%A ?koring Schleswig-Holstein e.V. %T Evaluation verschiedener Legehennenherk?nfte in bezug auf die Erfordernisse ?kologischer Haltungsformen %X EINF?HRUNG These: F?r ?kologisch produzierende Betriebe stehen bisher keine Legehennenherk?nfte zur Verf?gung, die den Kriterien einer wirtschaftlichen und artgem??en Eierproduktion im ?kologischen Landbau gerecht werden. Die Mitglieder und die Beratung des ?koring S.H. e.V. formulierten deshalb f?r sie wichtige Forderungen, um dieses Ziel zu erreichen: Gew?nscht wurde eine biologisch aufgezogene, ruhige und robuste Legehenne mit einer Legeleistung von mindestens 290 Eiern pro Jahr, d.h. mit - einer Legeleistung von 80% auf die Lebendhenne bezogen von der 25 ?62 LW - einem h?heren Anteil von Eiern der Klasse M - einer guten Futterverwertung - ohne Neigung zu Federpicken und Kannibalismus. Der in der Liste zuletzt aufgef?hrte Punkt bereitet in der Praxis gro?e Probleme. Trotz m?glichst artgerechter Haltung der Hennen ist dieses Pick-Fehlverhalten auch auf den Biobetrieben bisher h?ufig zu beobachten. Die Tiere rei?en sich gegenseitig Federn aus, mit der Folge von z.T. gro?fl?chigen nackten Hautstellen mit Verletzungen. Diese ohne ihr sch?tzendes Federkleid lebenden H?hner halten sich auch bei widrigen Witterungsbedingungen im Freiland auf und werden daraus resultierend h?ufig krank. Das Fehlverhalten Federpicken kann sowohl durch mangelhafte M?glichkeiten einer artgem??en Nahrungssuche, durch ?Ern?hrungsm?ngel, Besatzdichte und umweltbedingter Aktivit?t? verursacht werden, als auch durch unterschiedlich auf ihre Umwelt reagierende Herk?nfte. Diese auftretenden Unterschiede zwischen den Linien besitzen eine ausreichende Herabilit?t f?r eine z?chterische Bearbeitung. Der Schwerpunkt innerhalb des Versuches wurde deshalb auf das Dokumentieren von Federpickaktivit?ten der einzelnen Herk?nften gelegt. Die hierzu untersuchten Herk?nfte waren allgemein unbekannt, bzw. wenig in der Praxis verbreitet, aber wahrscheinlich zuk?nftig als Nutzungstiere in gr??erem Umfang f?r Legehennenbetriebe k?uflich zu erwerben. Dieser Versuch analysierte, bzw. verbesserte auch fehlerhafte Haltungsbedingungen, insbesondere Ern?hrungsm?ngel und Krankheiten, die die Ergebnisse der einzelnen Herk?nfte verf?lschen konnten. SCHLUSSFOLGERUNG Keine der am Versuch beteiligten Herk?nfte hat alle Eingangs in der Einleitung formulierten Forderungen erf?llen k?nnen. Trotzdem k?nnen einzelne Herk?nfte der hier untersuchten Tiere eine Alternative zu den bisher verwendeten Hybriden darstellen. Tetra-SL: Im ersten Versuchsdurchgang mit Problemen seitens der Versuchsdurchf?hrung in der Aufzucht und F?tterung zeigte sie starke Federpicksymptome, im zweiten und dritten Durchgang fielen sie wesentlich geringer aus. Optisch noch keine ?Wunschhenne? in Hinblick auf Befiederung und Hautverletzungen, aber ein erster Schritt zu einer ausgeglicheneren Legehennne. Die Forderung von mindestens 80% Legeleistung auf die LH bezogen wurde au?er im dritten Durchgang erreicht, wobei die Tiere in diesem Durchgang an einer nicht selbst verschuldeten Virusinfektion erkrankt waren Die Eiklassenverteilung schwankte je nach Futterinhaltsstoffen zwischen 34% - 55% der Klasse L und zwischen 30% - 49% der Klasse M. Dekalb gold: Im ersten Versuchsdurchgang etwas geringere Federpicksymptome als die Herkunft Tetra, im zweiten Durchgang vielversprechend geringe Anzeichen, um im dritten Durchgang durch sehr hohe Federpickraten zu entt?uschen. Die Legeleistung war durchweg sehr zufriedenstellend um bzw. ?ber 80% auf die Lebendhenne bezogen, ebenso mit den h?chsten Eimassewerten von durchschnittlich 13,9 kg auf die Lebendhenne bezogen zwischen der 25-62 LW. Die Eiklassenverteilung lag im Trend mit 49% - 53% der Klasse L im Vergleich zu der Herkunft Tetra h?her. Eier der Klasse M waren in jedem Durchgang konstant mit einem Prozentsatz von 37% vertreten. Diese Herkunft neigte folglich dazu tendenziell gr??ere Eier zu legen. Dies ist bei den jeweiligen Vermarktungsm?glichkeiten zu ber?cksichtigen. Shaver 577: Diese Herkunft wurde aus Aspekten des Tierschutzes nach dem zweiten Versuchsdurchgang von dem Versuch ausgeschlossen. In beiden Durchg?ngen zeigten die Tiere ausgepr?gte Federpicksymptome mit daraus resultierenden fast nackten H?hnern mit vielen blutigen Verletzungen. Lohmann Experimental: Dieser wei?fiedrige Braunleger entstand aus einer Kreuzung zweier Linien White Rock. Sie zeigten eine geringe Uniformit?t in Hinblick auf das Gewicht und erreichten nicht die gestellte Forderung von 80% Legeleistung in der 25-62 Lebendwoche, wiesen aber einen gew?nschten hohen Anteil der Klasse M-Eier (56%-67%) auf. In der Herkunftspr?fung im Tierzuchtzentrum Neu-Ulrichstein zeigte diese Herkunft eine bessere Legeleistung. Interessant ist dies, da sie in allen Durchg?ngen als einzige Herkunft vollst?ndig befiedert war und nur 20% der beurteilten Tiere kleine Verletzungen im Gefieder aufwiesen. Negativ zu verbuchen war allerdings aufgetretenes Zehenpicken, wenn auch nur vereinzelt. In anderen Herkunftsvergleichen entt?uschte diese Herkunft durch Auftreten von Kannibalismus und vermehrten Kopf- und Rumpfgefiedersch?den. Lohmann Silver: Diese Herkunft ist ebenfalls ein wei?er Braunleger, allerdings zeigen die Hennen einige braun melierte Federn auf. Sie fiel als angenehm schwerere Henne durch eine hohe Gewichtsuniformit?t auf. Allerdings zeigte sie im zweiten Durchgang starke Gefiedersch?den, die mit entsprechend hohen Verletzungsraten einhergingen. Durch die fr?here Ausstallung im 3. Durchgang war eine Bewertung dieser Herkunft schwierig. Tendenziell war hier jedoch zum Ausstallungszeitpunkt ein besseres Ergebnis zu erwarten. Die Legeleistung lag im 2. Durchgang ?ber 80%, im 3. Durchgang darunter. Diese Herkunft muss, bzw. wird auch auf Praxisbetrieben noch weiter getestet. Haltungsmanagement in Bezug auf Auftreten von Federpicken: F?tterung: In diesem Versuch wurden gravierende negative Abweichungen bei diversen gelieferten Futtermischungen von den Soll-Mindestinhaltsstoffen analysiert. Dieser Umstand kann Ausl?ser f?r Federpicken und Kannibalismus sein. Deshalb sollten zuk?nftig aus Sicht des Tierschutzes unangemeldete Kontrollen besonders der von Futtermittellieferanten gelieferten Produkte f?r Gefl?gel durchgef?hrt werden. Betriebe die selbst mischen sollten Analysen der aktuell eingesetzten Futterkomponenten verwenden. Diese Futterinhaltskontrolle wird zus?tzliche Kosten verursachen. Junghennenaufzucht: Schon in der Junghennenaufzucht ist den Tieren eine interessante Umwelt anzubieten, um sp?terem Auftreten von Federpicken vorzubeugen. Die Rahmenbedingungen wurden aus Erkenntnissen aus dem ersten Durchgang f?r die folgenden Durchg?nge wesentlich verbessert, indem den Tieren ab einem fr?heren Zeitraum mehr Platz pro Tier insgesamt und Besch?ftigungsmaterial angeboten wurde. %D 2003 %K Legehennen, Herk?nfte, Rassen, Hybridlinien, Legehybriden, Herkunftsvergleich, Gefl?gelz?chtung, Federpicken, Aufzucht, Junghennen, F?tterung, Praxisversuch %I Versuchs- und Beratungsring ?kologischer Landbau Schleswig-Holstein e.V %L orgprints2047