%A Guido Haas %A Uwe Geier %A Dirk Schulz %A Ulrich K?pke %J Berichte ?ber Landwirtschaft %T Vergleich Konventioneller und Organischer Landbau - Teil II: Klimarele?vante Kohlendioxid-Senken von Pflanzen und Boden %X Gegen?ber der anthropogenen CO2 Freisetzung, die im nichtlandwirtschaftlichen Be?reich durch Nutzung fossiler Brennstoffe und bezogen auf die Weltlandwirtschaft durch Landnutzungs?nderung verursacht werden, sind die R?ckbindungsm?glichkeiten der Landwirtschaft gegen?ber der globalen Freisetzung gering. Die pflanzliche Senke f?r CO2 ist umso gr??er, je h?her der produzierte Gesamtertrag, je geringer der zur Synthese der Inhaltsstoffe dissimilierte CO2 Anteil und je h?her die Dauer des Erhaltes der synthetisierten organischen Substanz als Erntegut und dem Boden zugef?hrte Erntereste ist. Berechnungen eines Vergleichs von Betrieben des Organischen und Konventionellen Landbaus ergaben eine etwa 1,3fach h?here CO2 Bindung im Spro? und Erntegut des konventionellen im Vergleich zum organisch wirtschaftenden Betrieb. Dagegen ist die CO2 Bindung der Wurzelmasse im Organischen Landbau etwa 1,6fach h?her als im Konventionellen Land?bau. Bei zus?tzlicher Ber?cksichtigung des Anbaus von Zwischenfr?chten und Untersaaten sowie einer h?heren C Senke der Ackerbegleitflora ist bei Ausschlu? des in tierischer und mikrobieller Biomasse gebundenen Kohlenstoffs die CO2 Bindung bei organischer Landbewirtschaftung h?her. Bezogen auf den CO2 Einsatz (Emissionen) ist die CO2 Bindung des Organischen Landbaus mit 42,8 Einheiten je eingesetzter Einheit CO2 im Vergleich zu 21,6 Einheiten je eingesetzter Einheit CO2 um den Faktor 2 h?her. Bei Einbeziehung der Viehhaltung und Ber?cksichtigung des hohen Anteils von Futtergetreide im konventionellen Landbau mit geringer Halbwertszeit des verf?tterten Kohlenstoffs, von dem etwa 68 % veratmet werden, ist der grundfutterdominierte Organische Landbau deutlich g?nstiger zu bewerten als der kraftfutterdominierte konventionelle Landbau. Generell wird in organisch bewirtschafteten B?den, bedingt durch die hohen Futterbauanteile mit l?ngerw?hrender Bodenruhe und der Zufuhr von Stallmist, mehr CO2 in Form von organischer Bodensubstanz r?ckgebunden als bei konventioneller Bewirtschaftung. Verschiedene Dauerversuche zeigten, da? langj?hrige organische Bewirtschaftung offensichtlich zu Ver?nderungen der Zusammensetzung der Bodenmikroflora und nachweislich zu einer verst?rkten anteilsm??igen Assimilation von CO2 durch die h?here mikrobielle Biomasse im Bodens f?hrt. Hingegen wird in intensiver konventionell bewirtschafteten B?den eine h?here biomassebezogene CO2 Veratmung festgestellt. Organisch bewirtschaftete B?den kennzeichnen dementsprechend "inhalations " oder "assimilationsorientierte", konventionell bewirtschaftete B?den verst?rkt "dissimilations " oder "exhalationsorientierte" Agrar?kosysteme. %K Klima, Klimawandel, Treibhauseffekt, CO2-R?ckbindung, Kohlenstoff, Humus, Wurzeln, CO2-Festlegung, Systemvergleich %P 416-434 %E Bundesministerium f?r Landwirtschaft %V 73 %D 1995 %I Bundesministerium f?r Landwirtschaft Deutschland %L orgprints13931