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Screening verschiedener Herkünfte von Winterebsen

Urbatzka, Peer (2002) Screening verschiedener Herkünfte von Winterebsen. Thesis, University of Kassel-Witzenhausen, Dep. of Organic Farming and Cropping. . [Unpublished]

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Summary

In dieser Diplomarbeit wurde ein Sortenscreening mit 44 Akzessionen von alten Sorten oder Populationen verschiedener Herkünfte von Wintererbsen aus der Genbank Gatersleben durchgeführt. Bei den Akzessionen handelt es sich um alte Herkünfte aus verschiedenen europäischen Ländern. Sie gehören bis auf eine Ausnahme zur Convarietät speciosum und sind alle konventionelle Blatttypen.
Ziel des Versuches war es, diese Herkünfte auf ihre Eignung zur Züchtung einer Wintererbse zu prüfen. Hierzu wurden die Akzessionen in einer einfaktoriellen Blockanlage angebaut. Aufgrund der geringen Menge an Saatgut gab es keine Wiederholungen. Als Vergleich wurden drei EU-Sorten in jedem der vier Blöcke ausgesät. Hierbei handelt sich um die „EFB 33“, ein normaler Blatttyp, sowie die zwei modernen semi-leafless-Typen „Cheyenne“ und „Spirit“. Im durchgeführten F-Test und t-Test wurden zwischen diesen drei Sorten keine signifikanten Unterschiede festgestellt.
Die Akzessionen wurden auf folgende Parameter untersucht:
· Auswinterung und Anzahl der Pflanzen zur Ernte
· Zeitpunkt und Dauer der Blüte
· Pflanzenlänge und Lagerneigung nach der Blüte
· Krankheiten
· Befall mit Erbsenwickler (Cydia nigricana)
· Platzfestigkeit der Hülsen und Ausfall der Körner
· Kornertrag und TKG
Nach diesen Parametern lassen sich die Akzessionen in zwei Gruppen einteilen: Zum einen die ungarische, die deutschen und die südeuropäischen Herkünfte mit einem relativ hohen TKG, einem relativ kräftigen Wuchs und einer geringen Auswinterung und zum anderen die kleinkörnigeren, feinwüchsigeren Herkünfte aus Osteuropa mit einer relativ hohen Auswinterung. Die zweite Gruppe ist für den Anbau in Deutschland nicht geeignet.
Zur ersten Gruppe gehören die zwölf Akzessionen Nr. 1, 2, 3, 5, 6, 7, 11, 12, 23, 41, 42 und 44. Diese sind alle für die Züchtung einer Wintererbse zur Grünnutzung interessant. Herauszuheben sind die Nr. 1, 2, 5, 11, 12, 41und 42, die etwas besser abschneiden als die anderen fünf Akzessionen und die Vergleichssorte „EFB 33“. Zu einer Körnernutzung sind nach diesem Versuchsergebnis die Nr. 1, 7 und 42 gut geeignet; die anderen Akzessionen nur mäßig bis gar nicht. Insgesamt sind zwei Herkünfte für beide Nutzungsmöglichkeiten interessant; dies sind die Nr. 1 und 42.
Teilweise werden die Ergebnisse bei Versuchen des Samenbaubetriebes Behrendt bei Bremen bestätigt. Hier wurde in der Anbauperiode 2000/2001 dasselbe Sortenscreening durchgeführt. Dort überstanden die zehn Herkünfte Nr. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 11 und 44 den Winter mit einer geringer Auswinterung.
Für eine genauere Beurteilung der einzelnen Herkünfte sind noch weitere Anbauversuchen auf größeren Flächen auch in anderen Regionen notwendig.


EPrint Type:Thesis
Thesis Type:Diplom thesis
Keywords:Winterebsen, Sortenscreening, alte Sorten, Anbaufähigkeit, Ertrag
Subjects: Crop husbandry > Production systems > Cereals, pulses and oilseeds
Research affiliation: Germany > University of Kassel > Department of Organic Farming and Cropping
Deposited By: Urbaztzka, Diplom-Ing. Peer
ID Code:987
Deposited On:03 Sep 2003
Last Modified:12 Apr 2010 07:27
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Diplomarbeit am FB Ökologische Agrarwissenschaften Uni Kassel Standort Witzenhausen Betreuer Christian Schüler, Rüdiger Graß

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