home    about    browse    search    latest    help 
Login | Create Account

Gruppensäugungen ferkelführender Sauen als Produktionssystem im ökologischen Landbau

{Project} Gruppensäugungen ferkelführender Sauen als Produktionssystem im ökologischen Landbau. Runs 2005 - 2007. Project Leader(s): Mäder, Rolf, Forschungsinstitut für biologischen Landbau Deutschland e.V. (FIBL), D-Frankfurt.

Full text not available from this repository.

Online at: http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de/fkz=03OE379

Summary

Mit den Vorgaben der EG-Ökoverordnung EU-VO 1804/1999, die u.a. auch für ferkelführende Sauen einen Auslauf vorschreibt sowie die Mindestsäugedauer auf 40 Tage festlegt, erfährt die Ökosauenhaltung einen Wandel. Die Gruppenhaltung ferkelführender Sauen scheint als Produktionsverfahren geeignet, um sowohl dem Tierschutz als auch der Wirtschaftlichkeit in der ökologischen Ferkelerzeugung gerecht zu werden. Besonders die kombinierte Gruppenhaltung ferkelführender Sauen (14 Tage Einzelbucht, anschließende Gruppenhaltung ferkelführender Sauen) kommt dem arteigenen Verhalten von Schweinen entgegen. In freilebenden Schweinepopulationen sondert sich die Sau einige Tage vor der Geburt von der Rotte ab, um ca. 10 bis 14 Tage post partum in die Sauengruppe zurückzukehren. Durch Nutzung der kombinierten Gruppenhaltung wird diese zeitliche Abfolge übernommen. Neben der, dem arteigenen Verhalten angemessenen Tierhaltung, sind es vor allem ökonomische Gründe, die für diese Haltung sprechen. Durch das Gruppensäugen können Abferkelplätze eingespart werden, da die Nutzungsdauer der Sauenplätze (14 Tage statt 40 Tage) deutlich herabgesetzt wird. Die Gruppenhaltung der ferkelführenden Sauen kann zudem in einfachen Gebäuden (Scheunen, Altgebäude) mit Auslauf stattfinden. Die Nutzung des Produktionsverfahrens "Gruppenhaltung ferkelführender Sauen" stellt jedoch deutlich höhere Anforderungen an das Herdenmanagement. Um Ferkelverluste und/oder ein "Auseinanderwachsen" der Ferkelgruppen zu vermeiden, ist eine sorgfältige Planung des Gruppensäugens erforderlich. In der Schweiz u. in Österreich liegen diesbezüglich Erfahrungen aus Praxis und Forschung vor. Obwohl das Interesse an der Einführung des Produktionsverfahrens in Deutschland aus o.g. Gründen sehr groß ist, ist das Verfahren hierzulande bislang wenig verbreitet. Den Praxisbetrieben stehen bisher keine Empfehlungen und Strategien für eine erfolgreiche Etablierung des Produktionsverfahrens "Gruppensäugen ferkelführender Sauen" zur Verfügung. Ziel des geplanten Projektes ist es, die Ergebnisse und Erfahrungen aus Ferkelaufzuchtbetrieben, die Gruppensäugen von Sauen praktizieren, zu erfassen und auszuwerten. Da das Verfahren in Deutschland bisher kaum etabliert ist, werden die Erhebungen hauptsächlich auf Praxisbetrieben in der Schweiz und in Österreich durchgeführt. In einem weiteren Schritt wird ein Managementkonzept zur Gruppenhaltung ferkelführender Sauen konzipiert. Die Ergebnisse werden unmittelbar den ökologisch wirtschaftenden Ferkelerzeugerbetrieben durch Berater zugänglich gemacht mit dem Ziel, das Produktionssystem auf den Praxisbetrieben dauerhaft zu etablieren. Parallel zu diesen Arbeiten werden Beobachtungen zur Auslaufnutzung von Ferkeln und Sauen aufgezeichnet. Diese Beobachtungen liefern Erkenntnisse über die Bedeutung und Nutzung des Auslaufangebotes für Sauen und Ferkel.


EPrint Type:Project description
Keywords:BÖL, BOEL, FKZ 03OE379, EG-Ökoverordnung EU-VO 1804/1999, Mindestsäugedauer 40 Tage, Tierschutz, Wirtschaftlichkeit, ferkelführende Sauen, 10 bis 14 Tage post partum, Herdenmanagement, Erhebungen in der Schweiz und in Österreich, Auslaufangebot, EU Organic Law, minimum lactation time 40 days, animal protection, economics, pigs carrying piglets, 10 to 14 days post partum, herd management, survey in Switzeland and in Austria
Subjects: Knowledge management
Animal husbandry > Production systems > Pigs
Animal husbandry > Health and welfare
Research affiliation: Germany > FiBL Germany - Research Institute of Organic Agriculture > Agriculture
Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN > Animals > Tierhaltung
Research funders: Germany > Federal Organic Farming Scheme - BOELN
Germany > Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung - BLE
Related Links:http://www.bundesprogramm-oekolandbau.de, http://www.bundesprogramm.de/fkz=03OE379, http://orgprints.org/perl/search/advanced?addtitle%2Ftitle=&keywords=03OE379&projects=BOEL&_order=bypublication&_action_search=Suchen
Project ID:FKZ 03OE379
Location:Galvanistraße 28
60486 Frankfurt am Main
Ansprechpartnerin: Frau Barbara Früh
Email: barbara.frueh@fibl.org
Start Date:1 June 2005
End Date:31 October 2007
Deposited By: Mäder, Rolf
ID Code:6143
Deposited On:07 Dec 2005
Last Modified:20 Aug 2009 14:28

Repository Staff Only: item control page