%A F. Heckendorn %A V. Maurer %A M. Senn %A H. Hertzberg %T Esparsette (Onobrychis viciifolia) als m?gliche Futterpflanze zur Kontrolle von Magen-Darm-Strongyliden bei Schafen %X In der Schaf- und Ziegenhaltung stellt der Befall mit Magen-Darm-Strongyliden (MDS) einen wesentlichen Problemfaktor f?r die Tiergesundheit dar. Klinische und subklinische Erkrankungen k?nnen von erheblicher wirtschaftlicher Relevanz sein. Eine zunehmende Resistenzentwicklung gegen seit langem eingesetzte Anthelminthika hat derzeit einen intensivierten Einsatz dieser Wirkstoffe zur Folge und versch?rft das Problem somit zus?tzlich. Die Entwicklung und Bereitstellung komplement?rer Kontrollstrategien k?nnte zu einer erheblichen Reduktion des Anthelminthika-Einsatzes beitragen. Eine m?gliche Strategie stellt der Einsatz tanninhaltiger Futterpflanzen dar. Wir beschreiben Ergebnisse aus einem in vivo Versuch zur antiparasitischen Wirkung von Esparsettenheu und Esparsettensilage (6,2 % und 4,4 % Tannine / Trockensubstanz) gegen Haemonchus contortus und Cooperia curticei in experimentell infizierten L?mmern. Nach 16-t?giger F?tterung mit Esparsettenheu war die H. contortus Wurmb?rde im Vergleich zu einer isoproteisch und isoenergetisch gef?tterten Kontrollgruppe (0,1 % Tannine / Trockensubstanz) um 53 % reduziert (P < 0,05). Es konnte gezeigt werden, dass L?mmer, die mit Esparsettenheu gef?ttert wurden, bereits 10 Tage nach Versuchsbeginn 44 % (P < 0,05) weniger H. contortus Eier pro Gramm Kot (EpG) ausschieden als die Kontrolltiere. Bei Versuchsende (16 Tage nach F?tterungsbeginn) war die H. contortus Eiausscheidung im Vergleich zur Kontrolle um 58 % reduziert (P < 0,01). Die Tagesgewichtszunahme der L?mmer in der Esparsettenheu-Gruppe war im Vergleich zur Kontrollgruppe tendenziell besser (163 g/Tag und 96 g/Tag; P = 0,07). Die F?tterung mit Esparsettensilage reduzierte die H. contortus Eiausscheidung verglichen mit der Kontrolle um 48 %. Dieses Resultat war allerdings nicht signifikant (P = 0,075). Im Vergleich zu den Kontrollgruppen wurde die C. curticei Eiausscheidung durch Esparsettenheu um 74 % (P < 0,001) und durch Esparsettensilage um 81 % (P < 0,001) reduziert. Es handelt sich bei dieser Studie um die erste, welche die f?r den Praxiseinsatz wichtige Verwendung einer konservierten, tanninhaltigen Futterpflanze gezielt gegen H. contortus und C. curticei untersucht. %D 2006 %K Veterin?rparasitologie, Endoparasitenkontrolle, Tannine, kleine Wiederk?uer, Esparsettensilage, Magen-Darm-Strongyliden, Tiergesundheit, Anthelminthika, Kontrollstrategien %P 50 %L orgprints13308