%A Thomas Dworak %A Bernhard Burdick %J Beitr?ge zur 7. Wissenschaftstagung zum ?kologischen Landbau "?kologischer Landbau der Zukunft" %T ?kologische und soziale Chancen und Risiken des E-Commerce im Nahrungsmittelsektor im Bereich von Regional- und Bioprodukten %X Die Zahl der Internet Nutzer steigt j?hrlich und n?hert sich in Deutschland langsam der 60 Prozent Marke, die als Wachstumsgrenze f?r die westliche Welt gilt. Auch wenn ab dieser Grenze kaum noch neue Nutzer zu erwarten sind, wird das Segment E-Commerce weiter wachsen. Gesch?ftabwicklung ?ber elektronische Medien d.h. E-Commerce zwischen Unternehmen und Konsumenten (B2C) sind auch im Nahrungsmittelhandel ein Thema geworden. Verschiedene Internet-Portale b?ndeln Angebote von direktvermarktenden ?kologisch und konventionell produzierenden Landwirten, unterschiedlichen Regionalvermarktungsinitiativen, Einzelh?ndlern sowie regional oder national orientierte Handelsketten und Versandh?usern. E-Commerce generell und so auch im Nahrungsmittelhandel hat auch Auswirkungen auf die Umwelt durch die Ver?nderungen in der Handelslogistik, vor allem im Bereich Verkehr. Die Meinungen differieren hier derzeit noch, ob es zu einem Anwachsen oder Absinken der Gesamtverkehrsbelastung kommt. Klar ist aber, dass die Anzahl der Das Internet erh?ht die Markttransparenz durch die M?glichkeit ?berregionalen Preise zu vergleichen und Waren (theoretisch) weltweit zu beziehen. Dies beinhaltet gleicherma?en Chancen wie Risiken f?r Bioprodukte. Kunden die vor Ort schlechten Zugang zu ?kologischen Produkten haben oder im Internet preisg?nstigere Bioprodukte finden, k?nnen gewonnen werden. Dies gilt aber ebenso f?r konventionelle Produkte. F?r die Regionalvermarktung liegen die Chancen vor allem in der regionalen B?ndelung und Zusammenstellung einer attraktiven Produktpalette und dem Aufbau einer gemeinsamen Logistik - sowohl f?r Wiederverk?ufer wie f?r Endkunden - durch Produzentenzusammenschl?sse. F?r einzelne Direktvermarkter und Einzelh?ndler lohnt sich der Aufwand eher nicht. F?r diese kann sich aber die Investition in informative Internetauftritte positiv auswirken. Besonders attraktiv ist die Verkn?pfung von Angeboten regionaler und / oder ?kologischer Produkte mit anderen Angeboten (l?ndlicher Tourismus, Ferien auf dem Bauernhof, Wellness, Gesundheit). Anders als bei Bioprodukten, die regelm??igen Kontrollen unterliegen, liegt der Zusatznutzen regionaler Produkte vor allem in der Transparenz und Glaubw?rdigkeit, die insbesondere bei Direktvermarktung (Ab- Hof, Marktstand, usw.) gew?hrleistet ist. F?r konventionelle Regionalprodukte sind daher deren transparente und glaubw?rdige Darstellung mit Hilfe von Qualit?tskriterien und Zertifizierungssystem -auch im Internet- umso notwendiger. Werden Regionalprodukte zu ?global" gehandelten Spezialit?ten, gehen viele spezifische Vorteile der Regionalvermarktung verloren. Bei der Vermarktung von Regional- und Bioprodukten im E-Commerce ist weiterhin ein kritischer Blick und eine wissenschaftliche Analyse der Effekte der neuen Vermarktungswege und deren sozio?konomischen und ?kologischen Vor- und Nachteile der damit verbundenen Logistiksysteme notwendig. %K Internet, Vermarktung, Vermarktungsform, Vermarktungsweg, Online-Shop, Postversand, Selbstabholer, Lieferservicce, Logistik, K?hlkette %P 329-332 %E Bernhard Freyer %D 2003 %I Universit?t f?r Bodenkultur Wien, Institut f?r ?kologischen Landbau %L orgprints1963