%A R. Kauer %A B. Berkelmann-L?hnertz %A J. Uhl %A M. Schmidt %A M. Wolff %J "Alternativen zur Anwendung von Kupfer als Pflanzenschutzmittel"; Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt %T ?kologischer Weinbau in Deutschland - Feldversuche und praktische Erfahrungen zur Kupferreduzierung %X Ableitend aus dem aktuellen Kenntnisstand, den vorgestellten Ergebnissen und vielf?ltigen Erfahrungen aus der Praxis muss festgestellt werden, dass derzeit keine praxisreifen Kupferersatzstoffe aus den Bereichen anorganische Salze, Pflanzenextrakte und biologische Antagonisten zur Verf?gung stehen. Die im Rahmen der vorgestellten Versuche mit einem unformulierten Pr?parat des biologischen Antagonisten von Plasmopara viticola, Erwinia herbicola, erzielten Ergebnisse machen den Forschungsbedarf in diesem Sektor deutlich. Die Wirkungspotentiale von Erwinia herbicola konnten mit dem unformulierten Versuchsprodukt bei gleichzeitig starkem Infektionsdruck und den realisierten Applikationsintervallen nicht ausgesch?pft werden. Gute Ergebnisse beim Einsatz von Erwinia herbicola Anfang der 90er Jahre belegen die Wirksamkeit dieses Antagonisten, wobei besonders durch entsprechende Formulierung Wirkungssteigerungen erreicht wurden. Um die Existenz des europ?ischen Bioweinbaus sicherzustellen ist der Erhalt bestimmter Kupferverbindungen im Anhang II der EU-VO 2092/91 derzeit unverzichtbar. Weiterhin ist aufgrund der klimatisch bedingten, an St?rke zunehmenden Infektionsereignisse durch Plasmopara viticola eine Reduzierung der Aufwandmengen unter 3 kg/ha und Jahr in der Praxis nicht vorstellbar. M?glichkeiten zu einer weiteren nationalen Reduzierung des Kupfereinsatzes (< 3 kg/ha) bei hohem Befallsdruck w?ren derzeit nur nach einer Wiederzulassung von phosphithaltigen Pr?paraten durch die BBA (?kofluid-P und Robus sind derzeit nicht als Pflanzenst?rkungsmittel registriert) gegeben und im Sinne der Praxis verantwortbar, wobei die Akzeptanz dieser Pr?parate durch die Bioanbauverb?nde gegeben sein m?sste. Bei einer Eingruppierung als Pflanzenschutzmittel w?re eine Aufnahme in den Anhang II der EU Verordnung zu beantragen. Bereits bekannte Ergebnisse aus den 90er Jahren und aktuelle Untersuchungen zu Phosphonatr?ckst?nden in den Weinen aus den vorgestellten Versuchen sowie weiteren Proben aus der Praxis belegen die bestehende R?ckstandsproblematik. Aktuell laufende Untersuchungen weisen jedoch darauf hin, dass dieser Problematik durch eine Begrenzung des Einsatzes bis in den Bereich des Entwicklungsstadiums ?Erbsengr??e? (BBCH 75) sowie den Einsatz von Pr?paraten mit geringerer Phosphonatkonzentration deutlich entgegengewirkt werden kann. Die Untersuchungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen und werden fortgesetzt. %K Kupferersatz, Aufwandmenge, Infektionsdruck, Befallsdruck, Pilz, Pilzkrankheit, Peronospora, Plasmopara, Erwinia, Blattbefall %P 38-43 %E Stefan K?hne %E Britta Friedrich %V 118 %D 2003 %I Saphir Verlag, D-Ribbesb?ttel %L orgprints2048