickstoff-Fixierleistung von Luzerne (Medicago sativa L.), Rotklee (Trifolium pratense L.) und Persischem Klee (Trifolium resupinatum L.) in Reinsaat und Gemenge mit Poaceen -Experimentelle Grundlagen und Kalkulationsverfahren zur Ermittlung der Stickstoff-Flächenbilanz %U http://orgprints.org/2241/ %X Stickstoff ist ein essentielles Element für den pflanzlichen Metabolismus. Im ökologischen Landbau ist die symbiotische N2-Fixierung der Leguminosen die tragende Säule für die Stickstoffversorgung der Feldfrüchte. Neben Körnerleguminosen werden vor allem verschiedene Futterleguminosen (verschiedene Kleearten, Luzerne), oft im Gemenge mit Poaceen, angebaut. Auch für konventionell wirtschaftende Betriebe kann der Anbau von Leguminosen von Interesse sein. Die Quantifizierung der symbiotischen Stickstoff-Fixierleistung beim Anbau von Leguminosen ist von besonderer Relevanz, da durch die Kenntnis der N-Einträge in eine Ackerbaufläche N-Flüsse nachvollzogen werden können. In dreijährigen Feldversuchen (1998 bis 2001) in Niedersachsen (Bundesrepublik Deutschland) wurde bei Luzerne, Rotklee und Persischem Klee der Trockenmasse-Ertrag, die Ernterest-Menge sowie die Stickstoff-Akkumulation in Spross und Wurzel ermittelt. Ferner wurde die symbiotisch fixierte Stickstoff-Menge sowie der vereinfachte Stickstoff-Flächenbilanzsaldo bestimmt. Die im Rahmen der Untersuchungen genutzten Standorte Reinshof (Landkreis Göttingen), Oederquart (Landkreis Stade) und Dasselsbruch (Landkreis Celle) wiesen deutliche Unterschiede hinsichtlich des Bodentyps und des Klimas auf. Die Versuchsserien umfassten ein oder zwei Hauptnutzungsjahre mit zwei Anbauformen, Reinsaat und Gemenge mit Poaceen. Im Untersuchungszeitraum wurden bei Luzerne und Rotklee in Reinsaat je drei Sorten über- und zweijährig angebaut. Des Weiteren wurden bei Persischem Klee im einjährigen Anbau zwei Sorten in Reinsaat geprüft. Gemenge mit Gräsern wurden mit jeweils einer Leguminosen-Sorte angebaut. Das Schnittgut (drei oder vier Schnitte je Hauptnutzungsjahr) wurde nach der Ernte von den Parzellen entfernt. Die symbiotische Stickstoff-Fixierleistung und die bodenbürtige Stickstoff-Aufnahme der Leguminosen wurde mit der δ15N-Methode sowie mit der erweiterten Differenzmethode untersucht. Darüber hinaus wurde zu jedem Schnitttermin die CaCl2-extrahierbare Nmin-Menge im Boden erfasst. Die Ergebnisse der Feldversuche wurden verwendet, um aufbauend auf einem vorhandenen Modell Stickstoff-Flächenbilanzsalden abzuleiten. Es wurde gezeigt, dass enge Zusammenhänge zwischen den jährlichen Schnittguterträgen und den von den Leguminosen akkumulierten Stickstoff-Mengen in Spross und Wurzel bestehen. Für jedes Nutzungssystem wurden Kalkulationstabellen entwickelt, die die zu erwartenden vereinfachten oder erweiterten Stickstoff-Flächenbilanzsalden beim Anbau von Futterleguminosen widerspiegeln sollen. Soweit Literaturdaten zur Stickstoff-Rhizodeposition sowie zur Remineralisation des über Stickstoff-Rhizodeposition in den Boden abgegebenen Stickstoffs verfügbar waren, wurden erweiterte Stickstoff-Flächenbilanzsalden abgeleitet. Für Gemenge wurden - soweit erkennbar - erstmals Kalkulationsdaten zur Stickstoff-Flächenbilanz abgeleitet, die der land- und wasserwirtschaftlichen Fachberatung zur Verfügung gestellt werden können. Anhand der erzielten Schnittguterträge der Pflanzenbestände und unter Kenntnis des Angebotes an pflanzenverfügbarem Stickstoff im Boden können Stickstoff-Flächenbilanzsalden für die geprüften Nutzungssysteme berechnet werden.