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Agrarökologische Folgerungen für einen umweltgerechten Pflanzenbau: Leistungen des ökologischen Landbaus – ein Betriebsvergleich

Köppen, Detloff (2000) Agrarökologische Folgerungen für einen umweltgerechten Pflanzenbau: Leistungen des ökologischen Landbaus – ein Betriebsvergleich. unpublished. [Unpublished]

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Summary

Im folgenden Beitrag sollen auf der Grundlage des in den Agrarberichten der Bundesregierung veröffentlichten Zahlenmaterials für die Jahre 1990 – 1999 Problemfelder im Vergleich des ökologischen mit dem konventionellen Landbau dargestellt und diskutiert werden.
Schlußfolgerungen:
- Der integrierte Landbau, der sich aus dem konventionellem Landbau entwickelt und der ökologische Landbau werden auch zukünftig die unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit bestimmenden Bodennutzungssysteme bleiben.
- Die Anteile dieser Bodennutzungssysteme an der landwirtschaftlichen Produktion werden durch den Markt und die gesellschaftliche Akzeptanz maßgeblich bestimmt. Dabei darf es nicht um ein destruktives „entweder – oder“ sondern muß es um ein effektives „sowohl als auch“ gehen.
- Die Vorteile der jeweiligen Bodennutzungssysteme müssen stärker auch unter Umweltaspekten entwickelt und die Nachteile abgeschwächt werden. Besonders prägnant läßt sich diese Schlußfolgerung am Beispiel der gegenwärtigen BSE-Problematik diskutieren. Jeder Landwirt, unabhängig davon für welches Bodennutzungssystem er sich entschieden hat, ist durch die ersten in Deutschland nachgewiesenen BSE-Fälle verunsichert. Es ist völlig irrelevant, die Ursachen für BSE allein in der Fütterung, dem Tierzukauf, der Haltung oder gar der Herdengröße usw. zu suchen. Die Ursachen sind offensichtlich sehr komplex und zum großen Teil noch unbekannt. Sicherlich wird im ökologischen Landbau die BSE-Infektion über die Verfütterung von Tiermehl weitestgehend auszu-schließen sein. Wie kann aber ein Verbraucher von der Qualitätssicherung im ökologi-schen Landbau überzeugt werden, wenn beispielsweise bei einer zugekauften Mutterkuh in einem Öko-Betrieb BSE nachgewiesen wird. Der Imageverlust bei den Verbrauchern trifft meistens die Land- und Nahrungsgüterwirtschaft als Ganzes.
- Der ökologische Landbau sollte als eine wesentliche Säule des umweltgerechten Landbaus stärker agronomisch weiterentwickelt und gesellschaftlich gefördert werden, daß er seine Marktfähigkeit auch in einem größeren Marktsegment beweisen kann.


EPrint Type:Journal paper
Keywords:Vergleich ökologisch-konventionell, Produktionssystem, Effektivitätsvergleich ökologisch - konventionell, Aufwandskennzahlen, Gewinnentwicklung,
Subjects: Crop husbandry > Production systems
Farming Systems
"Organics" in general
Research affiliation: Germany > University of Rostock > Institute for Landuse - ILN > Agriculture by Tillage and Crop Husbandry - AP
Deposited By: Koeppen, Prof. Detloff
ID Code:749
Deposited On:26 Jun 2003
Last Modified:12 Apr 2010 07:27
Document Language:German - Deutsch
Status:Unpublished
Refereed:Not peer-reviewed
Additional Publishing Information:Der erste Teil dieses Textes ist erschienen im Bauernblatt (S-H, HH, Meck-Pomm.), 54/150 (2000) 50, 62-63. Er ist als E-Print-Nr. 748 in dieser Datenbank zu finden (Agrarökologische Folgerungen: Initiativen für den ökologischen Landbau).
Zum selben Thema siehe auch "Stand und Perspektiven des ökologischen Landbaus in den mittel- und osteuropäischen Ländern", Tagungsband der 113. VDLUFA Tagung (2001), E-Print-Nr. 751

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