%T Minderung von Umstellungshindernissen f?r nachhaltige Angebotsanpassungen bei Bio-Gem?se: Neue Kooperationsformen zur verbesserten Abstimmung von Leistungen und Anforderungen in Lieferketten %X Das Angebot von ?kologisch produziertem Frischgem?se im deutschen Lebensmitteleinzelhandel wurde in den vergangenen Jahren ausgeweitet - allerdings haupts?chlich durch Importe. Die Entwicklung der deutschen Bio-Frischgem?se-Produktion ist hinter dieser Angebotsausweitung deutlich zur?ckgeblieben. Daf?r gibt es verschiedene Ursachen: ? ?kologisch wirtschaftende Gem?sebaubetriebe und traditionelle ?ko-Vermarktungsstrukturen sind nach Gr??e und Ausstattung im Frischebereich nicht auf die Anforderungen des LEH in Bezug auf gr??ere Partien, einheitlicher Qualit?t sowie logistische Dienstleistungen ausgerichtet. ? Gro?e, leistungsf?hige konventionelle Gem?sebaubetriebe sch?tzen die umstellungsbedingten Produktions-und Marktrisiken als so gro? ein, dass die Betriebe sie nicht selbst auf betrieblicher Ebene l?sen k?nnen und eine Umstellung so wirtschaftlich uninteressant ist. ? Deshalb haben auch die bisher den LEH versorgenden konventionellen Handelsmittler - Gro?h?ndler und Erzeugerorganisationen - Schwierigkeiten, ein den Beschaffungsanspr?chen des LEH angepasstes Bio-Frischgem?se-Sortiment anbieten zu k?nnen. Folglich konnte die Angebotsausweitung im LEH bisher nur durch ein eingeschr?nktes und ?berwiegend importiertes Frischgem?sesortiment stattfinden. Lange Transportwege werden aber von vielen Konsumenten sehr skeptisch beurteilt und auch der LEH ?u?ert zunehmend Zweifel, ob langfristig bei einer Ausweitung der internationalen Beschaffungsaktivit?ten Qualit?tskontrolle und Sicherheit l?ckenlos zu gew?hrleisten sind. Eine dauerhafte Ausweitung der einheimischen Bio-Gem?se-Produktion setzt voraus, dass bestehende Unsicherheiten im Absatzbereich verringert und h?here Anreize zur Umstellung leistungsf?higer Produzenten geschaffen werden. Dabei bedarf es sowohl seitens des LEH als auch der Lieferanten verschiedener Lern- und Anpassungsprozesse, um Angebotsleistung und Nachfrageanspr?che anzugleichen. Die bisherige Aufstellung der Bio- und konventionellen Lieferketten hat weitgehend den Betrieben das Umstellungsrisiko ?berlassen. Wenn das Angebot f?r Bio-Frischgem?se ausgeweitet werden soll, so sind effizient abgestimmte Prozesse entlang der Wertsch?pfungskette und kooperative L?sungen f?r die Minderung des Absatzrisikos - insbesondere von Umstellungsware - bei der derzeitigen Marktlage der Ansatzpunkt. Das Ziel des Projektes ist, durch das gemeinsame Erarbeiten und Definieren von Anforderungen, Modalit?ten und Strukturen, den Betrieben eine gr??ere Sicherheit bei der Umstellung zu geben. Dar?ber hinaus ist ein weiteres Ziel, die Erzeugerorganisationen in ihrer Mittlerposition beim Aufbau/Ausbau von Bio-Angeboten f?r den LEH zu unterst?tzen und dem LEH die Etablierung zuverl?ssiger Bio-Liefernetzwerke und damit eines attraktiven und wettbewerbsf?higen Bio-Gem?se-Sortimentes zu erm?glichen. Im Projekt gibt es drei Regionen und Erzeugerorganisationen, in denen die Beteiligten die eigenen Ziele definieren und mit Hilfe wissenschaftlicher Begleitung im Umsetzungsprozess unterst?tzt werden sollen. Verallgemeinerte Schlussfolgerungen aus den Fallstudien m?nden in einen Leitfaden f?r die Begleitung von Ver?nderungsprozessen in ?kologischen Lieferketten. Ziel ist, dass Berater relevante Akteure und deren Funktionen identifizieren und gezielt f?rdern k?nnen. %K B?L, BOEL, FKZ 08OE137, Frischgem?se, Biogem?se, ?kogem?se, Gem?severmarktung, Umstellung, Angebotsausweitung, Lebensmitteleinzelhandel, Vermarktungsstrukturen, Naturkosthandel, Erzeugerorganisationen %I Humboldt Universit?t zu Berlin %L orgprints15352