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Entwicklung und Bewertung von direkten Bekämpfungsstrategien gegen das Auftreten der Möhrenschwärze (Alternaria dauci) beim Anbau von Möhren für die industrielle Verarbeitung - Zwischenbericht April 2005 bis März 2006

Rau, Florian; Weier, Ulrike; Krebs, Kurt-Ernst and Jahn, Marga (2006) Entwicklung und Bewertung von direkten Bekämpfungsstrategien gegen das Auftreten der Möhrenschwärze (Alternaria dauci) beim Anbau von Möhren für die industrielle Verarbeitung - Zwischenbericht April 2005 bis März 2006. Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, Gemüsebau.

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Summary

Teilversuch 1:
Sortenvergleichsanbau mit verschiedenen z.T. ökologisch vermehrten Möhrensorten. Teil I - Standort Sudwalde
Auch im zweiten Versuchsjahr zeigten sich Sortenunterschiede in der Anfälligkeit von Industriemöhrensorten gegen Möhrenschwärze (Alternaria dauci) auf dem Feld. Bei den im zweiten Jahr geprüften Sorten bestätigten sich die im Vorjahr gefundenen Tendenzen hinsichtlich der Anfälligkeiten. Ein Zusammenhang mit der – im Jahr 2005 allerdings geringen – Vorbelastung des Saatgutes mit dem Erreger konnte nur insofern gefunden werden, dass an der Sorte mit der höchsten Saatgutbelastung (Nectar) auch als erstes der stärkste Befall am Laub gefunden werden konnte. Bei der weiteren Vermehrung der Alternaria überwog dann der Einfluss der Sorteneigenschaften
Das Ertragspotential der Sorten war unterschiedlich und konnte nicht in allen Fällen durch eine erhöhte Bestandesdichte ausgeglichen werden.
Nur bei den früh geernteten Sorten kann ein Zusammenhang zwischen der Laubschädigung durch Alternaria und dem Nitratgehalt im Erntegut festgestellt werden. Bei den spät geernteten Sorten mit Laubschädigung von mehr als 40 % waren die Nitratgehalte insgesamt hoch (über 200 mg/kg) und es konnte nur ein tendenzieller Zusammenhang mit dem Anteil geschädigter Blattfläche 20 Tage vor der Ernte gefunden werden.
Bei den übrigen wichtigen Inhaltsstoffen Trockensubstanz-, Carotin- und Zuckergehalt zeichnete sich kein Einfluss der Laubschädigung durch Alternaria ab. Vorhandene Effekte einer Reduzierung des Zuckergehaltes durch eine starke Blattschädigung wurden in der Regel durch die genetisch festgelegten Sorteneigenschaften überdeckt.
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Teilversuch 2:
Sortenvergleichsanbau mit verschiedenen z.T. ökologisch vermehrten Möhrensorten. Teil II - Standort Kalkriese
In dem Parallelversuch wurden die gleichen Sorten auf einem leichten, humosen Sand ausgesät.
Die Gesamterträge waren trotz des starken Alternariadrucks zum Kulturende und der
z.T. sehr geringen Bestandesdichten für diesen leichten Standort rel. hoch. Den höchsten Gesamtertrag wies, wie in Sortenversuch bei W. Denker, die Sorte Canada auf mit 690 dt/ha. Auf Platz 2,3 und 4 liegen die Sorten Joba, Kamaran und Fontana welche, wie im Versuch bei W. Denker, zur Spitzengruppe gehörten.
Niedrige Erträge zeigten die Sorten Rodelika und Rothild.
Der Alternariabefall stieg mit zunehmendem Alter der Kultur, begünstigt durch einen warmen, sonnigen Herbst. Der Einfluss auf den Ertrag ist somit als gering zu bewerten. Alternaria radicina wurde bei keiner Sorte festgestellt.
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Teilversuch 3:
Anbauversuch zur Wirksamkeit der Heißwasserbehandlung des Saatgutes auf den Laubbefall mit Alternaria an einer Möhrensorte
Die Auswirkungen einer Heißwasserbehandlung des Saatgutes auf den Alternariabefall des Laubes wurden in einem Bioland-Betrieb bei Osnabrück überprüft. Dabei wurde heißwasserbehandeltes, gering belastetes Saatgut mit unbehandeltem, hochbelastetem Saatgut in Bezug auf Alternaria, Bestandesdichte, Ertrag und Inhaltstoffe verglichen.
Zunächst war kein Alternariabefall am Laub zu erkennen. Die Krankheit breitete sich erst im warmen, sonnigen Herbst zunehmend aus. Die unbehandelte, hochbelastete Variante war im Gegensatz zu den heißwasserbehandelten Partien stark befallen. Es wurden leichte Ertragsunterschiede im Gesamtertrag festgestellt. Ein Einfluss des Alternariabefalls des Saatgutes auf die Bestandesdichte wurde nicht beobachtet.
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Teilversuch 4:
Feststellen der Wirksamkeit verschiedener Pflanzenschutz u.
–stärkungsmittel gegen Laubkrankheiten der Möhre (speziell Alternaria)
Durch enge Spritzfolgen mit kupferhaltigen Fungiziden konnte die Möhrenschwärze - gemessen an den Parametern Befallsstärke und Grünanteil - deutlich unterdrückt werden.
Auch der Ertrag war bei einigen Behandlungen eindeutig erhöht. Die Pflanzenstärkungsmittel Clino-Spray und Elot-Vis reduzierten die Befallsstärke in geringerem Maße, was allerdings die grüne Blattmasse kaum stabilisieren konnte. Leider konnte durch die starke Streuung der Versuchsergebnisse keine Signifikanz bei den Ergebnissen erzielt werden.


EPrint Type:Report
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 03OE488, Zwischenbericht, Möhre, Möhren, Industriemöhre, Industriemöhren, Möhrensorte Möhrensorten, BLE, BLE-Projekt, BLE-Projekte, Heißwasserbehandlung, Möhrenschwärze, Alternaria, Alternaria dauci, Alternariaanfälligkeit, Laubkrankheit, Laubkrankheiten,
Subjects: Crop husbandry > Crop health, quality, protection
Crop husbandry > Breeding, genetics and propagation
Crop husbandry > Production systems > Vegetables
Research affiliation: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Plants > Pflanzenschutz
Germany > University of Applied Science Osnabrück > Agriculture
Germany > Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen - KÖN
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=03OE488, http://www.oeko-komp.de/index.php?id=38&languageid=1, http://www.oekoring.de, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=03OE488&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen
Deposited By: Buck, Dipl. Ing. agrar Holger
ID Code:8209
Deposited On:18 Apr 2006
Last Modified:17 Aug 2010 09:34
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Gefördert vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau.
Projektleitung und Herausgeber: Florian Rau

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