@phdthesis{orgprints1304, month = {April}, title = {Auswirkungen acker- und pflanzenbaulicher Ma\ssnahmen sowie der Dauer der \"okologischen Bewirtschaftung auf die arbuskul\"are Mykorrhiza im \"Okologischen Landbau}, school = {Universit\"at f\"ur Bodenkultur, Wien}, author = {Manfred Gollner}, year = {2003}, keywords = {arbuscul?re Mycorrhiza, AM, Symbiose, Bodenpilze, Bodenbiologie, langj?hrige ?kologische Bewirtschaftung, POEB, P?B, Projekt ?kologische Bodenbewirtschaftung, Fruchtfolge, D?ngung, Bodenbearbeitung, Winterweizen, mykotroph}, url = {http://orgprints.org/1304/}, abstract = {Als AM (arbuskul?re Mykorrhiza) bezeichnet man eine Symbiose zwischen Bodenpilzen der Ordnung der Glomales und Gef??pflanzen (Cormobionta). Mehr als 80% aller landwirtschaftlichen Kulturpflanzen bilden eine AM aus. Nur Vertreter der landwirtschaftlich relevanten Pflanzenfamilien der Kreuzbl?tler (Brassicaceae) und G?nsefu?gew?chse (Chenopodiaceae) bilden keine AM aus. Der ?kologische Landbau (?L) l?sst aufgrund der spezifischen Fruchtfolgen, D?nge- und Bodenbearbeitungsma?nahmen sowie den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel ein h?heres Besiedelungspotenzial der B?den durch AMP und einen h?heren MBG der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen erwarten. W?hrend die F?rderung des Edaphon im allgemeinen durch Anbauma?nahmen im ?L im Vergleich zum konventionellen Landbau nachgewiesen sind, liegen bisher keine Untersuchungen ?ber die Auswirkungen spezifischer Anbauma?nahmen auf die AM im ?L vor. Ziel dieser Arbeit war daher die Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher ackerbaulicher und pflanzenbaulicher Ma?nahmen (Fruchtfolge, D?ngung, Bodenbearbeitung) im ?L sowie der Dauer der ?kologischen Bewirtschaftung auf den MBG von Getreide (v.a. Winterweizen). Folgende landwirtschaftliche Kulturma?nahmen zeigten eine signifikante Erh?hung des MBG der Wurzeln der untersuchten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen: + ein hoher Anteil an Leguminosen in der Vorfrucht sowie in der Fruchtfolge, + ein hoher Bodenbedeckungsgrad, + die Vermeidung von Schwarzbrache, + die D?ngung mit Stallmist (Stallmistkompost oder Rottemist statt G?lle) sowie + eine nichtwendende, lockernde Bodenbearbeitung statt wendender Bodenbearbeitung (Grubber statt Pflug). Zur Erhaltung eines hohen Kolonisationspotentials durch AMP sollte nach einer nichtmykotrophen immer eine mykotrophe Kulturpflanze in der Fruchtfolge stehen. Eine gut ausgepr?gte AM dient der Erh?hung der P-Aufnahme des Phytosymbionten, der Erh?hung der Widerstandskraft gegen?ber Wurzelpathogenen sowie der Erh?hung der Resistenz gegen?ber abiotischen Stressfaktoren in landwirtschaftlichen Produktionssystemen. Die F?rderung der AM kann dadurch zur Optimierung des Pflanzenwachstums und zur Sicherung der Ertr?ge beitragen. Um die Leistungsf?higkeit der Symbiose zwischen den landwirtschaftlichen Kulturpflanzen und den autochthonen AMP am Standort optimal zu f?rdern, sind die oben genannten landwirtschaftlichen Kulturma?nahmen einzuhalten. F?r ein weiteres Verst?ndnis der Auswirkungen acker- und pflanzenbaulicher Kulturma?nahmen auf die AM sind die Untersuchungen auf weitere Kulturarten und im ?L zugelassene D?nge- und Pflanzenschutzmittel auszudehnen. Um detailliertere Aussagen zu den Auswirkungen der Fruchtfolgegestaltung auf die AM t?tigen zu k?nnen, w?re eine l?ngere Untersuchungsdauer (mindestens zwei ganze Rotationen) erforderlich, um v.a. unterschiedliche Witterungsbedingungen in den Versuchsjahren in der Interpretation ber?cksichtigen zu k?nnen. Weiters m?ssten zur Abdeckung der Breite der offenen Fragen in der landwirtschaftlichen Praxis mehrere unterschiedliche Fruchtfolgen in unterschiedlichen Klimar?umen in die Untersuchung einbezogen werden. Diese Anforderungen k?nnen jedoch im Rahmen einer Dissertation durch die zeitliche Einschr?nkung und der begrenzten Arbeitsressourcen nicht erf?llt werden. Die vorliegenden Ergebnisse stellen somit den Status quo der AM dar. Neben der Ausbildung einer effizienten AM spielen auch andere Faktoren wie die Versorgung mit Stickstoff und Wasser in der Er-tragsbildung und dem Proteingehalt im Korn von Getreide eine bedeutende Rolle. Zur Auswirkung der unterschiedlichen Dauer der ?kologischen Bewirtschaftung auf die AM liegen zur Zeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. In der Zukunft wird eine Verringerung des Eintrages an Agrochemikalien in die Kulturlandschaften im Mittelpunkt des ?ffentlichen Interesse stehen, dabei muss der Bedeutung der AM als wichtige Komponente einer nachhaltigen Landwirtschaft eine h?here Aufmerksamkeit gewidmet werden.} }