%0 Generic %A Fidelak, Christian %A Klocke, Peter %A Heuwieser, Wolfgang %D 2007 %F orgprints:13301 %I M. & H. Schaper GmbH %K Tiergesundheit, Klinische Mittelprüfungen, Brodowin 3, Milchkühe, ökologische Tierhaltung, Fruchtbarkeit, Herdengesundheitsprogramm, Prophylaxe, Homöopathie, dairy cows, organic farrning, fertility, herd health program, prophylaxis, homeopathy %N 7 %P 268-274 %T Homöopathische Prophylaxe in der Bestandsbetreuung von Milchkühen Teil 1 - Fruchtbarkeit %U http://orgprints.org/13301/ %V 114 %X In der vorliegenden Untersuchung sollte geklärt werden, ob durch eine prophylaktische Behandlung mit homöopathischen Komplexmitteln in einem Milchviehbetrieb Störungen in der Puerperalphase verringert werden können. In eine randomisierte Doppelblindstudie wurden 146 Milchkühe eines nach ökologischen Richtlinien wirtschaftenden Betriebes mit einer durchschnittlichen Laktationsleistung von 5.100 kg Milch/Kuh/Jahr aufgenommen. Die Tiere wurden zwei Gruppen zugeordnet. In der Versuchsgruppe (VG: n=76) erfolgte die Behandlung zum Zeitpunkt des Trockenstellens mit Carduus comp.' und Coenzyme cornp.', unmittelbar post partum (p.p.) mit Traumeel', 7 Tage p.p. mit Lachesis cornp.' und am Tag 14 p.p. wieder mit Carduus conip.' und Coenzyme comp.'. In der Kontrollgruppe (KG: n=70) erhielten die Tiere ein Placebo. Alle Präparate wurden subkutan zu je 5 ml verabreicht. Zum Trockenstellen, zur Kalbung und wöchentlich bis zum Tag 35 p.p. wurden die Kühe klinisch untersucht. Jeweils zeitgleich erfolgte die Entnahme von Blutproben. Der Behandlungserfolg wurde anhand von klinisch-gynäkologischen Parametern, Fruchtbarkeitskennzahien und der Ergebnisse der Blutserumprofile (Calcium (Ca), anorganisches Phosphor (P), Aspartat-Amino-Transferase (AST), Harnstoff, Bilirubin) beurteilt. Die Fruchtbarkeitsdaten der Herde wurden zwischen den beiden Behandlungsgruppen und retrospektiv mit denen der vorangegangenen Laktation verglichen. Grundlage dieser ersten Mitteilung sind die Ergebnisse der Entwicklung der Fruchtbarkeitsleistung. Unterschiede zwischen den beiden Behandlungsgruppen konnten bei den Fruchtbarkeitsparametern (Rastzeit, Güstzeit, Konzeptionsrate) nicht festgestellt werden, obwohl die Tiere in der VG früher eine zyklische Ovaraktivität zeigten (68 % vs. 62 %; P > 0,051. Wurde die Milchleistung als Einflussfaktor mit in das Model einbezogen, wies die VG einen signifikant höheren Anteil an früher zyklischen Tieren auf (82 % vs. 57 %, P P 00.5). Es zeigte sich, dass die Tiere der VG eine signifikant schlechtere Brunstnutzungsrate aufwiesen. In der Herde konnte insgesamt eine leichte Verbesserung der Fruchtbarkeinsituation im Vergleich zur vorangegangenen Laktation erzielt werden. Die prophylaktische Behandlung aller Tiere der Herde erwies sich als nicht sinnvoll. Therapeutische Effekte konnten nur bei Tieren mit höherer Miichleistung, vor allem in der aktuellen Laktation, erzielt werden. Die Fruchtbarkeitsleistung in der vorangegangenen Laktation hatte auf den Behandlungserfolg in dieser Untersuchung keinen Einfluss.