@misc{orgprints1721, title = {Wissenstransfer ? Entwicklung einer neuen Methode zur \"okologischen Produktinnovation}, year = {1999}, keywords = {Marktforschung, Gruppendiskussion, Befragung, Interview, Kaufverhalten, Kaufmotiv, Kaufentscheidung, Produktinformation, Lebensmittel, Gefl?gel}, url = {http://orgprints.org/1721/}, abstract = {Das zweij?hrige Forschungsvorhaben erhielt seine Mittel aus dem BMBF-Programm ?Produktintegrierter Umweltschutz?. Es wurde eine Methode zur konsumbezogenen Innovationssondierung entwickelt, mit der die Anspr?che von Verbraucherinnen und Verbrauchern f?r Produkt- und evtl. auch f?r Dienstleistungsinnovationen nutzbar ge-macht werden k?nnen. Die Konsumentinnen und Konsumenten, ihr Wissen und ihre ?kologischen Anspr?che standen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses; lebensstilspezifische und sozialstruk-turelle Unterschiede zwischen ihnen wurden bei den durchgef?hrten Einzelinterviews und Gruppendiskussionen besonders beachtet. Die Innovationssondierung wurde an-hand von konkreten ?ko-Innovationen in den Bereichen Lebensmittel und Textilien erprobt. Die Firma Steilmann z.B. m?chte die Herstellung ihrer Kollektion umweltfreundlicher gestalten. Anz?ge und Kost?me des niedrigeren Preissegments werden bisher aus Poly-ester hergestellt. Bei der Synthese der Faser wird ein Antimonkatalysator eingesetzt. Sowohl bei der Produktion als auch bei einer Verbrennung nach dem Tragen kann An-timon in die Umwelt gelangen und Sch?den verursachen. Die Verwendung eines ande-ren Katalysators ist zwar aus fachlicher Sicht umweltfreundlich, aus Sicht der Verbrau-cher und Verbraucherinnen aber kein besonderer Vorteil. Die Untersuchung hat auf fal-sche Vermarktungsstrategien hingewiesen. Das Potential weiterer ?ko-Innovationen wurde untersucht und in einem Fachgespr?ch, z.B. ?ber kompostierbare Textilien, mit verschiedenen Konfektion?ren und Textil-Designerinnen diskutiert. Anders als die Produktion von Textilien wird die ?kologische Erzeugung von Nah-rungsmitteln durchaus wertgesch?tzt. Gefl?gel aus Bio-Betrieben wird auch von den K?uferinnen und K?ufern im Supermarkt als Alternative zu der in qualvoller Enge ab-laufenden konventionellen Intensivmast akzeptiert. Best?rkt durch unsere Interviews fanden erfolgreiche Probeverk?ufe von Bioputen-Fleisch statt; Verpackungs- material und die auf der Verpackung befindlichen Informationen konnten aufgrund der Grup-pendiskussionen verbessert werden. Dennoch k?nnen Akzeptanzprobleme auftreten, wenn nicht z.B. durch Aufkl?rungsbrosch?ren das Bild der Verbraucher von einer ?ko-logischen Landwirtschaft ver?ndert wird. Die Konsumentinnen und Konsumenten h?n-gen immer noch der verkl?renden Vorstellung vom traditionellen Bauernhof an. Im Rahmen eines Fachgespr?chs wurden unsere Ergebnisse auch anderen Herstellern vermittelt. Mittlerweile haben mehrere Lebensmittelketten Bioputen-Fleisch im Ange-bot. Das Projekt hat ergeben, da? es sinnvoll ist, die ?kologischen Anspr?che von Verbrau-cherinnen und Verbrauchern gezielter als bisher aufzunehmen und in den Innovati-onsproze? einzuspeisen. F?r die meisten Innovationen reicht es aus, Fachleute aus der Verbraucherberatung und Vertreter aus Gruppendiskussionen zu beteiligen, was ver-gleichsweise wenig Aufwand erfordert. In Bereichen, die sich st?ndig ver?ndern, wie die Kommunikations- oder Biotechnologien, aber auch bei Drogerieartikeln und bei langlebigen Konsumg?tern wie Autos, K?cheneinrichtungen, Haushaltsger?ten, sowie bei der Einrichtung von ?ffentlichen Verkehrsmitteln oder Seniorenwohnungen sollten zus?tzlich auch Einzelinterviews durchgef?hrt werden, damit m?gliche W?nsche und Vermarktungsprobleme abgesch?tzt werden k?nnen. Um ein umweltpolitisches Stoff-strommanagement zu initiieren und um langfristig zu erreichen, da? Innovationen auf Nachhaltigkeit orientiert werden, m??te jedoch eine unabh?ngige Stelle eingerichtet werden, die eine konsumbezogene Sondierung hersteller?bergreifend vornimmt. Das Projekt wurde Ende 1999 abgeschlossen. Eine abschlie?ende Publikation der Ergebnis-se ist f?r Ende 2000 vorgesehen.} }